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Rekordbilanz Bayern München auf dem Weg zur Weltmarke

Vom Ligaprimus zum „Global Player“: Die Halbjahreszahlen des FC Bayern München sind so brillant, dass Pep Guardiola weitere Weltstars folgen könnten.

© AFP Vergrößern Karl-Heinz Rummenigge: „Keine Transfers, um Beifall zu erzielen“

Davon träumen Fußballer und Finanzchefs: schon bei Halbzeit uneinholbar vorn zu liegen. Der FC Bayern hat 20 der 21 Spiele, in denen er in dieser Saison zur Halbzeit in Führung lag, gewonnen. Auch die finanzielle Halbzeitbilanz ist brillant. Wie der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bestätigte, war der Fußballklub bereits „zum 1. Januar 2013 profitabel für das laufende Geschäftsjahr“ - das vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 dauert. Das heißt, dass die bisher erzielten oder feststehenden Einnahmen aus Merchandising, Sponsoring, Tickets und TV-Rechten die Ausgaben für den Rest der Saison schon abdecken. Jeder Euro, der noch hinzukommt, etwa durch ein Weiterkommen in der Champions League oder im DFB-Pokal oder durch weitere Trikotverkäufe, geht laut Rummenigge „on top“, als Reinerlös für die Bilanz. Er erklärte sich „optimistisch“, dass der Rekordumsatz von 373 Millionen Euro aus dem vergangenen Geschäftsjahr überboten werde.

Christian Eichler Folgen:  

Mit den neuen Zahlen, die der F.A.Z. vorliegen, deutet sich die abermals beschleunigte Entwicklung des FC Bayern zu einer Weltmarke des Sports an - mit einem entsprechenden Zuwachs an Einnahmen vor allem im Merchandising, also dem Verkauf von Trikots und anderen Artikeln mit Bayern-Logo. Mit einem Erlös von 57,4 Millionen Euro hatte der Klub auf diesem Geschäftsfeld in der vergangenen Saison schon eine Steigerung von mehr als dreißig Prozent hingelegt. „In diesem Jahr laufen die Geschäfte noch besser“, so Rummenigge. Die Einnahmen im Merchandising aus dem gesamten vergangenen Geschäftsjahr hat der Klub in dieser Saison schon zur Saison-Halbzeit übertroffen, mit 57,8 Millionen Euro.

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Als besonderer Renner erwies sich das aktuelle Auswärtstrikot, dessen Optik den Bayern-Verantwortlichen bei der Präsentation durch den Ausstatter Adidas noch „ein bisschen Bauchschmerzen“ bereitet hatte. Doch die Farbe „infrared“, ein neongrelles Orange-Rot, kommt laut Rummenigge „bei jungen Leuten so gut an wie keine zuvor“ und machte dieses Auswärtstrikot mit bislang 180.000 Verkäufen zum meistgekauften der Klubgeschichte.

Im Merchandising ist deutlich größere Dynamik möglich als bei den anderen drei Finanzsäulen großer Fußballklubs, die auch bei den Bayern schon weit ausgereizt scheinen. Erstens sind das die Zuschauereinnahmen in der seit siebeneinhalb Jahren bei jedem Bayern-Spiel ausverkauften Allianz-Arena. Deren Eintrittspreise sollen laut Rummenigge auf „sozialverträglichen Niveau“ erhalten bleiben. Einen leichten Zuwachs ergab zuletzt nur der Ausbau von 69.000 auf 71.000 Plätze. Zweitens die Fernseheinnahmen, bei denen der FC Bayern anders als die spanischen oder italienischen Großklubs seinen Marktwert nicht durch Einzelvermarktung ausschöpft, sondern sich der solidarischen Gesamtvermarktung der Bundesliga fügt - wodurch sich jährlich ein Rückstand von 100 bis 120 Millionen Euro gegenüber den europäischen Umsatzriesen Real Madrid (513 Millionen Euro) und FC Barcelona (483 Millionen) ergibt. Er wird auch durch den neuen Fernsehvertrag der Bundesliga von der nächsten Saison an nicht entscheidend verringert. Drittens bleibt das Sponsoring, bei dem die Bayern seit langem führend unter den europäischen Spitzenklubs sind. Dennoch konnten sie hier ihre Einnahmen in dieser Saison noch einmal von 85 auf 95 Millionen Euro steigern.

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Veröffentlicht: 01.02.2013, 14:26 Uhr

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