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Philipp Lahm im Gespräch : „Die Verfolger müssen wissen: Gegen uns ist nix mehr zu holen“

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Münchner Geschichten: Lahm verkörpert Anspruch, Selbstverständnis und dauerhaften Erfolg der Bayern Bild: dpa

Der Kopf der Münchner spricht vor dem Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga über die Dominanz der Bayern, zur bevorstehenden WM in Brasilien, seine Rolle als Kapitän und das Coming-out von Thomas Hitzlsperger.

          Vor dem Start der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga verlangt Philipp Lahm, der Kapitän des FC Bayern, von seinen Mitspielern ein frühes Zeichen der Stärke. Die Münchner bestreiten an diesem Freitag die Auftaktpartie beim Tabellendritten Borussia Mönchengladbach. Lahm, der Kapitän des Tabellenführers sagt in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe oder an diesem Donnerstag ab 20 Uhr im e-Paper): „Es ist wichtig, der Konkurrenz von Anfang an zu zeigen: Wir lassen nichts anbrennen. Wir wollen gleich wieder für klare Verhältnisse sorgen. Damit die Verfolger von Anfang an wissen: Gegen die Bayern ist in diesem Jahr nix mehr zu holen.“

          Die Münchner haben sieben Punkte Vorsprung auf den Zweiten Bayer Leverkusen, durch einen Sieg im Nachholspiel gegen den VfB Stuttgart können daraus noch zehn Punkte werden. Trotzdem warnt Lahm vor zu großer Zufriedenheit. „Wir haben den Titel noch lange nicht wieder gewonnen“, sagt er. „Wir haben nicht immer souverän gespielt. In der Hinrunde haben wir uns manches wacklige Spiel mit plötzlichen Schwächephasen geleistet. Diese Unkonzentriertheiten müssen wir in den Griff bekommen.“

          Lahm äußert sich in der F.A.Z. auch zur bevorstehenden WM in Brasilien, seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung als Kapitän der Nationalmannschaft und zum Coming Out seines früheren Mitspielers Thomas Hitzlsperger, der kürzlich seine Homosexualität öffentlich gemacht hat. “Homosexuelle sind immer noch eine Minderheit, er setzt sich für sie ein. Dafür meinen großen Respekt“, sagte Lahm. „Ich war immer schon tolerant. Ich habe zum Beispiel einmal einem Homosexuellen-Magazin ein Interview gegeben. Für mich ist es völlig privat, wen jemand liebt, zu wem er sich hingezogen fühlt. Und ob sich jemand outet oder nicht outet.“

          Von Normalität auf diesem Gebiet könne allerdings keine Rede sein. „Wenn ich sehe, wie groß und wie lange das Thema in den Medien war, dann muss ich sagen: Es ist anscheinend noch nicht normal. In den deutschen Medien ging es noch Tage und Wochen weiter. Also sind wir anscheinend doch noch nicht so weit, das als normal zu betrachten.“

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