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Wolfsburg gegen Hamburg 1:0 Der nächste Tiefschlag für den HSV

04.11.2006 ·  Beim HSV wird die Luft für Trainer Doll immer dünner. Drei Tage nach dem Ende der Hoffnungen in der Champions League kassierten die Hanseaten die nächste Niederlage.

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Beim Hamburger SV wird die Luft für Trainer Thomas Doll immer dünner. Drei Tage nach dem Ende aller Europapokal-Hoffnungen in der Champions League kassierten die Hanseaten in der Fußball-Bundesliga beim 0:1 in Wolfsburg die nächste Niederlage. Nach insgesamt 17 Saisonspielen mit nur einem Sieg rückt das Ende der Ära Doll beim HSV damit immer näher.

Doch der Trainer will weiter um seinen Job kämpfen: „Ich habe gesehen, wie meine Jungs gefightet haben. Das werde ich auch tun und durch diese Phase durchgehen. Die Niederlage hat sehr weh getan heute, aber es gibt nichts Schöneres als zu spüren, daß trotz allem Vorstand, Mannschaft und Fans hinter einem stehen“, sagte er nach dem Abpfiff.

Jetzt auch noch Sorin verletzt

Auch die Verletzungsmisere des Hamburger SV setzt sich weiter fort. Der Argentinier Pablo Sorin zog sich in Wolfsburg eine Muskelzerrung im Oberschenkel zu und fällt mindestens für die bevorstehende Partie am kommenden Dienstag beim VfB Stuttgart aus. „Ich hoffe, daß sich die Verletzung nicht noch als Muskelfaserriß erweist und Juan damit möglicherweise noch länger ausfällt, aber in Stuttgart kann er auf keinen Fall spielen“, sagte Doll am frühen Abend.

Wolfsburgs „Torgarant“ Mike Hanke sorgte einen Tag vor seinem 23. Geburtstag mit seinem fünften Treffer in den letzten sechs Pflichtspiele für das Tor des Tages (19.). Der Nationalstürmer überwand Hamburgs Torwart Stefan Wächter mit einem Kopfball aus sieben Metern. Fünf der sieben Ligatore der „Wölfe“ gehen auf das Konto des früheren Schalkers.

Nur Hanke trifft

Vor 25.623 Zuschauern in der VW-Arena hätten die Wolfsburger zur Halbzeit durchaus schon höher führen können. Jacek Krzynowek, der mit einer maßgenauen Flanke das 1:0 vorbereitet hatte, scheiterte in der 31. Minute mit einem Schuß aus 25 Metern, der von der HSV-Abwehr noch abgefälscht wurde. Einen Schuß aus ähnlicher Position von Tom van der Leegte lenkte Wächter kurz darauf mit den Fingerspitzen noch über die Querlatte abgelenkt.

Dagegen kamen die Hamburger nur in den ersten zwanzig Minuten einige Male gefährlich vor das gegnerische Tor. Zunächst verfehlte Kapitän Rafael van der Vaart mit einem Kopfball nach Flanke von Thimothee Atouba aus zehn Metern das Ziel (17.). Dann parierte VfL-Keeper Simon Jentzsch einen Flachschuß von Paolo Guerrero aus zwölf Metern halblinker Position (22.).

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte der HSV-Stürmer wieder kein Glück, als er wieder im Strafraum frei zum Schuß kam, das Tor jedoch verfehlte (48.). Dagegen taten die Wolfsburger im zweiten Durchgang nur noch das Nötigste, um den dritten Pflichtspielsieg in Folge nach Hause zu bringen. In der Schlußphase konnten sich die Niedersachsen allerdings auch bei Jentzsch bedanken, daß der Keeper durch mehrere Paraden gegen die immer stärker auf den Ausgleich drängenden Hamburger den Sprung ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle ermöglichte.

VfL Wolfsburg - Hamburger SV 1:0 (1:0)
Wolfsburg: Jentzsch - Quiroga, Madlung, Möhrle, Sarpei - Alex (79. Thiam), Makiadi, van der Leegte, Krzynowek - Hanke, Hoogendorp (69. Menseguez). - Trainer: Augenthaler
Hamburg: Wächter - Fillinger, Klingbeil, Mathijsen, Atouba - Feilhaber - Jarolim (71. Ljuboja), Sorin (54. Trochowski) - van der Vaart - Guerrero, Lauth (62. Sanogo). - Trainer: Doll
Schiedsrichter: Dr. Markus Merk (Otterbach)
Tor: 1:0 Hanke (19.)
Zuschauer: 25.623
Gelbe Karten: Sarpei (2), Quiroga (2) - van der Vaart (3)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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