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Zweite Bundesliga 1860 bleibt Spitze - Aachen und Fürth erste Verfolger

26.08.2007 ·  München ist derzeit die Hauptstadt des deutschen Fußballs: Wie der FC Bayern in Liga eins, marschiert auch 1860 in der zweiten Bundesliga mit drei Siegen vornweg. In Hoffenheim gab es ein 3:0. Auch Aachen und Aue siegten hoch.

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Die makellosen „Löwen“ thronen weiter an der Spitze, doch die Aufstiegsfavoriten Alemannia Aachen und Mainz 05 nehmen beim Unternehmen direkte Bundesliga-Rückkehr mächtig Fahrt auf. Mit dem 3:0 bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim bleibt TSV 1860 München auch nach dem dritten Spieltag im Fußball-Unterhaus als einzige Mannschaft ohne jeden Punktverlust.

Weiter auf Erstliga-Kurs ist Aachen, das am Sonntag Kickers Offenbach mit 4:0 bezwang und nun erster Verfolger der „Löwen“ ist. Seine Aufstiegsambitionen hatte schon am Freitag Mainz unterstrichen, das Borussia Mönchengladbach im Duell der Absteiger mit 4:1 abfertigte (Siehe auch: 2. Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle).

„Löwen“ stellen die Weichen schon früh auf Sieg

Auch ohne seinen an Rückenproblemen leidenden Routinier Daniel Bierofka behielten die „Löwen“ beim Aufsteiger ihre reine Weste. Nach durchwachsenem Start nutzte Antonio di Salvo (33.) ein Geschenk der Hausherren und schob zu seinem vierten Saisontor ein. Nur wenig später stellte nach Vorarbeit von di Salvo (38.) Fabian Johnson die Weichen endgültig auf Sieg. Danny Schwarz (90.+2) sorgte für den Endstand. „Wir haben eine gute Mischung aus Jung und Alt“, verriet di Salvo das Geheimrezept der Münchner, die nun am Freitag gegen den 1. FC Köln auf ein volles Haus hoffen. „Wir freuen uns, dass wie jetzt zuhause spielen vor sicherlich ganz, ganz vielen Fans“.

Absteiger Aachen fuhr gegen Offenbach den zweiten Sieg in Folge ein, doch die Mannschaft von Trainer Guido Buchwald tat sich gegen die mit zwei Siegen gestarteten Gäste lange schwer. Erst mit der Gelb-Roten Karte gegen Seat Türker (71.) war der Bann gebrochen, Todor Kolew (77./89.), Matthias Lehmann (80.) und Patrick Milchraum (90.) sorgten innerhalb weniger Minuten für den klaren Erfolg. „Der Sieg ist viel zu hoch ausgefallen“, gestand Trainer Buchwald.

„Die Mannschaft ist dabei, ihr Gesicht zu finden“

Bundesliga-Absteiger Gladbach bleibt auch im Unterhaus ein Kellerkind: Nach dem 1:4 in Mainz rangiert das Team vom Niederrhein bei nur zwei mageren Punkten. „Wir haben alles vermissen lassen, was zum Fußballspiel gehört“, war Sportdirektor Christian Ziege bedient. Erleichtert war Jürgen Klopp. „Die Mannschaft ist dabei, ihr Gesicht zu finden“, sagte der Mainzer Trainer. „Wir müssen erst noch herausfinden, wie gut wir eigentlich sind.“

Einen Fehlstart muss der 1. FC Kaiserslautern verbuchen: Die Pfälzer verloren daheim gegen Greuther Fürth mit 0:1 und bleiben im Tabellenkeller. Stefan Maierhofer sorgte per Foulelfmeter (39.) für das entscheidende Tor. Mit einer Niederlage startete Christian Hock bei Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden nach der Entmachtung von Coach Djuradj Vasic seine Trainer-Karriere im Unterhaus. Jiri Kaufman per Doppelpack (81./83.) und Tom Geißler (86.) sorgten beim 3:0 für Erzgebirge Aue für die Tore, das damit auch seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte.

Christoph Daum: „Das ist die neue FC-Moral“

Eine Woche nach dem Auswärtsdreier in Jena war für Neuling FC St. Pauli erneut Party angesagt: Die Hanseaten machten mit dem 1:0 am Millerntor gegen TuS Koblenz den ersten Heimsieg perfekt. Filip Trojan (56.) war per Kopf Schütze des einzigen Treffers. Nur mit einer Energieleistung verhinderte Aufstiegsanwärter 1. FC Köln am Freitag eine erneute Pleite und bezwang den FC Carl Zeiss Jena dank eines denkwürdigen Endspurts noch mit 4:3 (1:2).

„Das ist die neue FC-Moral“, bejubelte Trainer Christoph Daum den Zittersieg. „Die Spieler haben unglaublich viele Fehler gemacht, sich aber nie aufgegeben.“ Im dritten Freitagsspiel kam Aufsteiger VfL Osnabrück gegen den SC Paderborn nicht über ein torloses Remis hinaus. Aufstiegsanwärter SC Freiburg muss zum Abschluss des 3. Spieltages bei Schlusslicht FC Augsburg antreten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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