Home
http://www.faz.net/-gtn-vb0z
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

„Fußballer des Jahres“ Gomez, Veh und Prinz holen die Titel

08.08.2007 ·  Mario Gomez vom VfB Stuttgart ist zum „Fußballer des Jahres“ gewählt worden. Auch sein Trainer Armin Veh erhielt die begehrte Auszeichnung. Bei den Frauen gewann die Frankfurterin Birgit Prinz zum siebten Mal.

Artikel Bilder (5) Lesermeinungen (0)

Der deutsche Meister VfB Stuttgart hat bereits vor dem Bundesliga-Auftakt zwei weitere Titel gewonnen. Mario Gomez wurde zum Fußballer des Jahres, Armin Veh zum Trainer der Saison 2006/07 gewählt.

Der Torjäger und Senkrechtstarter der vergangenen Saison setzte sich in der traditionellen Journalistenwahl des Fachmagazins „kicker“ mit 196 Stimmen vor Werder Bremens Spielmacher Diego (175) und Bernd Schneider (Bayer Leverkusen/156) durch. Veh gewann mit 449 Stimmen vor Hans Meyer vom Pokalsieger 1. FC Nürnberg (221). Noch deutlicher setzte sich zum siebten Mal hintereinander Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt mit 398 Stimmen vor ihrer Vereinskollegin Renate Lingor (85) durch.

„Ich bin extrem heiß“

Gomez, der vor dem Bundesliga-Start am Freitag (20.30 Uhr, FAZ.NET-Liveticker) gegen Schalke 04 wegen andauernder Oberschenkel-Probleme weiter um seinen Einsatz bangt, ist der erste Stuttgarter „Fußballer des Jahres“ seit Jürgen Klinsmann 1988. Der 22 Jahre alte Deutsch-Spanier hatte in der vergangenen Saison mit 14 Toren maßgeblichen Anteil an der fünften Meisterschaft des VfB - obwohl ihn ein Innenbandriss im Knie im März zwei Monate außer Gefecht gesetzt hatte. „Das wird eine schwierige Saison. Aber ich bin extrem heiß“, sagte Gomez. Er weiß, dass die Bestätigung seiner Leistungen ein schweres Unterfangen wird.

Bundestrainer Joachim Löw hat ihn für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz auf der Rechnung: „Ich bin froh, dass ich Waffen wie Gomez in der Hinterhand habe.“ Mit drei Treffern bei drei Einsätzen feierte der Stürmer ein erfolgreiches Debüt im Nationaltrikot. Die Begehrlichkeiten anderer Vereine - unter anderem buhlte Juventus Turin um die Dienste von Gomez - beantwortete der VfB mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung um ein Jahr bis 2012.

Gelassenheit bewahrt

„Für mich war es nie ein Thema, den VfB zu verlassen. Ich habe erst mein erstes Jahr als Stammspieler hinter mir und freue mich darüber noch viel zu sehr, als dass ich mir über andere Dinge Gedanken machen müsste“, sagte Gomez bescheiden. So oft es seine Zeit erlaubt, kehrt er zurück in seine Heimat im tiefsten Oberschwaben und trifft die alten Kumpels in Unlingen.

Veh änderte in nur einer Saison das ihm anhaftende Image des Zauderers. Nach seinem freiwilligen Rücktritt bei Hansa Rostock hatte die Karriere des 46-Jährigen eine kräftige Delle, ehe der damals neu berufene Teammanager Horst Heldt ihn im Februar 2006 als Nachfolger von Giovanni Trapattoni zum VfB holte. Gemeinsam krempelten sie das Team komplett um und setzten auf kombinationsfreudigen Offensivfußball.

„Ich kann mir absolut nicht vorstellen, mit einem anderen Trainer zusammenzuarbeiten“, sagt Heldt über Veh. Der hat sich als gelernter Immobilienmakler auch im Profi-Geschäft eine gewisse Gelassenheit bewahrt und blickt gerne über den Tellerrand hinaus: „Ich hinterfrage die Dinge immer wieder, und dann merke ich: So wichtig ist der Fußball auch wieder nicht.“

Vom Ruhestand weit entfernt

Weder Veh noch Gomez werden vermutlich je an die Erfolgserie von Birgit Prinz heranreichen. Die dreimalige „Weltfußballerin“ errang die begehrte Trophäe zum siebten Mal in Folge. Diesmal entschieden sich die Journalisten für die treffsichere Nationalspielerin (108 Treffer), ihre Frankfurter Teamkolleginnen Renate Lingor (85) und Steffi Jones (29) kamen auf deutlich weniger Stimmen.

Vom sportlichen Ruhestand ist Prinz, die am 30. August beim Länderspiel in Mainz gegen Norwegen ausgezeichnet wird, jedoch noch weit entfernt. Derzeit bereitet sich die 29-Jährige auf die WM 2007 vom 10. bis 30. September in China vor, wo sie mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Titel erfolgreich verteidigen will. Die Krönung ihrer einzigartigen Laufbahn wäre der Olympiasieg 2008 in Peking, der einzige wichtige Titel, der der gelernten Physiotherapeutin in ihrer Sammlung noch fehlt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   34  55   81 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   34  55   73 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   34  30   64 Gleichheit zur Vorwoche
4.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   34  25   60 Gleichheit zur Vorwoche
5.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   34  8   54 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   34  17   53 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   34  -4   48 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   34  -13   44 Gleichheit zur Vorwoche
9.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   34  -9   42 Gleichheit zur Vorwoche
10.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   34  -11   42 Gleichheit zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   34  -6   41 Gleichheit zur Vorwoche
12.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   34  -16   40 Gleichheit zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   34  -4   39 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   34  -13   38 Verbesserung zur Vorwoche
15.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   34  -22   36 Verschlechterung zur Vorwoche
16.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   34  -26   31 Verbesserung zur Vorwoche
17.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   34  -36   30 Verschlechterung zur Vorwoche
18.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   34  -30   23 Gleichheit zur Vorwoche
Ergebnisse, Tabellen und Statistik