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Veröffentlicht: 28.12.2012, 15:33 Uhr

VfL Wolfsburg Hecking und die „goldene Mitte“

Erst unterzeichnet Dieter Hecking in Wolfsburg einen Vertrag bis 2016, dann strahlt der neue Trainer Zuversicht aus. Doch zunächst muss er mit einem auf 35 Profis aufgeblähten Kader arbeiten - ein Nachlass aus der Magath-Zeit.

© dpa „Ein guter Start im ersten Heimspiel gegen Stuttgart ist wichtig“: Dieter Hecking

Trainer Dieter Hecking soll neben Manager Klaus Allofs auf Dauer der neue Sympathieträger des VfL Wolfsburg werden. Das frisch installierte Führungsduo des finanzstarken, aber wenig beliebten Volkswagen-Klubs strebt nach den Turbulenzen der Vergangenheit sportlichen Erfolg sowie Nachhaltigkeit und Kontinuität an.

„Die Länge des Trainer-Vertrages ist ein Hinweis, wie groß unser Vertrauen in Dieter Hecking ist“, erklärte Allofs am Freitag bei der Vorstellung des neuen VfL-Coaches. Hecking, bis vorige Woche noch Trainer beim 1. FC Nürnberg, hatte zuvor einen Vertrag bis 2016 beim deutschen Meister von 2009 unterzeichnet.

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„Es war für mich der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt“, erklärte Hecking zu seinem überraschenden Wechsel. „Ohne meine Ausstiegsklausel wäre das nicht möglich gewesen.“ Mit seinen neuen Spielern hat er noch nicht gesprochen. „Die werden mich schon kennenlernen“, erklärte der gut gelaunte VfL-Coach.

Er wohnt mit seiner Familie in Bad Nenndorf bei Hannover und freute sich sichtlich über die Rückkehr nach Niedersachsen. Der Nachfolger von Felix Magath und Interimscoach Lorenz-Günther Köstner fliegt am 3. Januar mit dem Team ins Trainingslager nach Belek in die Türkei „Ein guter Start im Heimspiel gegen Stuttgart wäre wichtig“, sagte Hecking mit Blick auf den Rückrundenstart.

Grün ist die Farbe der Hoffnung: Hecking will in Wolfsburg einiges bewegen © dpa Vergrößern Grün ist die Farbe der Hoffnung: Hecking will in Wolfsburg einiges bewegen

Sein Auftrag ist klar. „Wir wollen so schnell wie möglich aus den Tabellenrängen unten verschwinden“, erklärte Allofs ohne Wenn und Aber. Das macht die Aufgabe für Hecking nicht leichter. „Die Mannschaft muss sich auf den dritten Trainer in dieser Saison einstellen. Das ist die Schwierigkeit für mich“, erklärte der 48-jährige Coach.

Er hatte nach den gescheiterten Verhandlungen mit Bernd Schuster seine Chance genutzt, erstmals bei einem Verein mit großem Etat arbeiten zu können. „Ich hoffe, die Aufgabe wird für ihn leichter. Ein Selbstläufer wird es aber nicht“, sagte Allofs. Nach „Schleifer“ Magath und dem „Kumpeltyp“ Köstner will Hecking seine eigene Note ins Spiel bringen.

Zusammen mit dem neuen Sportmanager Klaus Allofs soll Hecking den VfL nach oben führen © dpa Vergrößern Zusammen mit dem neuen Sportmanager Klaus Allofs soll Hecking den VfL nach oben führen

„Ich bevorzuge die goldene Mitte. Ich spreche viel mit Spielern, kann aber auch harte Worte wählen“, erläuterte er seinen Führungsstil, der sich bei seinen Stationen in Aachen, Hannover und Nürnberg bewährt hat. „Ich verlasse Nürnberg mit einem weinenden Auge. Manager Bader hat bis zuletzt versucht, mich mit einem neuen Vertrag und besseren Bezügen zu halten“, berichtete Hecking.

In Wolfsburg muss er zunächst mit einem auf 35 Profis aufgeblähten Kader arbeiten - ein Nachlass aus der Magath-Zeit. Mehrere Spieler wie der Portugiese Vierinha oder Innenverteidiger Marco Russ sollen den Verein in der Winter-Transferperiode allerdings verlassen. Zu der zukünftigen Kader-Ausrichtung hielt sich das VfL-Führungsduo bedeckt.

Ohne Absicht bespuckt © dapd Bilderstrecke 

Sieben Punkte trennen den Tabellen-Fünfzehnten von den Abstiegsplätzen und von einem Europa-League-Rang. „Wir sind nicht schlechter als die Teams mit 26 Punkten. Die Liga ist megaspannend“, sagte Hecking.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 

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