http://www.faz.net/-gtm-75qzo
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 15.01.2013, 10:26 Uhr

TSV 1860 München Eriksson wird ein „Löwe“

Nach wochenlangem Streit schließen der TSV 1860 München und sein Investor einen Kompromiss: Die „Löwen“ erhalten das Geld aus dem vereinbarten Dreijahresplan. Sven-Göran Eriksson nimmt neben Coach Alexander Schmidt Platz. Damit ist die zentrale Forderung Hasan Ismaiks erfüllt.

© dpa Arbeitet nun doch in der Grünwalder Straße: der frühere englische Nationalcoach Sven-Göran Eriksson

Nach wochenlangem Hin und Her ist der Machtkampf beim Fußball-Zweitligaklub 1860 München erst einmal beendet. In einer Nachtsitzung stimmten am frühen Dienstag der „Löwen“-Aufsichtsrat sowie das Präsidium dem Kompromissvorschlag von Investor Hasan Ismaik zu. Demnach soll der schwedische Star-Coach Sven-Göran Eriksson künftig neben Alexander Schmidt auf der Trainerbank Platz nehmen.

Zentrale Forderung Ismaiks

Mit der Einbeziehung Erikssons wurde eine zentrale Forderung Ismaiks nach langem Ringen doch noch angenommen. „Alexander Schmidt wird Trainer bleiben“, schilderte Aufsichtsratschef Otto Steiner nach der knapp siebenstündigen Sitzung. Eriksson, der in seiner langen Laufbahn unter anderem das englische Nationalteam geleitet hatte, soll nun zusammen mit dem Nachfolger des entlassenen Reiner Maurer die „Löwen“-Mannschaft führen – und zwar möglichst in die Bundesliga.

Bild TSV 1860 München © dpa Vergrößern Bleibt trotz der Eriksson-Verpflichtung „Löwen“-Trainer: Alexander Schmidt (Mitte)

Die genaue Rollenverteilung zwischen Schmidt und Eriksson müsse noch geklärt werden, hieß es weiter. „Wir werden jetzt in die Gespräche mit den Trainern einsteigen, um die beste Lösung zu finden“, sagte 1860-Geschäftsführer Robert Schäfer. Eriksson sei ein Welttrainer und der Verein müsse jetzt versuchen, „seinen reichen Erfahrungsschatz für uns zu nutzen.“ Auch Präsident Dieter Schneider, der zuletzt wiederholt Zielscheibe der Kritik Ismaiks war, äußerte sich zufrieden. „Wir bekommen jetzt das Geld aus dem Dreijahresplan, den wir damit nahtlos weiterführen können“, erzählte der 65-Jährige. Über den Kompromiss sei er erleichtert: „Der einzige Verlierer hätte der Verein sein können.“

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET/dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bassenge Rhinozeros und Obelisk

Mick Jagger trifft auf Napoleons Leibdiener und Picassos Lebensgefährtin: Vom 26. bis 28. Mai versteigert Bassenge Alte und Moderne Kunst in Berlin. Eine Vorschau Mehr Von Camilla Blechen

24.05.2016, 10:04 Uhr | Feuilleton
Tag der Arbeit DGB-Chef Hoffmann warnt vor AfD

Unter dem Motto Zeit für mehr Solidarität haben sich am Tag der Arbeit allein bei den bundesweit mehr als 500 DGB-Kundgebungen etwa 400.000 Menschen versammelt. Auf der zentralen Veranstaltung in Stuttgart warnte DGB-Chef Reiner Hoffmann auch vor der rechtspopulistischen AfD. Mehr

02.05.2016, 08:15 Uhr | Politik
Auktion Frühling allenthalben

Am 25. Mai lockt Ketterer in München mit seiner Auktion 19. Jahrhundert - darunter Werke des Tiermalers Wilhelm Kuhnert und Franz von Stucks. Ein Blick in den Katalog Mehr Von Brita Sachs

23.05.2016, 10:29 Uhr | Feuilleton
Brexit-Abstimmung Thema Einwanderung spaltet die Briten

Im Brexit-Wahlkampf in England spielt das Thema Einwanderung eine zentrale Rolle. In einer Umfrage gab etwa die Hälfte der Briten an, die Frage sei für sie wahlentscheidend. Im mittelenglischen Peterborough ist das Lager derjenigen besonders stark, die einen Austritt aus der EU befürworten. Die Region hat aber auch eine lange Einwanderungstradition. Mehr

30.04.2016, 16:41 Uhr | Politik
Streit im Fußball-Weltverband Heftige Kritik am neuen Fifa-Diktator Infantino

Mit dem neuen Präsidenten sollte bei der Fifa vieles besser werden. Doch im Streit um die Rücknahme einer zentralen Reform steht Gianni Infantino in der Kritik. Nun äußert sich auch der DFB-Präsident. Mehr Von Michael Ashelm

17.05.2016, 06:45 Uhr | Sport
Umfrage

Wie weit kommt das DFB-Team bei der EM 2016?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.