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Hannover 96 Ultimatum für Taktierer Slomka

 ·  Mirko Slomka zögert weiter mit einer Vertragsverlängerung in Hannover. Der Klub drängt seinen Trainer nun zu einer Entscheidung vor Weihnachten. Spekuliert Slomka auf einen Job in Wolfsburg oder München?

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© dpa Vergrößern Alles top? Slomka hat die Trümpfe in der Hand

Seine Mannschaft ließ er vehement auf Sieg spielen. Von 0:2 auf 4:2: Mit vier Treffern nach der Pause wendete Hannover 96 am Sonntagabend, vorangetrieben durch eine Reihe taktischer und personeller Veränderungen, das Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart.

In eigener Sache aber setzt der Trainer und Fußballstratege Mirko Slomka derzeit auf Unentschieden und hält damit die Klubführung um Präsident Martin Kind und Manager Jörg Schmadtke hin. Nun aber drängen diese beiden Slomka zu einer Entscheidung, da sie dessen Zögern und Abwarten bei den Gesprächen um eine Verlängerung seines Vertrages über 2013 hinaus nicht mehr lange hinnehmen wollen. Schmadtke empfindet Slomkas Zeitspiel als „sehr schlecht“, und Kind setzte im Einvernehmen mit dem Kollegen Geschäftsführer ein Zeichen.

Slomka wägt Optionen ab

Er setzte die Gespräche mit dem nicht nur in Hannover umworbenen Slomka bis zum Ende der Hinrunde am 16. Dezember aus. Danach soll sich der Trainer bis spätestens 20. Dezember entscheiden, ob er seine erfolgreiche Arbeit bei 96 fortsetzen will oder nicht. Zugleich plant der Klub ab sofort zweigleisig: Er will Vertragsverlängerungen mit einigen seiner Spieler von der Personalie Slomka abkoppeln und sich notfalls auch schon mal nach anderen Trainerkandidaten umschauen.

Das Vereinsultimatum macht deutlich, wie schwer sich beide Seiten damit tun, ihre Interessen miteinander in Einklang zu bringen. Slomka und sein Berater Harun Arslan wägen ihre Optionen und scheinen offen für andere Angebote, etwa aus Wolfsburg, wo der VfL nach dem Abgang von Felix Magath auf der Suche nach einem neuen Trainer ist, oder aus München, wo der FC Bayern auch schon mal über den Hannoveraner als potentiellen neuen Coach nachgedacht haben soll, falls es Jupp Heynckes im Sommer 2013 wieder in den Ruhestand zöge.

Wie angespannt das interne Klima bei Hannover 96 ist, zeigt auch die unterschiedliche Einschätzung der Gespräche, die beide Seiten nach dem jetzigen Stand der Dinge signalisieren. Während Kind gegenüber dem „Kicker“ von einem nahezu endverhandelten Vertragswerk sprach, sieht Slomka weiterhin Klärungsbedarf in wichtigen Punkten wie zum Beispiel der Mannschaftsplanung für die kommende Spielzeit. „Es ist kein unterschriftsreifer Vertrag vorhanden“, sagte er am Sonntag gegenüber dem Fernsehsender Sky, „es ist nicht so, dass wir einen Vertrag zusammengestellt haben, der beide Seiten befriedigt.“

Da aber sowohl Kind und Schmadtke als auch Slomka in dem Ruf stehen, äußerst nervenstark zu sein, muss die derzeitig angespannte Situation noch nicht das bevorstehende Ende der sportlich seit langem gedeihlichen Zusammenarbeit bedeuten. Slomka kennt seinen Marktwert, aber auch die Macher im Hintergrund gelten als äußerst kompetent und professionell. Somit geht die hannoversche Hängepartie beim Spielstand von 0:0 in die nächste Runde.

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