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Frankfurt gegen Nürnberg 2:2 Die Serien halten

22.10.2006 ·  Im Duell der Altmeister haben die Eintracht und der „Club“ am Sonntag abend ihren Ruf als „Remis-Könige“ in der Fußball-Bundesliga gefestigt und den Nimbus der Unbesiegbarkeit in dieser Saison gewahrt.

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Im Duell der Altmeister haben Eintracht Frankfurt und der 1. FC Nürnberg ihren Ruf als „Remis-Könige“ gefestigt und den Nimbus der Unbesiegbarkeit in dieser Bundesliga-Saison gewahrt (Siehe auch: Eintracht Frankfurt: Der Schritt nach vorne blieb aus).

Das 2:2 am Sonntag abend war für die Hessen bereits das siebte und für die Franken das sechste Unentschieden im achten Spiel. Ioannis Amanatidis (4.) per Handelfmeter und Albert Streit (57.) erzielten vor 50.300 Zuschauern die Tore für die Hausherren. Ivan Saenko (5.) und Horacio Pinola (50.) trafen für den „Club“, der nunmehr seit 15 Jahren ohne Sieg gegen die Eintracht ist.

„Club“ schlägt zurück

Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel veränderte sein Team gegenüber dem Uefa-Cup-Spiel gegen Palermo auf zwei Positionen. Für Benjamin Köhler rückte Michael Fink wieder ins defensive Mittelfeld und an Stelle von Alexander Meier durfte sich Markus Weissenberger als Spielmacher versuchen. Der österreichische Nationalspieler führte sich auch gleich gut ein, als er Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer in der 3. Minute zur ersten Glanzparade zwang. Bei der folgenden Ecke spielte Jan Polak den Ball im Strafraum unnötig mit der Hand und ermöglichte Amanatidis die frühe Führung vom Elfmeterpunkt.

Der „Club“ zeigte sich davon nicht geschockt und schlug nur 60 Sekunden später durch Saenko zurück. Vorausgegangen war ein Fehler von Benjamin Huggel, der den Ball nach einer Flanke direkt vor die Füße des Torschützen abwehrte. Danach beherrschten die Franken die Partie dank der besseren Spielanlage und hätten durch Robert Vittek (11.) sogar in Führung gehen können.

Die Eintracht tat sich gegen die gut organisierte Defensive der Franken schwer und benötigte eine knappe halbe Stunde, um sich wieder zu berappeln. Im Mittelfeld gab es auf Seiten der Frankfurter zu viel Leerlauf und zu wenige Ideen. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit agierten die Frankfurter druckvoller und erarbeiteten sich gute Chancen. Zunächst lenkte Schäfer einen Kopfball von Fink (36.) mit einem Reflex an die Latte, eine Minute später rettete der gut aufgelegte FCN-Torwart glänzend gegen den durchgebrochenen Albert Streit und den Nachschuß von Weissenberger.

Eintracht unzufrieden

Nach dem Wechsel jubelten zunächst die Nürnberger, als Pinola mit einem abgefälschten Freistoß zum 2:1 traf. Die Freude währte aber nicht lange, denn schon sechs Minuten später antwortete die Eintracht mit einem direkt verwandelten Freistoß von Streit. In dem offenen Schlagabtausch boten sich beiden Teams danach weitere Chancen, die jedoch ungenutzt blieben.

„Mit dem 2:2 kann ich leben. In der ersten Hälfte hatten wir die klarere Linie und das Spiel im Griff. Nach dem Wechsel haben die Frankfurter mehr Aufwand betrieben“, sagte Nürnbergs Trainer Hans Meyer. Auch sein gut aufgelegter Torwart Rafael Schäfer war nicht unglücklich: „Wir können zufrieden sein, denn Frankfurt ist nicht an uns vorbei gezogen.“ Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen haderte dagegen mit dem abermaligen Remis: „Wir haben es uns selbst zuzuschreiben, daß wir nicht gewonnen haben. Wir hatten in der ersten Hälfte glasklare Chancen, die wir nicht gemacht haben.“

Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg 2:2 (1:1)
Frankfurt: Pröll (70. Nikolov) - Ochs, Kyrgiakos, Vasoski, Spycher - Streit, Huggel, Weissenberger (70. Meier), Fink - Thurk (60. Köhler), Amanatidis. - Trainer: Funkel
Nürnberg: Schäfer - Reinhardt, Glauber, Wolf, Pinola - Polak (85. Gresko), Galasek, Mnari - Vittek (82. Banovic), Schroth, Sajenko. - Trainer: Meyer
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Tore: 1:0 Amanatidis (4., Handelfmeter), 1:1 Sajenko (5.), 1:2 Pinola (50.), 2:2 Streit (57.)
Zuschauer: 50.300 (ausverkauft)
Gelbe Karten: - Banovic, Vittek, Wolf (4)

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid und dpa
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