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Veröffentlicht: 11.02.2016, 22:25 Uhr

Harald Strutz Mainz bestätigt Honorar

Nach Diskussionen legt Mainz 05 nun die Zahlen der Vergütung des ehrenamtlichen Präsidenten Harald Strutz offen. Der Klub hält die monatlichen Einkünfte in Höhe von 23.000 Euro für „zulässig und angemessen“.

von , Mainz
© dpa Präsident Harald Strutz erhält eine Aufwandsentschädigung sowie ein Honorar für juristische Beratung des Vereins.

Erst mehr als eine Woche nach Anfragen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezüglich der Vergütung des ehrenamtlichen Präsidenten Harald Strutz hat der Fußball-Bundesligaklub FSV Mainz 05 am Donnerstagnachmittag eine Erklärung auf der Klub-Homepage veröffentlicht, in der sich der Vorstand auf eine selbst in Auftrag gegebene Prüfung durch die Kanzlei Taylor Wessing beruft. In einer durch den Vereinsvorstand formulierten Zusammenfassung des Kurzgutachtens der Frankfurter Wirtschaftskanzlei heißt es, dass die monatlichen Einkünfte von Strutz in Höhe von 23.000 Euro zulässig seien. Strutz erhält demnach 9000 Euro pro Monat als Aufwandsentschädigung, die anderen sieben Vorstände bekommen 2000 Euro.

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Strutz, der Einkommensausfall beansprucht, da er seit einigen Jahren seine Tätigkeit als Anwalt zugunsten des Präsidentenamts nahezu vollkommen aufgegeben habe, hatte hierfür gegenüber Taylor Wessing seine persönliche Einkommensentwicklung offengelegt. Zudem werden Strutz für die juristische Beratung seines eigenen Vereins monatlich 14000 Euro überwiesen. „Das vereinbarte Honorar ist zulässig, angemessen und mit hoher Wahrscheinlichkeit niedriger als der marktübliche Preis“, heißt es mit den Worten des Mainzer Vorstands. Der Verein gab indes nicht an, wie sich die Beratungsleistung konkret gestaltet. Die Tätigkeiten in den Präsidien von DFL und DFB sowie als Justitiar des Landessportbunds Rheinland-Pfalz spielten für die juristische Bewertung keine Rolle.

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Das Kurzgutachten bestätigt also die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geäußerte Vermutung der Compliance-Expertin Sylvia Schenk, dass die Vergütung formaljuristisch korrekt sei. Es bleibt indes der fade Beigeschmack, dass der Vorstand wechselseitig ohne Kontrolle durch ein Aufsichtsgremium über die Ansprüche und die Vergabe eines Beraterauftrags an einen Vorstandskollegen bestimmt hat. „Das bisherige Vorgehen mag satzungsgemäß gewesen sein, aktuelle Anforderungen an Transparenz und Verantwortlichkeit erfüllte es nicht“, sagt Sylvia Schenk nun.

Der Vorstand räumt in seiner Erklärung Missstände ein und verweist auf Pläne einer Reform der Vereinsstruktur, die auch ein Kontrollgremium vorsähen. Eine solche Struktur empfiehlt die DFL seit Jahren, Mainz 05 verzichtete als bislang einziger Bundesligaklub. Auch deshalb landete der Klub in einer jüngst abgeschlossenen Analyse der Hamburg School of Business Administration bezüglich guter Unternehmensführung bei Bundesligavereinen weit hinten. Mainz 05 belegte den 17. Rang.

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Sportlich stehen die Rheinhessen als Tabellensiebter deutlich besser da. Und vielleicht sollte der Vorstand von Mainz 05 einmal geschlossen an einer Übungseinheit bei Trainer Martin Schmidt teilnehmen. Denn bei Schmidt steht derzeit vor allem offensives Verteidigen auf dem Lehrplan. „Wir haben schon in den vergangenen Spielen mit vielen Balleroberungen in des Gegners Hälfte geglänzt“, sagte der 48 Jahre alte Schweizer vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 an diesem Freitag (20.30 Uhr).

Quelle: F.A.Z.

 

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