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Kampf gegen Doping Mehr Trainingskontrollen im deutschen Fußball

25.07.2007 ·  In Deutschland müssen sich die Fußballer künftig auf verstärkte Dopingkontrollen einstellen. Der DFB wird in Zusammenarbeit mit der Nada und der DFL ein Konzept für Trainingskontrollen entwickeln.

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Die Fußballprofis in Deutschland müssen sich auf verschärfte Doping-Kontrollen einstellen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird in Zusammenarbeit mit der Nationalen Anti- Doping-Agentur (Nada) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Konzept für Trainingskontrollen entwickeln. Diese sollen erheblich ausgeweitet werden. Das gab der DFB nach seinem ersten Anti-Doping-Seminar am Mittwoch in Stuttgart bekannt. Dort berieten sich 50 Ärzte der Nationalmannschaften und der Vereine. Prof. Wilfried Kindermann, Chefarzt der deutschen Olympiamannschaft, warnte davor, den Eindruck zu erwecken, dass im Fußball flächendeckend gedopt werde (Siehe auch: Doping: Die Unschuldslämmer im Fußball sind längst entlarvt).

Der DFB hat nach eigenen Angaben im Jahr 2006 insgesamt 886 Wettkampfkontrollen durchgeführt und dafür etwa 250.000 Euro ausgegeben. Dem gegenüber stehen allerdings nur 87 unangemeldete Trainingskontrollen. Dies hatte der Heidelberger Doping-Experte Werner Franke kürzlich als „lächerlich“ bezeichnet. Der DFB verweist jedoch auf die Gesamtzahl von 973 Urinabgaben. Dies werde nur vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) mit insgesamt 1326 Trainings- und Wettkampfkontrollen übertroffen.

„Nicht selbstzufrieden zurücklehnen“

Die Mediziner in Stuttgart forderten eindringlich alle in Deutschland aktiven Fußballspielerinnen und -spieler auf, die Initiativen zur Dopingbekämpfung und vor allem die Kontrollmaßnahmen zu unterstützen. Zudem beschlossen sie, dass künftig zu Saisonbeginn die Mannschaften aus den 15 Spielklassen, in denen kontrolliert wird, von einem DFB-Doping-Kontrollarzt besucht werden. Dabei sollen alle Spieler und Trainer über alle Eckdaten informiert werden.

Seit Einführung der Kontrollen im deutschen Fußball 1988 hat es nach Informationen des DFB 16 positive Proben gegeben, die im Wesentlichen auf leichtfertigen Medikamentenmissbrauch zurückzuführen waren. „Der Fußball darf sich deshalb aber nicht selbstzufrieden zurücklehnen, weil auch er keine dopingfreie Zone ist“, sagte der frühere Nationalmannschaftsarzt und heutige Institutsleiter der Universität Saarland in Saarbrücken, Kindermann. Damit es keine Dopingfälle durch kontaminierte Nahrungsergänzungsmittel gibt, wird Tim Meyer, der Arzt der Fußball-Nationalmannschaft eine Aufklärungsbroschüre für alle Bundesliga-Vereine erstellen.

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