21.10.2008 · Ein zweifacher Einstieg Rupert Murdochs in die Fernsehrechte der Bundesliga scheint kartellrechtlich zwar unmöglich - trotzdem soll der Medienmagnat für beide Teile bieten wollen. Auch der amerikanische Sportsender ESPN zeigt Interesse. Der Verlierer wäre die ARD.
Selbst ins Reich der „Spekulationen“ gerückt hat die „Süddeutsche“ ihre Meldung, der Medienmagnat Rupert Murdoch wolle auf die Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga für beide Teile bieten: für das frei empfangbare und für das Bezahlfernsehen. Es lassen sich dafür allerdings keinerlei Anzeichen entdecken - aus dem Umfeld sowohl des Bezahlsenders Premiere, an dem Murdoch beteiligt ist, als auch von Pro Sieben Sat.1, war vorderhand glaubhaft zu hören, man wisse von rein gar nichts. Ein zweifacher Einstieg Murdochs ins Rechtegeschäft scheint im Grunde auch unmöglich - wohl aufs Neue würde dann das Bundeskartellamt intervenieren und die Deutsche Fußball Liga (DFL) ein zweites Mal in Schwierigkeiten bringen.
Durchaus anders könnte der Fall beim amerikanischen Sportsender ESPN liegen, dem ebenfalls Kaufinteresse nachgesagt wird. Von Managern aus der Fernsehbranche wird jedenfalls bestätigt, dass Vertreter der Amerikaner schon vorstellig geworden seien, um ihre Pläne zu erläutern. ESPN gehört zu achtzig Prozent dem Disney-Konzern, jetzt soll ein deutscher Ableger von ESPN entstehen.
ARD: „Beim Mitbieten gibt es eine Endlichkeit“
Ein möglicher Komplementäreinstieg ins Rechtegeschäft der Bundesliga von Murdochs News Corp. und von ESPN könnte zwei Verlierer zeugen: die ARD und deren samstägliche „Sportschau“. Er sei sich im Klaren, zitiert der Sport-Informationsdienst den ARD-Vorsitzenden Fritz Raff, „dass gerade der Sportrechtewettbewerb für die Öffentlich-Rechtlichen schwierig werden wird“, denn es gebe eine „Endlichkeit beim Mitbieten“. Die ARD zahlt für die Bundesliga bislang 97 Millionen Euro pro Jahr.
Die DFL jedenfalls will in der übernächsten Woche mit der neuen Ausschreibung der Rechte von der Saison 2009/2010 an beginnen und das Verfahren bis Anfang Dezember abgeschlossen haben. Bis reale und mit den Kriterien des Kartellamtes kompatible Angebote vorliegen, wird, das ist sicher, weiter vermutet werden - und gewiss kommen in den nächsten Tagen zumindest gerüchteweise auch noch andere Potential-Player ins Spiel. Irgendwann aber wird auch dieser Dauerreigen der Spekukation enden. Darauf darf man sich freuen.
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |