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Fußball-Bundesliga 2011/12 Bayern gegen Gladbach und Angst vor Gewalt

21.06.2011 ·  Borussia Dortmund eröffnet am 5. August gegen den Hamburger SV die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Ein weiteres Topspiel des 1. Spieltags ist der Klassiker Bayern gegen Gladbach. In der 2. Liga steigt die Angst vor neuer Gewalt.

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Während der Saisonauftakt in der Fußball-Bundesliga mit dem Duell zwischen Meister Borussia Dortmund und dem Hamburger SV Partystimmung verspricht, wird die Zweite Bundesliga beim Klassiker Energie Cottbus gegen Dynamo Dresden gleich in Alarmstimmung versetzt. „Wer das erhöhte Sicherheitsrisiko nicht sieht, macht die Augen zu“, sagte Holger Hieronymus, stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), zur Brisanz in der Zweitliga-Spielzeit.

Zum Auftakt der 49. Bundesligasaison genießt Dortmund am 5. August ebenso Heimvorteil wie Europa-League-Teilnehmer FSV Mainz 05 im zweiten Top-Spiel gegen den Meisterschaftszweiten Bayer Leverkusen und Rekordmeister Bayern München im Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach (siehe auch: Spielplan der Fußball-Bundesliga, Saison 2011/12).

Zweite Liga startet schon am 15. Juli

„Der HSV ist ein großer Traditionsverein, der immer die Motivation hat, vorne dabei zu sein. Der Klub hat die eigenen Erwartungen in der Vorsaison nicht erfüllen können, in der Sommerpause aber viele junge Spieler verpflichtet. Das wird ein hochspannendes Spiel zum Auftakt“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. HSV-Coach Michael Oenning sprach sogar von einem „Hammer-Auftakt“. Das erste von insgesamt 306 Saisonspielen überträgt neben dem Pay-TV-Sender Sky auch die ARD.

Heimrecht genießen zum Auftakt auch die Aufsteiger Hertha BSC gegen den 1. FC Nürnberg und der FC Augsburg gegen den SC Freiburg. Mit der schnellen Rückkehr der zugkräftigen Berliner ins Oberhaus steigen auch die Chancen auf einen neuerlichen Zuschauerrekord, der in der Vorsaison auf 12,9 Millionen Fans gesteigert worden war. Damit wurde erstmals in der Bundesliga-Geschichte ein Zuschauerschnitt von über 42.000 Besuchern pro Spiel erzielt.

Angst vor neuer Gewalt

Der Terminplan der Zweiten Bundesliga ist erstmals nicht an den der ersten Klasse gekoppelt, sondern beginnt schon am 15. Juli, die Rückrunde bereits am 9. Dezember. Dafür dauert die Winterpause bis zum 3. Februar und damit zwei Wochen länger als in der Bundesliga (siehe: Spielplan der 2. Fußball-Bundesliga, Saison 2011/12). Mit der Rückkehr der Aufsteiger Dresden und Hansa Rostock sowie dem Abstieg von Eintracht Frankfurt steigt das Potential gewaltbereiter Fans drastisch an. „Die Ballung gewaltbereiter Fußballanhänger in der kommenden Zweitliga-Saison wird die Polizei einer hohen Belastungsprobe unterziehen. Vor allem auf den Reisewegen besteht die Gefahr von gewalttätigen Auseinandersetzungen feindlich gesonnener Ultra- und Hooligangruppen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek.

Auch die Politik ist nach den zahlreichen Krawallen in der Vorsaison alarmiert. Der hessische Innenminister Boris Rhein hatte vor der am Dienstag in Frankfurt eröffneten Innenministerkonferenz ein generelles Alkoholverbot in Fußballstadien gefordert, um Gewaltexzesse künftig einzudämmen. Der innen- und sportpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer, sprach sich für einen verstärkten Dialog zwischen Sicherheitskräften, Fans und Vereinen aus. „Die Ausschreitungen gewaltbereiter Zuschauer zum Ende der letzten Saison haben gezeigt, dass es weiteren Handlungsbedarf im Bereich der Sicherheitskonzepte im Fußball gibt“, sagte Mayer und machte sich zudem für eine konsequente und rigorose Verfolgung von Gewalt- und Straftätern stark.

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