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Frankfurt - Berlin 1:2 „Wir stehen da, wo wir hingehören“

20.05.2007 ·  Nach der Heimniederlage gegen Hertha BSC schaut die Frankfurter Eintracht nach vorne. Damit es in der nächsten Saison von Platz 14 weiter aufwärts geht, will Trainer Funkel drei bis fünf neue Spieler verpflichten.

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Am Ende einer turbulenten Saison entrollten die Profis von Eintracht Frankfurt ein großes Spruchband mit einem Dank an die Fans. Die Erleichterung über den Klassenverbleib überlagerte das 1:2 (0:0) zum Abschluss gegen Hertha BSC und ließ Trainer Friedhelm Funkel trotz der abermaligen Heim-Niederlage ein zufriedenes Saisonfazit ziehen. „Wir sind auch nächstes Jahr in der Bundesliga dabei und haben damit unser primäres Ziel erreicht. Natürlich denkt man auch darüber nach, dass einiges hätte positiver verlaufen können. Aber wir stehen da, wo wir hingehören“, sagte Funkel.

Damit es in der nächsten Saison von Platz 14 weiter aufwärts geht, will Funkel drei bis fünf neue Spieler verpflichten. Eine entsprechende Wunschliste hat er Vorstandschef Heribert Bruchhagen auf den Tisch gelegt. Namen wollte er jedoch nicht nennen. „Ich hoffe, den einen oder anderen Spieler zu bekommen. Wir gucken nicht nach Masse, sondern immer nach Klasse“, sagte Funkel. Vor allem im Mittelfeld muss die Eintracht aufrüsten. Gesucht wird ein Spiellenker sowie ein gefährlicher Flügelflitzer, der Albert Streit ersetzen kann.

„Wenn nicht, muss Streit hier bleiben“

Der 27-Jährige, der gegen Hertha mit einem direkt verwandelten Freistoß den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte, hat mit dem Kapitel Eintracht Frankfurt trotz eines Vertrages bis Sommer 2009 abgeschlossen und will zu Schalke 04 wechseln. „Das war mein letztes Tor für die Eintracht. Ich bin mir mit Schalke einig. Jetzt müssen sich nur noch die beiden Vereine auf die Ablösesumme einigen“, sagte Streit. Die immer wieder genannte Summe von vier bis fünf Millionen Euro wollte Bruchhagen nicht bestätigen.

Streit wird in Gelsenkirchen wesentlich mehr Geld verdienen als in Frankfurt. „Und ich kann in der Champions League spielen, das war ein wichtiger Punkt“, begründete er seinen schon vor Wochen initiierten vorzeitigen Weggang. „Ich denke, dass es klappt. Herr Bruchhagen und Herr Funkel haben mir ihr Wort gegeben, dass ich gehen kann“, sagte Streit. Allerdings nur, wenn die Ablöse stimmt. „Wenn die Vereine sich einigen, ist das Kapitel Streit abgeschlossen. Wenn nicht, muss er hier bleiben“, stellte Funkel klar.

Funkel urlaubsreif

Mit dem Spiel gegen Hertha war er zufrieden, auch wenn der Ausgang „symptomatisch für diese Saison“ war. „Wir hätten gerne gewonnen“, gestand Funkel. Am Ende fehlte wie so oft die Cleverness im Abschluss. Die Gäste waren effizienter und entführten durch die Tore von Kevin-Prince Boateng (47.) und Marko Pantelic (87.) die drei Punkte. „Wir haben gut gespielt und alles gegeben“, lobte Funkel dennoch.

Er sehnt nun wie die Spieler den Urlaub herbei. Am Dienstag wird noch einmal trainiert und ein Freundschaftsspiel in Butzbach absolviert. Am Mittwoch unterziehen sich die Profis einem Gesundheitscheck, am Donnerstag gastiert der Bundesligaklub zum 100-jährigen Jubiläum beim SV Viktoria Preußen Frankfurt. „Danach fahre ich weg. Das habe ich mir verdient“, sagte Funkel.

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin 1:2 (0:0)
Frankfurt: Nikolov - Ochs, Kyrgiakos, Vasoski, Spycher - Streit, Fink, Huggel, Köhler (16. Toski) - Amanatidis, Takahara (78. Heller). - Trainer: Funkel
Berlin: Fiedler - Chahed, Friedrich, Fathi - Ebert, Schmidt (71. Christian Müller), Kevin-Prince Boateng (58. Neuendorf), Mineiro, Gilberto - Gimenez (71. Cairo), Pantelic. - Trainer: Heine
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore: 0:1 Kevin-Prince Boateng (47.), 1:1 Streit (61.), 1:2 Pantelic (87.)
Zuschauer: 50.500
Gelbe Karte: - Gilberto (5)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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