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Nach angeblicher Verabredung zu Ausschreitungen FCK sagt Spiel ab - aus Angst vor Randale

 ·  Der Zweitligaverein 1. FC Kaiserslautern hat ein für den 2. August geplantes Spiel gegen Eintracht Frankfurt aus Sicherheitsgründen abgesagt - und sorgt damit für Irritationen bei der Polizei und beim Eintracht-Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen.

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Aus Angst vor Ausschreitungen verfeindeter Fangruppen ist am Freitag ein geplantes Privatspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und der Eintracht abgesagt worden. Die Fußballpartie hätte im Rahmen der Saionvorbereitung beider Vereine am Samstag, 2. August, auf dem Betzenberg stattfinden sollen.

Der Pfälzer Zweitligaklub gab in einer Mitteilung bekannt, dass „aus Sicherheitsgründen“ die Begegnung nicht ausgetragen werde. Anhänger beider Seiten, die seit Jahren ihre Abneigung pflegen, sollen sich im Internet zur Randale verabredet haben, hieß es.

Polizei in Kaiserslautern widerspricht dem Verein

Die Pressestelle des 1. FC Kaiserslautern teilte mit, dass „man der Empfehlung der Sicherheitskräfte nachkomme“. Das Polizeipräsidium Kaiserslautern erklärte dazu, „dass diese Formulierung so nicht richtig“ sei, der FCK sei vielmehr aufgefordert worden, klarzustellen, warum die Partie tatsächlich abgesagt wurde. Die Beamten seien zweifelsohne in der Lage gewesen, „bei Bedarf den Ablauf des Spiels und die Besucher zu schützen“, sagte ein Sprecher.

Stefan Kuntz, der Vorstandsvorsitzende der Lauterer, sprach gegenüber dieser Zeitung von einer Entscheidung, die „schweren Herzens“ getroffen wurde: „Wir haben das doch nicht aus Jux und Dollerei gemacht, sondern weil wir eindringlich von der Polizei in Kaiserslautern und in Frankfurt gewarnt wurden.“ Heribert Bruchhagen, sein Pendant bei der Eintracht, zeigte sich im Trainingslager im Zillertal in Österreich enttäuscht über die Sinnesänderung des vor Wochen ausgesuchten Gegners.

Eintracht-Vorstand Bruchhagen: „Einiges nicht schlüssig“

„Ich hätte mir auch gewünscht, dass mir Herr Kuntz kurz die Beweggründe persönlich darlegt“, sagte Bruchhagen, der stattdessen am Morgen von Journalisten informiert wurde, „mir scheint einiges nicht ganz schlüssig.“ Es sei nun schwierig, der Absicht von Trainer Friedhelm Funkel, der unter allen Umständen vor dem Start in die neue Runde mit einem Zweitligateam die Kräfte messen möchte, nachzukommen.

Vor zwei Wochen hatte die Eintracht das Ansinnen des Stadtrivalen FSV Frankfurt nach einem Spiel in aller Freundschaft abgelehnt – möglicherweise bietet sich dem Zweitliga-Aufsteiger jetzt aber kurzfristig eine neue Chance.

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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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