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FAZ.NET-Spezial: 6. Spieltag Bayern souverän in Karlsruhe - Leverkusen siegt

24.09.2007 ·  Die Konkurrenz konnte sich nur kurz über die Spitze freuen. Am Sonntag holte sich Bayern München Platz eins mit einem 4:1 in Karlsruhe zurück. In Cottbus gab es die erste Trainerentlassung. FAZ.NET-Spezial.

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Die Bayern wieder vorn, trotzdem Jubel in Berlin, Katerstimmung in Cottbus: Zum Auftakt der ersten englischen Woche überschlugen sich in der Fußball-Bundesliga die Ereignisse. Bereits nach sechs Spieltagen musste Petrik Sander bei Energie Cottbus nach dem Sturz an das Tabellenende als erster Trainer seinen Stuhl räumen. Dagegen erlebte Hertha BSC mit dem dritten Sieg in Serie als „Mannschaft der Stunde“ eine unerwartete Renaissance, obwohl die Berliner die Spitzenposition nach einem kurzen Intermezzo wieder an Bayern München abtreten mussten.

Der hohe Titelfavorit war bei der Rückkehr von Oliver Kahn in den Karlsruher Wildpark ungefährdet und siegte bei Aufsteiger KSC am Sonntag nach Treffern von Luca Toni, Miroslav Klose, Hamit Altintop und Zé Roberto 4:1. Kahn, dessen Karriere beim KSC begann, bestritt seinen 600. Pflichtspieleinsatz als Bayern-Keeper. Hinter den Münchnern (14 Punkte) ist Berlin (12) Zweiter, Bayer Leverkusen rückte mit dem 3:0 in der zweiten Sonntags-Partie bei Hannover 96 an die dritte Position (11). Stefan Kießling, Arturo Vidal und Theofanis Gekas trafen für Bayer (Siehe auch: ).

„Es waren allein sportliche Gründe entscheidend“

Die 317. Trainerentlassung in der Bundesliga-Geschichte war am Sonntag morgen perfekt. Nach wochenlanger Hinhalte-Taktik der Clubführung kam das Ende für Sander nicht unerwartet. Sein weiterhin siegloses Team hatte mit dem 1:2 gegen den VfL Wolfsburg die Vorlage für die Entlassung geliefert. „Es waren allein sportliche Gründe entscheidend“, erläuterte Präsident Ulrich Lepsch. Wolfsburgs Trainer Felix Magath kritisierte die frühe Trennung: „Ich habe für diese Unsitte kein Verständnis, nur den Trainer für alles verantwortlich zu machen.“ Ein Sander-Nachfolger wurde noch nicht präsentiert. Bereits am Mittwoch steht die Partie beim Rekordmeister in München an.

FAZ.NET-Spezial: Der 6. Bundesliga-Spieltag

Große Freude hingegen herrschte bei der Berliner Hertha, die mit dem 3:2 gegen Borussia Dortmund zum überraschenden Höhenflug ansetzte. „Wir haben einen Trainer, der dem Team eine Handschrift geben kann - und eine Mannschaft, die das annimmt“, sagte Manager Dieter Hoeneß nach dem dritten Sieg in Serie. Dabei erzielte Marko Pantelic bereits seinen vierten Saisontreffer, außerdem trafen Lucio und Solomon Okoronkwo für die Gastgeber.

„Das war eines deutschen Meisters nicht würdig“

Nach dem unglücklichen 1:2 bei Real Madrid in der Champions League hat Bremen in der Liga wieder Tritt gefasst und Meister VfB Stuttgart mit einem 4:1-Sieg in die Krise gestürzt. „Es war wichtig, gerade in dieser Situation zu punkten“, befand Werder-Manager Klaus Allofs, der zudem die überraschende Vertragsverlängerung mit dem erneut überragenden Diego bis 2011 verkündete. Der VfB dagegen ist in den Startlöchern hängengeblieben. „Wir haben jetzt ein Problem. Das Zweikampfverhalten war eines deutschen Meisters nicht würdig“, befand Trainer Armin Veh, dessen Vertrag am Sonntag um ein Jahr bis 2009 verlängert wurde.

Auch Schalke 04 konnte sich mit dem 3:0 gegen Arminia Bielefeld für den verpatzten Champions-League-Start rehabilitieren. „Es war wichtig, nach der Leistung gegen Valencia sofort wieder zurückzukommen. Nun wollen sich die Jungs langsam an die Spitze pirschen“, sagte Trainer Mirko Slomka nach den Treffern von Kevin Kuranyi, Gerald Asamoah und Rafinha.

Hans Meyer: „Wir verbreiten jetzt keine Panik“

Mit dem ersten Saisonsieg reichte Hansa Rostock die „Rote Laterne“ vorerst weiter. Beim 2:0 im Aufsteiger-Duell gegen den MSV Duisburg avancierte Edelreservist Sebastian Hähnge mit seinem ersten Bundesliga-Treffer zum Mann des Tages. Enrico Kern erzielte das zweite Tor gegen die Duisburger, die ihre schlechteste Saisonleistung zeigten.

Trotz des zweiten 1:0-Erfolgs innerhalb von fünf Tagen erntete der Hamburger SV wegen seiner unattraktiven Spielweise Kritik. „Fußball ist ein Ergebnissport, für Zaubertricks muss man in den Zirkus gehen“, sagte HSV-Torhüter Frank Rost nach dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg, der nur 41 Stunden nach dem Uefa-Pokal-Spiel gegen Rapid Bukarest erneut antreten musste. Rafael van der Vaart erzielte den Treffer des Tages gegen den Pokalsieger, der mit bislang erst einem Saisonsieg auf einen Abstiegsplatz gefallen ist. „Wir verbreiten jetzt keine Panik, aber wir unterschätzen das auch nicht“, betonte Trainer Hans Meyer.

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