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1:0 gegen Wolfsburg : Köln verhindert Tasmania-Rekord und tritt gegen Stöger nach

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Die Freude über das 1:0 fällt gering aus, die Freude über den Sieg ist dafür umso größer. Bild: dpa

Kurz vor Weihnachten belohnen sich die Kölner dann noch noch: Im letzten Spiel der Hinrunde gewinnt Köln verdient zuhause gegen Wolfsburg. Die Kölner vermeiden damit gleich zwei Negativrekorde. Sportchef Veh tritt derweil gegen Stöger nach.

          Der 1. FC Köln kann doch noch gewinnen. Beim 1:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg gelang den Rheinländern am letzten Hinrundenspieltag der erste Bundesligasieg in der Saison 2017/18. Mit seinem Treffer in der 67. Minute verhinderte Christian Clemens zudem einen unrühmlichen Rekord im deutschen Fußball.

          Tasmania 1900 Berlin bleibt mit vier Zählern in der Spielzeit 1965/66, umgerechnet auf die heutige Drei-Punkte-Regel, das schlechteste Erstligateam einer ersten Halbsaison. Der FC hat nach dem ersten Erfolg unter Peter Stögers Interims-Nachfolger Stefan Ruthenbeck jetzt sechs Zähler; Wolfsburg bleibt bei 19. Zudem verhinderte der FC, als zweiter Klub nach dem 1. FC Nürnberg in der Saison 2013/2014 eine Hinrunde ohne einen einzigen Sieg zu beenden.

          Bundesliga

          Beim FC gaben mangels Personal zwei 19-Jährige aus der U21 vor den nur 41.100 Zuschauern ihr Startelfdebüt: Chris Führich im Mittelfeld und der Norweger Birk Risa im Angriff neben Lukas Klünter. Mutig sollten sie sein, hatte Ruthenbeck im Vorfeld der Begegnung gefordert - wohl auch mit Bezug auf die gesamte Mannschaft, die kämpferisch einen guten Eindruck hinterließ.

          So richtig mutig wurde der FC indes erst nach gut einer halben Stunde: Klünter fasste sich in der 34. Minute ein Herz, rannte rechts allein auf das VfL-Gehäuse zu und wurde von Keeper Koen Casteels zweimal gestoppt. Kurz danach hatten erneut der überzeugende Klünter und Frederik Sörensen gleich zwei sehr gute Möglichkeiten, die gegen teilweise lässig wirkende und im Offensivspiel zu ideenlose Wolfsburger aber nichts einbrachten.

          Köln ist über weite Teile des Spiels die bessere Mannschaft. Bilderstrecke

          Der FC kam noch energischer aus der Kabine, wollte den ersten Ligasieg mit aller Macht. Milos Jojic, einer der Besten im Ruthenbeck-Team, schlenzte den Ball an die Latte (49.). Nun musste der VfL, bei dem der Niederländer Jeffrey Bruma nach langem Verletztungsausfall sein Comeback in der ersten Elf gab, intensiv aufpassen, um nicht einen Gegentreffer zu kassieren.

          Der fiel in der 67. Minute, als der kurz zuvor eingewechselte Clemens eine Jojic-Vorlage an Casteels vorbei mit seinem ersten Saisontreffer ins Netz schoss. Letztmals war ihm am 8. April beim 2:3 gegen Mönchengladbach ein Bundesligator gelungen.

          Nach dem Rückstand wurden die lange enttäuschenden Niedersachsen offensiver: FC-Torhüter Timo Horn bewahrte seine Mannschaft gegen Bruma (78.) mit einer Glanzparade vor dem 1:1. In der turbulenten Schlussphase schien der Ausgleich möglich, doch die Kölner wehrten sich erfolgreich gegen alle VfL-Versuche und durften am Ende jubeln.

          Am Rand des Spiels hat derweil Armin Veh als neuer Sport-Geschäftsführer des 1. FC Köln den ehemaligen Trainer Peter Stöger für den aus seiner Sicht schlechten körperlichen Zustand der Spieler verantwortlich gemacht. „Die Jungs sind total willig, sie sind allerdings mental und vor allem körperlich schwer angeschlagen“,  sagte der 56-Jährige am Samstag vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg, das der FC 1:0 gewann, dem TV-Sender Sky. „Da haben wir große Defizite, und da muss ich auch sagen, da kann mein jetziger Trainer überhaupt nichts dafür.“ Dementsprechend habe das ein Anderer zu verantworten. Was den körperlichen Zustand betrifft, fügte er hinzu: „Wenn man 14 Spiele hat und drei Punkte und 13 Verletzte, dann hat mit Sicherheit etwas nicht gestimmt.“

          Der Österreicher Stöger reagierte am Abend vor dem Spiel des BVB gegen Hoffenheim. „Es ist, wie es ist. Wenn es so bewertet wird, dann möchte ich mich entschuldigen dafür, dass ich das so übergeben habe“, sagte der neue Coach von Borussia Dortmund kurz vor der Partie des BVB gegen 1899 Hoffenheim. „Warum er das macht, weiß ich nicht. Das kann ich nicht sagen“, kommentierte Stöger die Aussagen von Veh.

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