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Stuttgart bewingt Bielefeld 3:2 Mario Gomez empfiehlt sich bei Löw

30.01.2007 ·  Mit zwei Toren vor den Augen von Bundestrainer Löw hat sich Mario Gomez selbst für die erste Nationalmannschafts-Nominierung ins Gespräch gebracht. Die Stuttgarter festigten ihre Position in der Spitzengruppe, Bielefeld ist seit sechs Spielen sieglos.

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Nach dem misslungenen Start in die Rückrunde hat sich der VfB Stuttgart rehabilitiert und zumindest vorübergehend wieder Anschluss an die Tabellenspitze gefunden. Drei Tage nach der 1:4-Pleite beim 1. FC Nürnberg setzten sich die in der Winterpause als Geheimfavoriten auf den Titel gehandelten Schwaben am 19. Spieltag 3:2 (1:1) gegen Arminia Bielefeld durch und verkürzten damit den Rückstand auf Tabellenführer Werder Bremen zunächst auf vier Punkte.

Torjäger Mario Gomez (9. und 59.) und der Brasilianer Cacau (52.) waren für den VfB bei dem sechsten Heimsieg in Folge erfolgreich. Christian Eigler (26.) und der sieben Minuten zuvor eingewechselte Abdelaziz Ahanfouf (86., Foulelfmeter) erzielten den Treffer für die Arminen, die weiter auf ihren ersten Sieg in
Stuttgart seit April 1982 warten müssen und nun schon seit sechs Spielen in Serie ohne Erfolgserlebnis sind. Zudem sah Manndecker Marcio Borges in der Nachspielzeit wegen einer „Notbremse“ an Benjamin Lauth die Rote Karte.

Gomez empfiehlt sich für Nationalelf

„Die Nationalelf ist der Traum eines jeden Spielers. Mit solchen Spielen versuche ich, mich zu empfehlen“, meinte Gomez nach seinem Doppelpack unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und freute sich auch über den Teamerfolg: „Wir hatten das erste Spiel vergeigt und wollten unseren Zuschauer zeigen, dass wir genauso spielen können wie in der Hinrunde.“

Vor 23.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion waren die Gastgeber in der Anfangsphase die agilere Mannschaft und hätten schon nach drei Minuten in Führung gehen können. Nationalspieler Thomas Hitzlsperger scheiterte allerdings am Bielefelder Torwart Mathias Hain. Auch danach dominierten die Schwaben mit ihrer aggressiven Spielweise die Begegnung und setzten die äußerst defensiv eingestellten Gäste mächtig unter Druck. Die Bemühungen der Stuttgarter wurden auch schon frühzeitig belohnt: Eine Flanke von Spielmacher Antonio da Silva und eine Ablage von Sturmkollege Cacau nutzte Gomez per Kopf aus kurzer Distanz zu seinem neunten Saisontor.

VfB vom Ausgleich nur kurz geschockt

Erst nach dem Rückstand erwachten die Arminen aus ihrer Lethargie. Dennoch blieb der VfB die klar überlegene Mannschaft und kontrollierte die Begegnung ohne große Mühe. Umso überraschender gelang den Bielefeldern der Ausgleich durch Eigler, der bei seiner Einzelaktion die Stuttgarter Abwehr nicht gut aussehen ließ. Durch den Ausgleich wirkten die Stuttgarter vorübergehend geschockt. Während die VfB-Profis vor dem Gegentreffer ansehnlichen Kombinationsfußball zeigten, brachten die Platzherren nach dem 1:1 längere Zeit kaum noch konstruktive Spielzüge zustande.

Nach dem Seitenwechsel gelang beiden Teams zunächst auch nicht allzu viel. Fehlpässe und Missverständnisse prägten das Bild. Bezeichnend für das Geschehen auf dem Platz war es eine Standardsituation, die der VfB zur erneuten Führung nutzte. Nach einem Freistoß des Mexikaners Pavel Pardo markierte Cacau per Kopf sein siebtes Saisontor. Nur fünf Minuten später sorgte Gomez für die Entscheidung.

VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld 3:2 (1:1)
Stuttgart: Hildebrand - Osorio, Delpierre, Meira, Magnin - Hilbert, Pardo, da Silva (74. Gentner), Hitzlsperger - Gomez (80. Streller), Cacau (80. Lauth). - Trainer: Veh
Bielefeld: Hain - Korzynietz, Westermann, Borges, Schuler - Zuma (83. Böhme), Kauf, Marx (79. Ahanfouf), Masmanidis - Eigler, Wichniarek (46. Kamper). - Trainer: von Heesen
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore: 1:0 Gomez (9.), 1:1 Eigler (26.), 2:1 Cacau (52.), 3:1 Gomez (59.), 3:2 Ahanfouf (87., Foulelfmeter)
Zuschauer: 23.000
Rote Karte: Borges nach einer Notbremse (90.+1)
Gelbe Karten: Magnin (3), Hitzlsperger (3) - Wichniarek (3), Eigler

Quelle: dpa/sid
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