10.02.2012 · Wer eine Viertelmilliarde in sein Hobby steckt, will mehr als den besten Platz im Stadion. Doch Dietmar Hopp wird derzeit zum Problem für seinen Klub TSG Hoffenheim.
Von Michael HoreniRichtlinien für Lesermeinungen
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Es ist unsäglich, wie ein Geldgeber, Vorsitzender des Beirates,
sich in die Geschäftsführungsbelange eines Bundesligavereins einmischt.
Dass er dann noch in einer offiziellen DFB-Veröffentlichung als
Präsident des Vereins bezeichnet wird, ist in meinen Augen eine
Blamage für den DFB.
Insofern sollten alle, die den Fussball lieben, sich für die 50 + 1
-Regelung einsetzen, bevor auch wir über "englische
Verhältnisse" klagen müssen.
...ist vielleicht die gültigste Formel schlechthin - so
natürlich auch im Kraichgau. Das bekam auch Holger Stanislawski in
gleicher Weise wie seine Vorgänger zu spüren und führte
in den letzten Wochen dazu, dass er öffentlich kaum verschleiert um
seine Entlassung "bettelte". Er war mit seinem Latein am Ende.
Mit Rangnick reichte des 1899 nicht weiter als in die langweilige
Todeszone "Mittelfeld" der Bundesliga. Mit Stanislawski war da
auch wieder Ende der Fahnenstange, und es ist absehbar, dass Markus
Babbel mit dieser Mannschaft wahrscheinlich eben auch dort landen wird.
Jene phantastische Vorrunde nach dem Aufstieg war ein statistischer
Ausreisser dank Topspielern in Spitzenform. Davon ist Hoffenheim kurz-
und mittelfristig weit entfernt. Und auch wenn Herr Hopp weiterhin den
"Kraichgau-Berlusconi" auf dem Präsidentensessel des
Vereins geben will, wird sich daran nichts ändern. Besserer
Fussball ist in Sinsheim möglich, Tabellenspitzenplätze aber
nicht mehr.
Ein durchaus interessanter Kommentar, Herr Horeni.
Herr Hopp muss aufpassen, dass er nicht den gleichen Fehler macht wie
Abramovic beim FC Chelsea! Auch da gibt es hohe Erwartungen und wenn
diese kurzfristig nicht erreicht werden, muss der (noch vor einem halben
Jahr als Heilsbringer gefeierte) Trainer weichen.
Problematisch ist hier vor allem, dass man mit diesem Führungsstil
mittelfristig nur noch Ja-Sager um sich hat. Mal sehen, inwieweit Babbel
seine eigenen Vorstellungen durchsetzen kann. Viel Glück hierbei!
Ein Milliardar und sein Dickkopf formen ein traditionellen Gemeindeklub zum grossen Retortenklub
Also das Problem ist, das der Milliardar glaubt, nur mit Geld ein funktionierendes Team mit Tradition kaufen zu konnen und die derzeitigen Profis haben dem Rechnung getragen, namlich dass das grosse Geld sowieso auf ihren Konten fliessen und sie nicht dafur arbeiten wollten und widerstetzen sich den Stanislawski, der auf Disziplin grossten Wert legt und der eine harte Arbeit von seinen Profis verlangen und Hopp dachte, ich kaufe mir gute und teure Profis zusammen, nehme ein respektierten Trainer und schon habe ich alles, was ich mir wunschen kann, namlich ein Klub zu haben, der sich sein Platz in der Liga erkampft, nur wir haben mit Manchester City ein ahnlichen Klub, der seine Tradition an das Geld verkaufte und Hoffenheim glaubt, Tradition kaufen zu konnen. Bayer Leverkusen hat sich hochgearbeitet und hat sich durch ein ehrliches Finanzierungsprojekt, Respekt und Glaubwurdigkeit erarbeitet und ohne VW ware Wolfsburg nicht da, wo sie jetzt steht. Fans wollen keine Retortenklubs haben.