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Huntelaar soll kommen Stuttgart rollt den roten Teppich aus

11.07.2009 ·  Der VfB Stuttgart hat Demba Ba von der Kandidatenliste gestrichen, Klaas-Jan Huntelaar heißt der Favorit. In Form einer Stammplatz-Garantie rollen die Schwaben dem Niederländer den roten Teppich aus. Doch der Stürmer zögert.

Von Oliver Trust, Stuttgart
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Die Nachrichtenlage beim Fußball-Bundesligaklub VfB Stuttgart, der sich auf der Suche nach einem Stürmer befindet, bietet Hoffnungen und Fakten gleichermaßen: Klaas-Jan Huntelaar soll kommen, Demba Ba wurde von der Kandidatenliste gestrichen. Die Aufgaben bei den Schwaben waren dabei streng verteilt. Während Manager Horst Heldt und Teamchef Markus Babbel dem Konkurrenten 1899 Hoffenheim in Sachen Ba die Absage übermittelten, legte Sportdirektor Jochen Schneider dem Berater des niederländischen Nationalspielers Huntelaar, Arnold Oosterveer, ein konkretes Angebot vor.

Mit Huntelaars derzeitigem Klub Real Madrid hatte er sich bereits am Montag auf eine eventuelle Transfersumme von 18 Millionen Euro plus Nachzahlung von zwei Millionen im Falle der Qualifikation für die Champions League geeinigt. Nun liegt es an Huntelaar, sich zu entscheiden.

Stuttgart rollt den roten Teppich aus

Die Stuttgarter sind bereit für den „teuersten Transfer der Vereinsgeschichte“, wie Heldt sagte, sind bereit, bis an ihre Grenzen zu gehen. In Form einer Stammplatz-Garantie rollen sie Huntelaar einen roten Teppich aus. Das scheint für den Niederländer, der für 27 Millionen von Ajax Amsterdam geholt wurde und bei Real einen Vertrag bis 2013 hat, ein überzeugendes Argument.

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2010 und den niederländischen Nationaltrainer Bert van Marwijk muss Huntelaar sich auf dem Rasen präsentieren. In Madrid saß er oft auf der Bank und wird, das hat man ihm in der spanischen Hauptstadt unmissverständlich klar gemacht, auch kommende Saison meist dort sitzen. Deshalb favorisiert Huntelaar einen Klub ohne Superstars, an denen er nicht vorbeikommt.

Huntelaar will ein Hintertürchen

Nun wird über Ausstiegsklauseln verhandelt, die ihm nach einer gewissen Zeit einen Wechsel aus Stuttgart zu einem namhaften Klub erlauben würden. Huntelaar will sich ein Hintertürchen für die Zukunft offen lassen. Und es wird über Geld gesprochen. Die Stuttgarter können ein Nettogehalt von rund vier Millionen Euro wie in Madrid nicht bezahlen. „Das ist kein Deal, bei dem man mal eben drei Millionen irgendwohin wirft. Wir werden die Lücke, die Mario Gomez hinterlässt, entsprechend schließen und einen guten Mann nach Stuttgart holen“, sagte Heldt am Freitag.

Bis Donnerstag war der Hoffenheimer Demba Ba für den Posten des Gomez-Nachfolgers vorgesehen. Ba hatte einen Dreijahresvertrag ausgehandelt, 1899 Hoffenheim ein rund 15 Millionen Euro schweres Transferpaket geschnürt. Bei diversen medizinischen Checks aber stellte sich heraus, dass eine Wunde am Bein Bas nicht wie gewünscht verheilte, weil der 24-jährige Senegalese einen dreiwöchigen Urlaub in den Vereinigten Staaten vorgezogen hatte anstatt sich um seine Gesundheit zu kümmern.

„Ba will immer noch zu uns“

In Hoffenheim muss man sich nun mit der heiklen Aufgabe herumschlagen, Ba wieder in den Kader einzugliedern. „Das ist möglich“, sagte Manager Schindelmeiser, „aber nicht einfach. Da muss er durch, das hat er sich selbst eingebrockt.“ Jetzt sei die Tür für einen Wechsel „endgültig zu“.

In Stuttgart spielt Ba vorerst keine Rolle mehr. „Am Ende schien uns das Risiko zu groß, einen Spieler für so viel Geld zu verpflichten, der uns im August in der Champions-League-Qualifikation nicht weiterhelfen kann, weil er verletzt ist“, sagte Heldt, der Schindelmeiser von der VfB-Entscheidung in Kenntnis setzte, während Babbel Ba informierte. „Ba will immer noch zu uns“, sagte Heldt, „aber Hoffenheim wollte eine Entscheidung.“ Auf die warten nun die Stuttgarter im Fall von Klaas-Jan Huntelaar.

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