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Ralf Rangnick im Gespräch „Wenn es normal läuft, wird der FC Bayern Meister“

06.12.2008 ·  Es war ein Spitzenspiel, das hielt, was es vorher versprach. In der Nachspielzeit hatte der FC Bayern durch Luca Toni die Nase knapp vorne. Anschließend sprach Hoffenheim-Trainer Ralf Rangnick über vergebene Matchbälle, Aufbauarbeit und die Herbstmeisterschaft.

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Es war ein Spitzenspiel, das hielt, was es versprach, darin sind sich alle einig. Am Ende machte eine kleine Hoffenheimer Ungeschicklichkeit den Unterschied und Bayern-Stürmer Luca Toni traf in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg für die Münchner. Nach der Partie sprach 1899-Trainer Ralf Rangnick über Matchbälle, Aufbauarbeit und die Herbstmeisterschaft.

Wie groß ist die Enttäuschung nach der unglücklichen Niederlage gegen Bayern München?

Am Ende mit null Punkten heimzufahren ist schon heftig. Aber insgesamt hätten wir nicht viel besser spielen können in dieser Konstellation. Ich bin relativ sicher, wenn das Spiel morgen noch mal gespielt werden würde, wäre bei unserer Mannschaft einiges an Fortschritten erkennbar.

Kann man so einfach einen Schlussstrich unter das Spiel ziehen?

Jeder, der im Stadion war, hat auch gesehen, dass wir das, was wir vor dem Spiel gesagt haben, auch umgesetzt haben. Die Mannschaft hat über 90 Minuten auf Sieg gespielt, wir hatten sowohl beim 1:0 eine Riesenchance zum 2:0 und in der 87. Minute durch Salihovic Matchball. Deswegen gibt es außer dem Ergebnis heute aus meiner Sicht nicht so viel zu kritisieren.

Kann man viel aus dieser Niederlage lernen?

Bei einem 1:1 oder einem 1:0 für uns hätten wir genauso gelernt, dazu hätten wir nicht das Tor in der Nachspielzeit gebraucht. Die Mannschaft ist 22 Jahre alt und hat hier den FC Bayern teilweise richtig, richtig gefordert. In der Phase zwischen der 45. und 65. haben wir fast im Stile eine Heimmannschaft hier gespielt.

Und wie baut man das Team nach so einem ernüchternden Spielausgang wieder auf?

So wie nach der Niederlage in Bremen und der Niederlage bei Hertha. Die Mannschaft hat gut gespielt, das habe ich ihr auch gesagt - und alles weitere machen wir völlig unaufgeregt wie schon seit zweieinhalb Jahren.

Die erfolgreiche Hinrunde ist fast vorbei, was kann man von Hoffenheim nach der Winterpause erwarten?

Jetzt spielen wir erstmal am Sonntag, da müssen wir sehen, dass wir wieder absolut ans Limit gehen, was wir heute geschafft haben. Da wollen wir versuchen, uns mit einem Heimsieg von den Fans in Mannheim zu verabschieden.

Und die Herbstmeisterschaft holen?

Das ist für uns nicht wichtig. Für uns ist wichtig, dass wir Punkte holen und dass wir Fortschritte sehen bei der Mannschaft. Und das hat man heute trotz der Niederlage wieder erkennen können.

Sehen Sie Ihr Team auf einer Augenhöhe mit den Bayern?

Es ist überhaupt nicht unser Anspruch, auf Augenhöhe mit Bayern zu sein. Unser Anspruch ist die Entwicklung der Mannschaft und da haben wir heute mit einem Altersdurchschnitt von 'Zweiundzwanzig Komma ein paar Zerquetschte' gespielt. Für uns war das heute wieder eine richtig gute Erfahrung. Wir können nicht für uns in Anspruch nehmen, die wir vor zwei Jahren noch im Grünwalder Stadion gegen die Bayern-Amateure zurecht 0:1 verloren haben, dass wir jetzt hier stehen und sagen, wir sind auf einer Augenhöhe mit Bayern München. Das ist in 30 Jahren absolut gewachsen und eine Mannschaft, die, wenn es einigermaßen normal läuft, am Ende deutscher Meister werden wird.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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