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TSV 1860 München Neuer Krach in Giesing

 ·  Neuer Ärger bei den Sechzigern: Nachdem die Verpflichtung des Startrainers Eriksson an dessen Desinteresse gescheitert ist, greift Investor Ismaik wieder Präsident Schneider verbal an. Der Geldgeber fordert eine „neue Generation“.

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© dapd Vergrößern Gegenspieler: „Löwen“-Präsident Schneider (links) und Investor Ismaik

Fußball-Zweitligaklub TSV 1860 München kommt knapp zwei Wochen vor dem Start in die Rückrunde einfach nicht zur Ruhe. Nach der Absage von Starcoach Sven-Göran Eriksson geriet am Wochenende Präsident Dieter Schneider wieder unter heftigen verbalen Beschuss von Investor Hasan Ismaik. „Natürlich mache ich Schneider verantwortlich dafür“, sagte der Jordanier an diesem Sonntag der Online-Ausgabe der „Abendzeitung“. Auch in der Online-Ausgabe der „tz“ forderte der mächtige Investor die Ablösung Schneiders bei den anstehenden Präsidiumswahlen. „Ich wünsche mir, dass die Fans eine neue Generation an die Macht wählen, die sich mehr auf den Sport konzentriert als auf politische Machtkämpfe.“ 

Aus dem Kompromiss wurde nichts

Am vergangenen Freitag hatte der von Ismaik favorisierte frühere englische Nationaltrainer dem Münchner Traditionsklub „nach ausreichender Bedenkzeit“ eine Absage erteilt. Seine Entscheidung begründete er nicht, er verwies nur darauf, „wie schnelllebig das Profi-Fußballgeschäft“ sei. Dabei hätte ein Amtsantritt des 64-Jährigen beim Fußballklub aus München-Giesing eine Kompromisslösung zwischen Verein und Investor Ismaik sein sollen.

„Wir haben den Zeitpunkt verpasst, Herrn Eriksson zu antworten, als er enthusiastisch war. Die Sache hat sich aus den bekannten Gründen sehr lange hingezogen“, sagte Ismaik mit Blick auf Schneider, der sich dem Vernehmen nach bis zuletzt gegen die Verpflichtung des Schweden gewehrt haben soll. Erst am vergangenen Dienstag hatten sich die „Löwen“ nach zähem Ringen mit Investor Ismaik auf den Kompromiss geeinigt. Demnach wird der Dreijahresplan fortgesetzt, zudem sollte Eriksson zum Trainer-Team stoßen. Bereits vor der Einigung hatte Ismaik Präsident Schneider in aller Öffentlichkeit hart angegangen und diesen in einem Interview als „alten Mann“ beschimpft.

Nach der Absage an den TSV 1860 München hat Trainer-Routinier Eriksson indes in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen neuen Job gefunden. Der ehemalige englische Nationalcoach wird ab sofort Technischer Direktor bei Al-Nasr, teilte der Klub an diesem Sonntag mit. Wie Al-Nasr-Sprecher Mohammed Mubarak der Nachrichtenagentur AP bestätigte, habe Eriksson das Angebot seines Klubs angenommen. Über Vertragsdetails wurde nichts bekannt. Trainer bei Al-Nasr ist der frühere italienische Nationaltorwart Walter Zenga. Das Team belegt in der Liga der Vereinigten Arabischen Emirate zur Zeit den fünften Platz.

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