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Veröffentlicht: 02.03.2016, 22:12 Uhr

1:2 gegen Mainz Böse Überraschung für Hoeneß und Bayern

Ausgerechnet im ersten Spiel nach der Haftentlassung von Uli Hoeneß verlieren die Bayern. Mainz düpiert die Münchner kurz vor Schluss – und eröffnet Dortmund nun eine große Chance.

von Elisabeth Schlammerl, München
© AFP Uli Hoeneß war erstmals als freier Mann wieder im Bayern-Stadion.

So hatte sich Uli Hoeneß seine Rückkehr in die Münchner Arena vermutlich nicht vorgestellt. Nach 17 Siegen im heimischen Stadion riss die Serie des FC Bayern, ausgerechnet beim ersten Auftritt des früheren Präsidenten nach seiner Haftentlassung.

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Der FSV Mainz 05 schaffte mit dem 2:1-Sieg am Mittwoch nicht nur den fünften Sieg in der sechsten Partie der Rückrunde, sondern machte den Titelkampf wieder spannend – vorausgesetzt, dass Borussia Dortmund am kommenden Samstag (18.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) im Spitzenspiel gegen München diese Vorlage nutzt. „Wenn du viele Spiele hintereinander gewinnst, kommt der Moment, in dem du mal verlierst. Das war schade heute“, haderte der Münchner Torschütze Arjen Robben.

Eine Viertelstunde vor dem Anpfiff war Hoeneß in der Arena eingetroffen, seine Frau Susanne hatte den dunklen Geländewagen gefahren. Mit einem rot-weißen Bayern-Schal in der Hand und einem Dutzend Fotografen im Schlepptau strebte er dem VIP-Eingang entgegen.

Bayern München - FSV Mainz 05 Die Mainzer konnten ihr Glück kaum fassen in München. © dpa Bilderstrecke 

Weil er während seiner 21-monatigen Haftstrafe auch an den am Ende immer häufigeren freien Wochenenden nicht in die Münchner Arena gehen durfte, hatte er zum letzten Mal vor knapp zwei Jahren ein Spiel des FC Bayern live gesehen. „Ich werde als freier Mann, als Privatmensch, ins Stadion gehen“, hatte er in einem ersten Interview nach seiner Entlassung der „Bild“-Zeitung erzählt. Die große Bühne wurde Hoeneß aber nicht bereitet bei seiner Rückkehr, aber das hätte er auch nicht gewollt.

Als im Stadion „Stern des Südens“, die Vereinshymne, erklang, reckten Fans in der Südkurve ein Banner mit der Aufschrift „Uli, du bist der Beste“ in die Höhe. Das war zunächst der einzige Hinweis, dass dieses Fußballspiel kein ganz Normales sein würde. Zunächst sah Hoeneß nichts Neues. Die Bayern bestimmten mit knapp 80 Prozent Ballbesitz die Partie, aber es fehlt das Feuer, mit dem sie acht Tage zuvor Juventus Turin in der Champions League erschreckt hatten. Sie trugen ihre Angriffe gefällig vor, aber spielten zu unpräzise.

Pep Guardiola hatte Joshua Kimmich und zunächst Thomas Müller mit Blick auf das Spitzenspiel in Dortmund eine Pause gegönnt, Xabi Alonso und Philipp Lahm standen gar nicht im Kader. Dafür stand Franck Ribéry zum ersten Mal wieder in der Anfangself – statt des zuletzt nicht überzeugenden Douglas Costa. Für den Mainzer Trainer spielte keine Rolle, wer vom FC Bayern auf dem Platz stand.

„Es ist nicht so ausschlaggebend, mit wem sie spielen. Da geht es von der Nummer 12 bis zur 18 mit derselben Qualität weiter“, sagte Martin Schmidt. Aber seine Mannschaft stellte sich gut auf den Gegner ein, hielt aggressiv dagegen und schaltete flink von Angriff auf Abwehr um. Und einer der seltenen Münchner Ballverluste in der gegnerischen Hälfte sorgte in der 26. Minute für den ersten Höhepunkt der Partie. Giulio Donati marschierte auf der rechten Seite Richtung Strafraum, spielte quer zu Jairo, der von Rafinha nicht entscheidend gestört werden konnte und zum 1:0 traf.

Wie schon im Heimspiel gegen Darmstadt gerieten die Bayern in Rückstand, weil sie vorne zu behäbig und hinten zu nachlässig agierten. Das änderte sich erst nach der Pause, als Thomas Müller in der 51. Minute für Coman kam. Nun gerieten die Mainzer mächtig unter Druck und schafften es nur noch selten, sich zu befreien.

In der 64. Minute gelang Robben der verdiente Ausgleich. Arturo Vidal hatte den Ball quer gespielt, und der Niederländer schoss flach ein. Aber die Mainzer gaben nicht auf und erzielten in der 86. Minute durch den eingewechselten Jhon Cordoba das 2:1. „Wir wussten, wie hier zu gewinnen ist: Mit einer hervorragenden Verteidigungsleistung und gezielten Kontern“, sagte der Mainzer Trainer Schmidt.

Quelle: FAZ.NET

 

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