03.07.2012 · Matthias Sammer gibt an seinem ersten Tag beim deutschen Fußball-Rekordmeister gleich mal klar die Richtung vor. Er fordert Aufbruchstimmung statt Selbstmitleid.
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Unterstellen wir Sammler mal absolute Orientierung allein an Erfolg,
also Dominanz in der BL oder Gewinn der CL, dann bin ich gespannt ob er an den Boy Group Jungs Boateng, Gomez, Schweinsteiger ! auf Schlüsselpositionen festhalten wird, ob nicht der ein oder andere weggelobt werden wird, ob Kroos, Badstuber, Müller weiterhin absolute Stammspieler bleiben? Auch wenn die Saisonplanung 12/13 quasi durch ist, ausländische Topspieler a la Ribery, Robben für viel Geld zu holen wird zukünftlich mE wieder wahrscheinlicher. Angefangen bei zentralen, wechselwilligen Spielern ab sofort (zB vd Vaart, Diego, Martinez) ?
Sammer ist an seinen Taten gemessen bestimmt eine interessante Personalie, auch wenn er dann und wann durch sein nicht immer nachvollzuziehendes Verahlten (HSV-Geschichte!) aufmerksam gemacht hat.. Er wird aber kurz- bis mittelfristig nicht entscheidendes bewirken können. Denn im heutigen internationalen Spitzenfussball spielen die Spielerkader und damit verbundenen Spielsysteme, die im Laufe langer Jahre entstehen eine große Rolle. Sein Erfolg wird auch davon abhängen, ob man ihm genügend Zeit geben wird, um die Strukturen zu schaffen, die einen Wandel herbeiführen können.. genau an dem Aspekt der Zeit könnte aber sein Engagement aber scheitern.. Weder der Vorstand noch das Umfeld des FC Bayern haben sich in den letzten jahren durch Geduld und Verständnis hervorgetan.. Da es kaum andere Alternativen gab, ist die Entscheidung letztenendes nicht falsch.. Viel Glück an alle Beteilgte..
...ist Dr. Karsten Schumann, den er vom DFB mit zum FCB bringt. Damit
wird interessanterweise die alte DDR-Trainingslehre zum
"Herzstück" der Bayern. Sammers ganzes Gerede von
"Elite" und "Führungspersönlichkeiten"
geht m.E. 1:1 zurück auf Schumanns Philosophie, die er aus den
Überresten der Leipziger DHfK in die neue Zeit rettete.
.
Ob dieses alt-neue "Elite"-Konzept aber überhaupt
für Mannschaftssportarten wie Fußball taugt, steht noch
dahin. Die DHfK der DDR hat ja eher großartige Einzelsportler
(Leichtathletik etc.) hervorgebracht, gemessen daran waren
Mannschaftserfolge nicht ganz so überragend. Der FC Bayern wird zu
einem interessanten Experimentierfeld, auch sportwissenschaftlich.
Sammers Fachkompetenzen sind unbestritten. Wo hat er aber wirklich
Spuren hinterlassen, außer beim DFB, wo das Credo eine gewisse
Langmut und Kontinuität vorsieht. Diese Zeit gibt er sich in
München nicht. Sammer ist unbequem, und aus diesem Grund und mit
dem selbstaufgebauten Druck wird es sehr spannend und unterhaltsam, wie
sich die Antipoden Hoeneß und Sammer in den sicher nicht
ausbleibenden Misserfolgsmomenten im Triumvirat mit Heynckes aneinander
abarbeiten werden. Nicht zu vergessen KH Rummenigge, der irgendwann auch
mal aus dem Schatten des ewigen Uli heraustreten möchte. Es gibt
definitiv interessante mögliche Koalitionen im FC Hollywood-Stadl...
Ein echter Stresstest steht für Hoeneß bevor. Wird er ihn bestehen?
Dreimal Vize (Meisterschaft, Pokal, CL) und einmal Dritter (EM)
Toller Mißerfolg. Die Bayern spinnen: ein Sachse in Bayern ;-).
PS: Spanien: Barca und Real im HF der CL raus. Nationalelf 2x im
Glück (im VF der nicht gegebene klare Elfmeter für die
Kroaten, im HF Shootout-Sieger gegen Portugal). Trotzdem natürlich
verdienter EM-Sieger. Was man von Chelsea als CL-Gewinner beim besten
Willen nicht sagen kann, zum Beispiel. So ist Fußball.
Naja, Mr. Krieger
es gibt genug Einmal-Gewinner, von denen dann nicht mehr viel zu hören war; im Sport wie im Leben. Auch für die Gewinner gilt das Prinzip Nachhaltigkeit, sonst lieber zehnmal Zweiter.
Im Sport wie im Leben gilt:lieber einmal gewinnen, als
zehnmal zweiter sein.
Weniger Bayern-Schlafwagenfußball in der Nationalelf wäre dringender gewesen
Der deutsche Fußball muß noch zwei Jahre mit dem Trainer
Löw leben, der die großen deutschen Talente auf der Bank oder
gleich ganz zu Hause läßt.
Die Bayern kriegen einen Visionär des modernen, aber
kämpferischen Fußballs. Eine große Chance, den FCB mit
seinem überholten Starfußball zu modernisieren, sofern
Hoeneß und Rummenigge samt Umfeld genug Geduld aufbringen.
Dafür ist die Lage beim DFB umso trauriger: Der einzige Kritiker
der Löw-Bierhoff-Jubel-Maschine verläßt den DFB, nachdem
er die Jugendarbeit aufgebaut hat.
"Sofort erfolgreich sein", heißt nicht weniger als...
das jetzige Spielsystem umgehend zu entsorgen;
Robben in München nie wieder auflaufen zu lassen;
Heynckes ein völlig neues Repertoire abzuverlangen;
eine spielstarke Sturmspitze aus dem Hut zu zaubern;
den Bayern die Lederhosen auszuziehen und dem Präsidenten die
Begriffe "Geduld" und "Bodenhaftung" zu
erläutern.
Ziemlich viel auf einen Schlag.
Kurzum: Das "sofort" sollte Sammer besser streichen, sonst
verfallen Präsident,
Vorstand und Mannschaft noch in tiefere Depression. Gleichwohl
wünsche ich den Münchnern international
größtmöglichen Erfolg. In der "deutschen
Provinz" könnte es noch eine ganze Weile dauern.
P.S. Und kommt ja nicht auf die Idee, den "Jogi" als Trainer
ins Auge zu fassen. Der versemmelt als ausgewiesene
"Taktik-Träne" jede Hoffnung auf weitere Trophäen.
Pepe Guardiola hat bestimmt Besseres vor
als sich diese Tristesse anzutun. Ich persönlich würde es begrüßen, wenn Hr. Guardiola den Avancen von Sammers früheren Arbeitgeber erliegen würde. Aber die scheinen mit 80% zufrieden zu sein.
Das ist eine ganz spannende Personalie
Aber das ist beileibe kein Selbstläufer. Die Bayern Stars muss man
Mitnehmen, so wie es einst Hitzfeld perfekt demonstriert hat. Hier habe
ich beim Drau-Hauf Sammer große Bedenken. Aber andererseits kann
die schonungslose Ehrlichkeit von Sammer ein Gewinn sein, wenn er es
schafft, ein wenig Diplomatie im Umgang mit den Stars walten zu lassen.
Seine Begrüßungsworte deuten allerdings nicht darauf hin.
Abschließend bin ich der Meinung, dass Hoeness seine besten Jahre
hinter sich hat; seine letzten Personalentscheidungen halte ich für
sehr fragwürdig und wenig erfolgreich.
... Meisterschaft wegschnappte ...
Sammer tönt ja schon an seinem ersten Tag so, als wäre er
schon immer in München gewesen.
Davon, dass der BVB den Bayern quasi im Vorbeigehen, aus Versehen,
überraschend .... die Meisterschaft weggeschnappt hätte, kann
wohl kaum die Rede sein.
Eine ellenlange Serie ohne Niederlage, mehr geschossene Tore, die insg.
attraktivere Spielanlage, das sind keine Versehen. Das heimliche
Zugeständnis aus München, dass es ein Fehler gewesen sei Klopp
nicht geholt zu haben, ist da wohl deutlicher.
Heynckes wird es noch bereuen, dass man Sammer verpflichtet hat. Und
dass mit Guardiola jetzt schon geliebäugelt wird, sollte das beste
Zeichen dafür sein, dass selbiger nicht kommt, Heynckes aber
trotzdem früher geht, Rummenigges Beteuerungen zum Trotz. Dann
macht es Sammer eben so lange selber.
Hätte er sonst beim FC Hollywood angeheuert?
Sammer auf dem Trainerposten...
...wäre doch der Ausdruck von Versagen schlechthin. So wie ich es
verstanden habe, soll Matthias Sammer bei den Bayern (wieder mal!)
Strukturen schaffen und erst im Erfolgsfall selber Struktur werden. Wenn
er auf dem Trainerstuhl landete, wäre er in der
Königsdisziplin eines Sportdirektors gescheitert. In diese Richtung
braucht man gar nicht mehr weiter zu spekulieren, sonst landete man ja
direkt beim Putin-Trick.
Fragen könnte man sich vielleicht, warum die Bayern immer wieder
Anläufe nehmen, neue Strukturen zu schaffen, wo doch im Verein,
wenn es hart auf hart kommt, sowieso nur Uli Hoeness und Karl-Heinz
Rummenigge entscheiden, wo's lang geht. Aber das ist wohl eine
bayrische Eigenart wie das Schneideverbot bei den Weisswürsten.
zwei entspannte Jahre zurücklehnen - Bayern gewinnt den DFB Pokal
Soweit nicht noch ein Wunder geschieht und Guardiola kommt, kann man sich in Dortmund entspannt zurücklegen. Der Trackrecord von Matthias Sammer wird in den kommenden zwei Jahren nur durch den Gewinn des DFB - Pokals aufgebessert werden.