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Wolfsburg und Armin Veh Am Ende überfordert

 ·  Beim VfL Wolfsburg wollten sie nach der Meistersaison einfach so weitermachen. Doch die Aufgabe von Magath-Nachfolger Armin Veh erwies sich als zu schwer - der leise, konsenswillige Mann wirkte überfordert.

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In Wolfsburg hatten sie zu Beginn der Saison noch geglaubt, nur so weitermachen zu können. Mit einem Trainer, der in Personalunion auch Sportdirektor und Geschäftsführer des VfL sein sollte. Das war der erste Irrtum beim neuen deutschen Meister. Denn als Felix Magath, der magische Meistertrainer, vom niedersächsischen Werksklub zum westfälischen Traditionsverein Schalke 04 ging, war das Wolfsburger Fußballmärchen auch schon vorbei.

Armin Veh, der den Zampano mit einer auf den ersten Blick identischen Machtfülle beerbte, konnte selbst beim besten Willen kein ähnlich erfolgreiches Kapitel der Wolfsburger Fußballgeschichte schreiben. Dafür war der Titelgewinn des VfL unter Magaths Regie zu zauberhaft gewesen. Was folgte, war aber dennoch keine Mission Impossible. Denn auch auf der Führungsebene des Volkswagen-Konzerns wurde nicht die Wiederholung des Triumphes als Saisonziel deklariert. „Ein Platz im internationalen Geschäft“ sollte es sein. Das war auch von Veh nicht zu viel verlangt.

Veh wirkte überfordert

Doch die Aufgabe, die er zu lösen hatte, erwies sich als zu schwer für den Mann, der 2007 den VfB Stuttgart zu seiner bis dato letzten Meisterschaft geführt hat. Der leise, konsenswillige Veh wirkte überfordert. Sein Versuch, einen Stilwandel im Spiel der Wolfsburger Konterspezialisten herbeizuführen, schlug völlig fehl; seine Zukäufe für rund zwanzig Millionen Euro entpuppten sich als Verlustgeschäfte. So zerrann das von Magath mit starker Hand angehäufte sportliche Kapital des VfL binnen weniger Monate.

Als Erstes entband der im Winter verpflichtete Dieter Hoeneß als Chef der Geschäftsführung Veh von allen sportfernen Dienstleistungen - und beschleunigte damit ungewollt den Abstieg des Trainers. Dass er nun entlassen wurde, hatte vor allem sportliche Gründe. Der Meister war zuletzt zu einer verteidigungsunfähigen Mannschaft zerfallen und verlor Spiel auf Spiel. Die Grün-Weißen im mausgrauen Mittelmaß, das wollte sich das Weltunternehmen VW nicht länger mitansehen. Vehs Nachfolger wird es nun leichter haben als der Magath-Erbe Veh. Es geht nicht mehr um die Titelverteidigung des VfL, sondern nur noch um einen reizvollen Neuaufbau.

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