Bye, bye Bundesliga. Viele Stars feiern am Ende der spannendsten Saison seit Jahren ihr letztes „Hurra“ auf der nationalen Fußball-Bühne. Mit Mehmet Scholl sowie den Nationalspielern Christoph Metzelder und Timo Hildebrand verliert die Liga einige ihrer Aushängeschilder.
Vor allem der Abschied von Bayern Münchens Dribbel-König Scholl wird ligaweit bedauert. „Mehmet Scholl ist etwas Besonderes, denn er hat die Bundesliga jahrelang geprägt“, verneigt sich der frühere DFB-Teamchef Rudi Völler vor dem 36-Jährigen.
Kind der Bundesliga
Mit acht Meistertiteln ist Scholl „Rekordmeister“ beim Rekordmeister. Beim dienstältesten Bayern-Profi kommt nach 15 Jahren in München aber keine Trauer auf. „Das schönste Abschiedsgeschenk ist, dass mich die Fans so mögen. Im Großen und Ganzen bin ich gerade einfach nur glücklich“, sagte das „Kind der Bundesliga“ vor seinem letzten Auftritt gegen den FSV Mainz 05.
Mit Hasan Salihamidzic verlieren die Bayern einen zweiten Publikumsliebling. Der Bosnier wechselt nach sechs Meistertiteln, vier Pokalsiegen und dem Champions-League-Triumph 2001 zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin. „Ich kann mit 30 noch einmal ins Ausland und etwas völlig anderes kennen lernen“, freut sich der „Dauerbrenner“. Zudem werden wohl Owen Hargreaves und Roque Santa Cruz ihre Dienste in München quittieren. Mittelfeldspieler Hargreaves zieht es zum englischen Meister Manchester United, Angreifer Santa Cruz liebäugelt mit einem Wechsel zum spanischen Erstligaklub Betis Sevilla: „Betis will mich unbedingt. Sie strengen sich sehr an, dass ich dort hingehe, ohne viele Fragen zu stellen.“
Cousinen an seiner Seite
Vor einem ganz besonderen Abschied steht Stuttgarts Torhüter Timo Hildebrand. Deutschlands Nummer zwei könnte mit dem Double-Gewinn einen Traum-Ausstand feiern: „Dass ich mich so verabschieden kann, ist für mich pures Glück“, jubelt der VfB-Keeper. Für das „Endspiel“ gegen Energie Cottbus hat er extra 50 Karten für seine Freunde und Verwandten gekauft. Und seine beiden Cousinen Lea und Lena sollen beim Einlaufen an seiner Seite sein: „Sie sind meine größten Fans“.
Nach seinem letzten Einsatz im VfB-Trikot im DFB-Pokalfinale am 26. Mai gegen den 1. FC Nürnberg zieht es Hildebrand wohl zum spanischen Erstligaklub FC Valencia. Stiller geht das Adieu von VfB-Verteidiger Markus Babbel und Bochums „Zaubermaus“ Dariusz Wosz über die Bühne: Die beiden ehemaligen Nationalspieler - zuletzt nur Reservisten - sollen künftig in den Trainerteams ihrer Vereine arbeiten.
„Eine große Portion Wehmut“
Den ganz großen Sprung wagt Borussia Dortmunds Abwehrhüne Metzelder. Der zweimalige WM-Teilnehmer soll künftig die Defensive von Real Madrid stabilisieren und seinen Beitrag zu einer Renaissance der „Königlichen“ leisten. In seinem letzten Heimspiel für den BVB im 2:0-Derbysieg gegen Schalke 04 glänzte der von den Fans gefeierte Metzelder als Vorbereiter beider Treffer: „So stelle ich mir einen Abschied vor. Da ist auch eine große Portion Wehmut dabei.“
Auch Bayer Leverkusen verliert mit Angreifer Andrej Woronin einen absoluten Leistungsträger. Der Ukrainer - mit zehn Treffern in dieser Saison erfolgreichster Bayer-Schütze - wechselt zum englischen Champions-League-Finalteilnehmer FC Liverpool. Und auch der Weggang des Brasilianers Juan zum AS Rom zeichnet sich ab.
Schade
Anton Uzbasich (iBanat)
- 16.05.2007, 19:15 Uhr
So ein Blödsinn...
Paul Schaffer (Paul_Schaffer)
- 17.05.2007, 00:38 Uhr
Ein gutes Zeichen...
Andreas Lehmann (alm)
- 17.05.2007, 10:42 Uhr
Bye bye Scholli!
(gnatz05)
- 17.05.2007, 10:55 Uhr