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2:5 gegen Hoffenheim : Leipzig durchgeschüttelt und durchgerührt

Es ist angerührt: Serge Gnabry freut sich über sein Tor gegen Leipzig Bild: Reuters

Rangnicks früheres Projekt zeigt Rangnicks aktuellem Projekt die Grenzen auf: Hoffenheim gewinnt in Leipzig hoch überlegen und beschert RB eine bittere Heimniederlage.

          Vor der Partie war eins gewiss: Nur der Sieger würde eine realistische Chance haben, die Champions League noch zu erreichen. Oder, um es mit den Worten des Leipziger Trainers Ralph Hasenhüttl zu sagen: „Der, der heute gewinnt, ist dick im Geschäft.“ Schon zur Halbzeit war bei diesem Spitzenspiel klar, wer der große Gewinner an diesem Tag beim spektakulären 5:2-Sieg der TSG Hoffenheim bei RB Leipzig sein würde. Die Mannschaft von Trainer Nagelmann führte bereits zur Pause nach Toren von Mark Uth (14.Minute), Serge Gnabry (35.) und Pavel Kaderabek (45.) 3:0 – auch wenn Leipzig über eine halbe Stunde das bessere und aktivere Team war.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Die schwache Leipziger Hoffnung auf eine Aufholjagd nach der Pause machte aber eine Rote Karte gegen Forsberg umgehend zunichte (47.). Naby Keita (59.) brachte Leipzig dann trotzdem noch einmal heran, aber in derselben Minute stellte Uth mit seinem zweiten Tor den alten Abstand wieder her, ehe Lukas Rupp (65.) sogar das 5:1 erzielte. Der letzte Leipziger Treffer durch Upamecano (88.) änderte nichts mehr am triumphalen Erfolg der Hoffenheimer, die der Champions League nun wieder ganz nahe gekommen sind. Leipzig wurde nach der 1:4-Niederlage im letzten Heimspiel gegen Leverkusen aber auch bei der bitteren Pleite gegen die TSG von seinen Fans unablässig unterstützt. Als Tabellenfünfter hat der Vorjahreszweite immerhin noch gute Chancen, sich in den letzten drei Saisonspielen wenigstens für die Europa League zu qualifizieren zu können.

          Leipziger verlieren Mut

          Tatsächlich fiel die Niederlage deutlich heftiger aus, als es zunächst den Anschein hatte. Die Sachsen wirkten von Beginn an körperlich und geistig wieder frischer als zuletzt. Sie dominierten die Partie mit druckvollem Spiel im Mittelfeld. Aber sie versäumten es, daraus die Führung zu machen. In der 11.Minute hatte Forsberg mit einem Pass in die Tiefe die Hoffenheimer Defensive geschickt ausgehebelt, Lukas Klostermann hatte auf der rechten Seite freie Bahn, aber mit einem unpräzisen Pass schaffte es nicht, den in zentraler Position stehenden und einschussbereiten Timo Werner zu erreichen.

          Die große Chance war dahin – und drei Minuten später halfen die Leipziger Hoffenheim dann auch noch bei der Führung. Torwart Peter Gulasci bekam einen harmlosen Schuss von Nico Schulz nicht zu fassen – und warf ihn Mark Uth vor die Füße, der den Ball aus ein, zwei Metern zum 0:1 über die Linie drückte. Leipzig ließ sich vom Rückstand zunächst nicht beeindrucken, kam mit einem Heber von Ademola Lookman bald zu einer guten Chance (27.) und beherrschte das Spiel – bis Kapitän Orban bei einem Zweikampf mit Uth tief in der eigenen Hälfte ins Stolpern geriet. Nach der folgenden Rettungsgrätsche von Stefan Ilsanker fiel der Ball genau vor Gnabrys Füße, der sich diese Chance allein vor Gulasci nicht entgehen ließ.

          Bundesliga

          Mit dem 0:2 nach den beiden individuellen Fehlern von Torwart und Kapitän sank den Leipzigern der Mut. Hoffenheim wurde immer selbstbewusster – und setzte die Demontage der Leipziger schnell und kühl fort. Das 0:3 in der Schlussminute der ersten Halbzeit durch einen herrlichen Treffer von Kaderabek nach Flanke von Uth war schon keine Überraschung mehr.

          Nach der Pause wurde das letzte Aufbäumen der Leipziger schnell gebremst. Die Rote Karte für Emil Forsberg, der nach Florian Grillitsch schlug, der ihn zuvor mehrfach versuchte festzuhalten, machte alle Leipziger Hoffnungen zunichte (47.). Die Leipziger protestierten heftig gegen diese Entscheidung, die aber vertretbar war. Sie gaben sich auch in Unterzahl nicht endgültig auf – und belohnten sich mit dem Treffer von Keita zum 1:3 (59.). Aber unmittelbar danach machten Uth (59.) mit seinem zweiten Treffer und Rupp mit dem 5:1 die TSG Hoffenheim endgültig zur Mannschaft der Stunde in der Bundesliga. Der letzte Treffer des Tages durch Upamecano (88.) änderte daran nichts mehr.

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