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Fernsehrechte DFB mit ARD und ZDF einig - Premiere im Pokal dabei

14.04.2008 ·  Freie Sicht für alle und mehr Durchblick für viele? Möglicherweise wird Premiere von kommender Saison an alle Spiele des DFB-Pokals live übertragen. Auch bei den Rechten der Länderspiel-Übertragungen stehen Entscheidungen bevor.

Von Roland Zorn
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Freie Sicht für alle und noch mehr Durchblick für viele: So schaut der DFB-Pokalwettbewerb von der kommenden Saison an im Fernsehen aus – falls wahr wird, was Deutscher Fußball-Bund (DFB) einerseits und ARD, ZDF sowie Premiere als neuer Wunschmedienpartner auf diesem Spielfeld andererseits programmatisch vorhaben.

Noch aber ist nichts unterschrieben, noch „fehlt die Einigung mit Premiere“, wie Wolfgang Niersbach, der DFB-Generalsekretär, den Stand der Dinge beschreibt. Kommen jedoch die Verhandlungen wie vorgesehen in dieser Woche zu einem Abschluss, wird dem Fernsehzuschauer künftig ein erheblich vergrößertes Pokalangebot gemacht.

DFB-Pokal live und in Konferenzschaltung?

Dann werden die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF von der Spielzeit 2008/09 bis zum Ende der Saison 2011/12 weiter pro Runde mit je einem, vom Viertelfinale an mit zwei Livespielen sowie mit Zusammenfassungen berichten – und dazu will der Pay-TV-Sender Premiere alle Spiele live von der ersten Runde an in voller Länge oder per Konferenzschaltung zeigen.

Eine solche Ausdehnung der Pokal-Berichterstattung wird den Klubs guttun, die mit nennenswerten Einnahmezuwächsen rechnen können. Zahlten ARD und ZDF für den alten Fünfjahres-Vertrag, der eigentlich erst zum 30. Juni 2009 ausgelaufen wäre, rund 390 Millionen Euro, wird nun eine moderate Steigerung erwartet.

Spitzentreffen in der vergangenen Woche

Das TV-Gesamtpaket, das DFB und öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten schnüren wollen, umfasst außer den Pokalbegegnungen die Länderspiele der Männer und der Frauen, die neue Dritte Liga, die künftig dreigeteilte Regionalliga, die Frauen-Bundesliga, den DFB-Pokal der Frauen und den Frauen-Hallenpokal umfassen. Wie hoch der Preis sein wird, den Premiere für den Fall des Pokal-Rechteerwerbs zahlte, ist noch nicht bekannt.

Vergangene Woche hatten sich DFB-Präsident Theo Zwanziger, Niersbach, Ligaverbandspräsident Reinhard Rauball, der ARD-Vorsitzende Fritz Raff, Thomas Gruber, der Intendant des Bayerischen Rundfunks, sowie ZDF-Intendant Markus Schächter in Frankfurt getroffen, nachdem die SportA, die gemeinsame Vermarktungsagentur von ARD und ZDF, ihr bis zum 30. Juni dieses Jahres gültiges Erstverhandlungsrecht in Anspruch genommen hatte.

„Es sind noch eine Fülle von Details zu klären“

In einer Presseerklärung des DFB wurde Zwanziger am Montag so zitiert: „Es ist kein Geheimnis, dass wir gerne mit ARD und ZDF weitermachen würden. Wir bekennen uns zu der Verpflichtung, dass die Länderspiele immer im frei empfangbaren Fernsehen zu verfolgen sind. Und da ARD und ZDF jetzt schon die Rechte für die Männer-WM 2010 und 2014 sowie die Frauen-WM 2011 erworben haben, liegt eine neue Vereinbarung nahe.“ Bis dahin seien allerdings „noch eine Fülle von Details“ zu klären. Dabei wird es zwischen den potentiellen Partnern ARD/ZDF und Premiere um Anstoßzeiten, Internet- oder Auslandsrechte gehen.

Gelingt der neue Deal, hätte der DFB seine Fußballfernsehrechte anders als geplant vor der Deutschen Fußball Liga (DFL) verkauft. Ob die Bundesliga weiter zentral vermarktet werden darf, prüft derzeit das Bundeskartellamt. Erst danach kann die DFL die Rechte von 2009 bis 2012 ausschreiben. Wann genau das sein wird, ist noch nicht absehbar.

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