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Prasnikar wird Trainer in Cottbus Hinterm Tellerrand fündig geworden

28.09.2007 ·  Energie Cottbus hat den Slowenen Bojan Prasnikar als Nachfolger des beurlaubten Cheftrainers Petrik Sander verpflichtet. „Wir haben immer gesagt, dass wir bei der Trainersuche über den Tellerrand hinausschauen“, sagte Manager Heidrich.

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Energie Cottbus hat den früheren slowenischen Nationaltrainer Bojan Prasnikar als Nachfolger des beurlaubten Cheftrainers Petrik Sander verpflichtet. Wie der Fußball-Bundesligaverein am Freitag offiziell mitteilte, erhält der 54-Jährige einen Vertrag bis 2009. „Wir sind sehr froh, dass wir einen erfahrenen Trainer und ausgewiesenen Fachmann unter Vertrag nehmen konnten“, erklärte Energie-Präsident Ulrich Lepsch.

„Er war von Anfang an im engeren Kreis. Wir haben immer gesagt, dass wir bei der Trainersuche über den Tellerrand hinausschauen“, sagte Manager Steffen Heidrich. Allerdings war der ehemalige deutsche Nationalspieler Jürgen Kohler der eigentliche Wunschkandidat der Cottbuser gewesen. Kohler habe jedoch ohne Angaben von Gründen abgesagt, erklärte Heidrich. Nun soll Prasnikar dem Lausitzer Verein aus der Krise helfen. Energie hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel gewonnen und ist mit nur zwei Punkten Tabellenletzter. Prasnikar sollte unmittelbar nach seiner Präsentation erstmals das Training der Lausitzer leiten und die Mannschaft auf das Heimspiel am Sonntag (17.00 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag vorbereiten.

Drei Mal Nationaltrainer Sloweniens

In Slowenien gilt Bundesliga-Neuling Prasnikar als Idol und erfolgreichster Trainer des Landes. Drei Mal schon betreute er die slowenische Nationalmannschaft: Von Juni 1991 bis Dezember 1993 war er der erste Auswahltrainer seines aus dem jugoslawischen Verbund ausgetretenen Staates. Zwischen Januar und Juli 1998 fungierte er als Interimscoach die Auswahl und führte während seines dritten Engagements (2002 bis 2004) die Elf Sloweniens zum zweiten Platz in der EM-Qualifikation 2004 hinter Frankreich.

Seine Glanzzeit als Vereinstrainer erlebte Prasnikar beim NK Maribor. Zwischen 1996 und 2000 führte er den Club zu vier Meisterschaften in Folge, nachdem er sich auch mit Olimpija Ljubljana zwei Meistertitel erkämpft hatte. Unter seiner Regie qualifizierte sich Maribor sogar erstmals in der slowenischen Fußball-Geschichte für die Gruppenphase der Champions League. Zuletzt war Bojan Prasnikar beim Tabellensechsten NK Primorje Ajdovscina tätig, der ihn auf Grund einer Ausstiegsklausel aus seinem laufenden Vertrag freigab.

Kader nur bedingt bundesligatauglich

Prasnikar war schon als Spieler in seiner Heimat ein Star. Für NK Smartno und Olimpija Ljubljana schoss er insgesamt 136 Tore und durfte sich mehrfach als Torschützenkönig der ersten slowenischen Liga feiern lassen, die damals noch Bestandteil des jugoslawischen Fußball-Verbandes war. Seine aktive Laufbahn beendete er 1983 in Österreich beim SVG Bleiburg.

In Cottbus erwartet den slowenischen Erfolgscoach nun eine ganz schwierige Aufgabe. Energie ist in dieser Saison noch ohne Pflichtspielsieg, der Kader scheint nach den Abgängen der Führungsspieler Sergiu Radu, Vlad Munteanu (beide VfL Wolfsburg) und Kevin McKenna (1. FC Köln) nur bedingt bundesligatauglich. Die Fans hatten daher der Vereinsführung schon lautstark ihren Unmut kundgetan und Petrik Sander bis zum Schluss die Treue gehalten. Spätestens das 0:5-Debakel unter Interimstrainer Heiko Weber bei Bayern München - die zweithöchste Niederlage der Cottbuser in ihrer Bundesliga-Historie - hatten die Misere offen zu Tage gefördert.

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