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Rassismus im Fußball Keine Toleranz gegen Rechtsaußen

18.09.2006 ·  Nach den rassistischen Schmährufen beim Bundesliga-Spiel zwischen Aachen und Mönchengladbach hat der Deutsche Fußball-Bund Ermittlungen gegen beide Vereine eingeleitet.

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Nach rassistischen Schmährufen beim Bundesliga-Spiel Alemannia Aachen gegen Borussia Mönchengladbach hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ermittlungen eingeleitet. Der DFB- Kontrollausschuß will die Vorfälle untersuchen, bei denen am Samstag zunächst der Gladbacher Kahe und später neuen Erkenntnissen zufolge auch der Aachener Moses Sichone von Zuschauern beleidigt worden waren.

Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) hatte nach den Verbalattacken gegen den Brasilianer Kahe mit einer Spiel- Unterbrechung gedroht und einen Sonderbericht für den DFB angefertigt. Der Verband forderte zudem Stellungnahmen von beiden Vereinen an. Nach Auswertung aller Berichte will der DFB über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Über Absage des Länderspiels nachgedacht

In der vergangenen Woche war Zweitligist FC Hansa Rostock nach Rassismus-Rufen gegen Fußball-Nationalspieler Gerald Asamoah beim DFB-Pokalspiel der zweiten Rostocker Mannschaft gegen den FC Schalke 04 zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden. Zudem muß die Hansa-Reserve ein Oberliga-Spiel ohne Zuschauer bestreiten.

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, hatte sich nach den rassistischen Äußerungen in Rostock gegen eine mögliche Absage des Länderspiels am 7. Oktober gegen Georgien ausgesprochen. „Ganz ehrlich, zwei Sekunden lang habe ich darüber nachgedacht. Aber dann muß man auch bedenken: Wen triffst du mit dieser Entscheidung? Wir hätten viele getroffen, die mit Rechtsradikalismus nun gar nichts am Hut haben“, sagte Zwanziger in einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung.“.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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