08.03.2010 · Seit Ende seines missglückten Ausflugs nach Valencia steht Timo Hildebrand bei 1899 Hoffenheim im Tor. Allerdings überzeugt die TSG seitdem nur selten. Der Fußball-Torwart über spanische Sonne, die deutsche Nationalelf und die „Goldene Ananas.“
Im Mai 2007 wurde Timo Hildebrand mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister. Der Versuch, anschließend beim FC Valencia in der Primera División Fuß zu fassen, scheiterte: Der Torhüter saß zum Schluss sogar auf der Tribüne. Im Januar 2009 wechselte Hildebrand zu 1899 Hoffenheim. Der Aufsteiger war gerade Herbstmeister geworden, konnte die gute Form aber in der Rückrunde und auch in der aktuellen Spielzeit nur selten bestätigen. Der Fußball-Torwart über spanische Sonne, die deutsche Nationalelf und die „Goldene Ananas.“
0:1 gegen die auswärtsschwachen Mainzer: Wieso hat es Hoffenheim am Sonntag nicht geschafft, an die Leistung der vergangenen Woche anzuknüpfen?
Letzten Samstag in Berlin haben wir so gespielt wie Mainz diesmal: Sie haben gut verteidigt und vorne ein Tor gemacht. Das Spiel hätte genauso gut auch 0:0 ausgehen können. Beide Teams hatten kaum Chancen.
Nach 25 Spieltagen steht Hoffenheim auf Platz 11. Mit welchen Zielen geht die Mannschaft in die nächsten Spiele?
Die Vereine, die vor uns stehen, überzeugen und spielen konstant. Stuttgart zum Beispiel hat in der Rückrunde erst ein Spiel verloren. Von Abstiegsangst müssen wir aber auch nicht sprechen, dafür stehen wir in der Tabelle zu gut da. Und ich bin mir sicher, dass wir noch ein paar Punkte sammeln.
Spielt die TSG in dieser Saison also im Niemandsland der Tabelle um die „Goldene Ananas“?
Wir haben ja noch neun Spiele vor uns. Vielleicht würde es uns gut tun, wenn wir sagen: Wir spielen einfach drauf los, um den Kopf freizukriegen. Im Moment klappt eben viel nicht, was früher einmal funktioniert hat.
Früher, in der Hinrunde der vergangenen Saison, begeisterte der Aufsteiger Hoffenheim die Liga mit unbekümmertem Offensivfußball. Was hat sich seitdem geändert?
Diese Wunder-Hinrunde ist schon lange her. Von außen werden wir vielleicht noch daran gemessen. Wer das aber innerhalb der Mannschaft noch im Kopf trägt, muss jetzt schnell umschalten. Im Moment spielen wir jedenfalls nicht so, dass es Spaß macht.
Bereuen Sie ab und zu, dass Sie sich dem Konkurrenzkampf in Valencia nicht noch ein bisschen länger gestellt haben?
Wieso? Weil in Spanien die Sonne scheint? Valencia war eine schwierige Zeit für mich. Aber was soll ich machen, wenn der Trainer mich nicht mehr haben will? Mir wäre es auch lieber, wir wären hier in Hoffenheim erfolgreicher.
Der Wechsel zurück nach Deutschland war auch ein Versuch, sich bei der Nationalmannschaft wieder ins Gespräch zu bringen. In Bezug auf die WM in Südafrika fiel Ihr Name nicht. Ist der DFB-Zug abgefahren?
Ich habe keinen Kontakt zum DFB und es meldet sich auch niemand bei mir. Ich habe nicht einmal das Länderspiel in der vergangenen Woche gesehen.