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Greuther Fürth Es war einmal ein Held

 ·  Mike Büskens muss in Fürth gehen und einem Unbekannten weichen, weil Präsident Helmut Hack sein Lebenswerk bedroht sieht. Der historische Erfolg des Trainers zählt nicht mehr.

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 22.02.2013 09:36 Uhr

Entweder der Hack hat keinen Blick für die Realität oder die meisten der Fußballfans

Greuther Fürth hat einen schlechten Kader, zu schlecht für die erste Liga. Da hilft auch ein Heynkes nicht! Das Stadion ist viel zu klein für das Vorhaben "längerfristig in BL 1 spielen". Das bedeutet daß auch zu wenig Geld in die Kasse gespült wird. Greuther Fürth hätte einfach das Abenteuer BL 1 ganz locker angehen sollen mit dem Bewußtsein, daß es nur ein kurzer Abstecher sein wird. Parallel dann planen für die Liga 2 mit Zielrichtung zurück in BL1 in 2-3 Jahren. Erzwingen hilft nichts. Das ist das LOS der kleinen Vereine. Dennoch war es ein riesen Erfolg in die BL1 aufzusteigen, das sollten die Fans der GF und auch die Herren um Hack nie vergessen. Ich drücke dem Club die Daumen, daß die Zukunft irgendwann wieder diesen kleinen Club unter besseren Vorbedingungen in die BL1 spült.

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Mad B.
Mad B. (Mad1711) - 21.02.2013 21:12 Uhr

Aufstiegstrainer

Das ist eben leider das Los eines fast jeden Aufstiegstrainers, wenn er mit einem kleinen
Verein aufsteigt. Eben nochgefeierter Held, dann mit einer Trümmertruppe am Ende der
Erstligatabelle und schon arbeitslos. Für manche Trainer ist es warscheinlich besser
10 x Tabellenvierter der 2. Liga zu werden als 1 x aufzusteigen. Trümmertruppen steigen mit
welchem Trainer auch immer sowiso ab. Hoffendlich trainiert MB bald
S 04.

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Christoph Schön

Bei aller Dankbarkeit: Schritt war notwendig!

Unabhängig von der desolaten Kaderplanung und den eigenwilligen Personalentscheidungen rund um Hack:
In einer solchen Situation ist eine Trainerentlassung meiner Meinung nach unausweichlich. Ich habe (trotz des Sieges gegen Schalke vor 3 Wochen) keine Entwicklung in Fürths Spiel erkennen können. Auch nach Spieltag 22 würde ich sagen, dass sie in Liga 1 nicht angekommen sind. Büskens wirkte zuletzt doch sehr resigniert und ausgebrannt. Esprit und Leidenschaft habe ich da zumindest nicht erkennen können. Kollege Meier macht es in Düsseldorf anders vor, auch wenn das sicherlich nicht jedermanns Sache ist.

In diesem Moment gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man ergibt sich dem Kampf und landet wieder mit Büskens in Liga 2 oder man versucht den letzten Strohhalm zu greifen und mit neuen Impulsen die Klasse doch noch zu halten. Wenn ich ehrlich bin, würde ich mich auch für letzteres entscheiden. Nicht zuletzt dank gelungener Beispiele, z.B. aus Freiburg.

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Thomas Kobler

Zum Rückrundenbeginn...

...müssten in einem ordentlich geführten Verein die Pläne für die nächste Saison schon ziemlich Kontur angenommen haben. Natürlich kann noch einiges passieren in einer Rückrunde, aber meistens geben Tabellenplatz, Punktestand und Torverhältnis nach der Vorrunde keinen ganz schlechten Eindruck des Trends eines Vereins wider. Damit kann man vorbehaltene Entschlüsse treffen - das Klassische: "Was machen wir, wenn xy eintritt?"

Fürth versäumte das wohl in der Aufstiegssaison und vergeigte das Ganze dann im Sommer noch restlos. Resultat: Fürth ist das neue Tasmania. Letzte Saison waren es die roten Teufel, die auf der ganzen Linie versagten, diesmal sind es die Kleeblätter. Das Einzige, was Hertha wohl davor bewahren wird in deren Fusstapfen zu treten, ist Luhukay. Möglicherweise die grösste Verschleuderung an Trainer-Talent im bezahlten, deutschen Fussball.

Dass Hack und Büskens nach dem Abgang Azzousis keinen Plan mehr hatten, zeugt nicht von der nötigen Weitsicht - Geld hin oder her.

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Wilhelm Rueb

Da hätte man noch zwei Spiele warten sollen...

Fürth hat, vielleicht noch zusammen mit dem FC Augsburg, die nominell schwächste Mannschaft, dazu das mit Abstand kleinste Stadion und den kleinsten Etat. Der Verein gehört von seiner wirtschaftlichen Grundausstattung her (Fanbasis, Sponsorenappeal) in die untere Hälfte der zweiten Liga und so etwas entwicklet sich nur langsam. Man muss dem Präsidenten bei aller Kritik zubilligen, dass er Fürth unter wechselnden Verantwortlichen stets sportlich am oberen Rand des wirtschaftlich Möglichen gehalten hat. Aber Fürth ist nun mal krasser Außenseiter und der Klassenerhalt war von Anfang an schwer.

Für den Verein wäre es aber wohl besser gewesen, wenn man noch gewartet hätte, bis der glücklose Jens Keller auf Schalke reif ist. Wollte der dortige Manager Heldt ohne großen Schaden durchkommen, wäre er um Fanliebling Büskens kaum herumgekommen. Dann hätte Hack den "Aufstiegstrainer" mit Krokodilstränen und tröstender Ablösezahlung ziehen lassen können.

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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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