Der FC Energie Cottbus wird auch in der kommenden Saison definitiv in der zweiten Fußball-Bundesliga spielen. Der Erstliga-Absteiger besiegte am Montag im Berlin-Brandenburg-Derby den 1. FC Union mit 4:2 (2:1) und hat als Tabellen-Zehnter mit 43 Punkten zwei Spieltage vor Saisonschluss zwei Zähler Vorsprung auf den 13. Union.
Nils Petersen brachte die überlegenen Gastgeber vor 15.140 Zuschauern im Stadion der Freundschaft - darunter rund 3000 aus Berlin in einer stürmischen Anfangsphase in Führung (5./12. Minute). Für den Neuling 1. FC Union, der mit sechs Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 den Klassenverbleib so gut wie sicher hat, traf Dominic Peitz (35.). Doch Emil Jula (57.) und Stiven Rivic (61.) bestraften die defensiv-schwachen Berlin mit weiteren Toren. Torsten Mattuschka (86./Foulelfmeter) konnte für Union noch einmal verkürzen.
Energie-Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz schickte sein Team, das zuletzt in den Heimspielen schon Bielefeld (4:1) und Düsseldorf (4:2) besiegt hatte, mit einer Überfall-Taktik auf den Rasen. Die Belohnung konnte Wollitz schon zeitig bejubeln, nachdem Petersen schon nach 18 Sekunden die Führung verpasst hatte. Nach einer Eingabe des Chinesen Jiayi Shao vollendete der Ex-Jenaer eiskalt zum 1:0; wenig später staubte Petersen nach einem Pfostenschuss von Stiven Rivic zu seinem neunten Saisontreffer ab. Petersen gehört zu der Garde der jungen Wilden, die Energie-Coach Wollitz in dieser Saison integriert hat.
Als Emil Jula für die Cottbuser bei immer heftigerem Regen aus bester Position das 3:0 verpasste, wurde die Partie kurzzeitig spannend. Peitz köpfte nach Ecke von Mattuschka zum 1:2 ein. Danach wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Shaos 30-Meter-Freistoß landete an der Latte (30.); auf der anderen Seite verhinderte Cottbus-Keeper Gerhard Tremmel vor allem gegen Mattuschka den Ausgleich. Die Wucht der Gastgeber setzte sich schließlich noch deutlich durch, als zunächst Jula auf Vorarbeit von Petersen und dann noch Rivic mit einem Knaller ins kurze Eck trafen.