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Gladbach schlägt Mainz Standesgemäßer Jahresabschluss

17.12.2011 ·  Die Überraschungsmannschaft dieser Saison schlägt die Vorgänger aus der Vorsaison: Mit dem 1:0-Heimsieg gegen Mainz 05 beendet Borussia Mönchengladbach die beste Vorrunde seit 35 Jahren standesgemäß.

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© dpa Vorarbeiter und Vollstrecker: Reus und Herrmann

Dank eines genialen Geistesblitzes von Rückkehrer Marco Reus gehört Borussia Mönchengladbach weiter zu den ärgsten Verfolgern von Herbstmeister Bayern München. Reus bereitete am Sonntag beim 1:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 die frühe Entscheidung durch Patrick Herrmann in der 5. Minute vor. Damit hat der Fast-Absteiger der Vorsaison nach der Hinrunde als Tabellen-Vierter nur vier Punkte Rückstand auf den deutschen Rekordmeister. Die Münchner müssen am 20. Januar beim Rückrundenauftakt in Mönchengladbach antreten.

Während die „Fohlen“ seit nunmehr zwölf Heimspielen ungeschlagen sind, endete für Mainz eine Serie von fünf Partien ohne Niederlage. Die Rheinhessen, in der Vorsaison das Überraschungsteam, liegen nach der Hinrunde als Tabellen-14. nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz der Fußball-Bundesliga. Die Mainzer reisen am Mittwoch im DFB-Pokal zu Regionalligist Holstein Kiel, die Gladbacher beschließen ein starkes Jahr daheim mit dem Achtelfinal-Schlager gegen Cup-Verteidiger Schalke 04.

Neue Sorgen gibt es aber um Reus, der nach einem Zusammenprall vom Feld humpelte (83.) und sich an das linke Knie fasste. Reus konnte dank eines Spezialschuhs auflaufen, nachdem er beim 1:1 gegen Meister Dortmund und dem enttäuschenden 0:1 in Augsburg wegen der Fraktur am linken kleinen Zeh zuschauen musste. „Es gibt kein überhaupt kein Risiko. Er hat ganz normal trainiert“, betonte Trainer Lucien Favre vor dem Anpfiff noch einmal.

Favres Arm, Tuchels Magen

Während Favre trotz eines Armbruchs am Spielfeldrand dirigierte, war sein Mainzer Kollege Thomas Tuchel war durch eine Magen-Darm-Grippe gehandicapt. Schon nach 30 Sekunden bot sich seinem Team die Chance zur Führung, doch Sami Allagui wurde im letzten Moment noch von Filip Daems im Gladbacher Strafraum gestört. Die Borussia nutzte vor 49 089 Zuschauern ihre erste Chance. Reus spielte mustergültig in den Rücken der Mainzer Abwehr, Herrmann spitzelte Torwart Christian Wetklo den Ball zu seinem dritten Saisontor durch die Beine.

Vor dem eigenen Tor klärte Herrmann im Anschluss an einen Eckball bei einem Kopfball von Niko Bungert (11.). Danach verlor die Partie stark an Unterhaltungswert. Die Gastgeber warteten fast nur auf Konterchancen. Pech hatten die Hausherren kurz vor der Pause, als es nach einer Attacke von Eugen Polanski an Roman Neustädter nicht den fälligen Elfmeter gab. Die Mainzer fielen offensiv nur durch einen 20-Meter-Schuss von Jan Kirchhoff auf (30.). In die zweite Hälfte starteten die Gäste zielstrebiger. Nur 15 Sekunden nach Wiederbeginn senkte sich ein zum Aufsetzer geratener Volleyschuss von Marco Caligiuri auf das Tornetz.

Trainer Tuchel konnte sein Team wenig später doch nicht mehr betreuen - Schiedsrichter Peter Gagelmann schickte ihn auf die Tribüne (49.). Kurz zuvor sah Gladbachs Innenverteidiger seine fünfte Gelbe Karte und fehlt zum Rückrundenstart gegen den FC Bayern. Das Spiel war nun lebhafter: Juan Arango (67.) vergab nach Zuspiel von Reus das mögliche 2:0 gegen Keeper Wetklo. Derart klare Chancen hatten die anrennenden Mainzer nicht. Erst bei einem Schuss von Eric Maxim Choupo-Moting musste Torwart Marc-André ter Stegen eingreifen (79.), die stabile Abwehr der Hausherren erledigte den Rest.

Borussia Mönchengladbach - Mainz 05 1:0 (1:0)

Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Herrmann (90. Marx), Arango - Hanke
(71. de Camargo), Reus (84. Bobadilla)
FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Bungert, Svensson (41.
Caligiuri), Fathi - Kirchhoff - Baumgartlinger, Polanski (73. Ujah) -
Malli (65. Nicolai Müller) - Allagui, Choupo-Moting
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 49.089
Tor: 1:0 Herrmann (5.)
Gelbe Karten: Dante (5), Herrmann (3), Nordtveit (2) / Allagui
(4), Bungert (3), Pospech (3)

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