Home
http://www.faz.net/-gtn-x89t
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

FAZ.NET-Spezial: 33. Spieltag Duisburg und Rostock steigen ab - Liga vor „Finale furioso“

11.05.2008 ·  Am 33. Spieltag geht für den MSV Duisburg und Hansa Rostock alles zu Ende. Die beiden Teams steigen nach Niederlagen gegen Bayern München und Leverkusen in die Zweite Liga ab. Nürnberg und Bielefeld müssen weiter zittern. Auch die Entscheidungen im Kampf um Europacup-Plätze wurden auf den 34. Spieltag vertagt.

Artikel Bilder (1) Bildergalerie Lesermeinungen (0)

Für den MSV Duisburg und Hansa Rostock ist nach dem besiegelten Abstieg der 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein Tag der Tränen gewesen. Fast die halbe Liga muss aber bis zum Saisonfinale in einer Woche weiter zittern: Im Fernduell kämpfen Arminia Bielefeld und der 1. FC Nürnberg um den Klassenverbleib. Werder Bremen und der FC Schalke 04 ringen um den direkten Einzug in die Champions League. Und ein Quartett aus Leverkusen, Hamburg, Wolfsburg und Stuttgart (alle 51 Punkte) streiten sich in einem „Finale furioso“ um zwei Uefa-Cup-Plätze.

„Wir streben wieder die Bundesliga an“, formulierte Duisburgs Sportdirektor Bruno Hübner direkt nach der 2:3-Niederlage gegen Bayern München das Ziel. Der sechste Abstieg kam für die „Zebras“, die seit dem 8. Spieltag auf einem Abstiegsplatz stehen, nicht überraschend. „So wie wir uns teilweise präsentiert haben, kann man nicht bestehen“, bekannte MSV-Torwart Tom Starke. Für den längst gekürten Meister aus München war der Sieg eine Frage der Ehre. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber den anderen Teams“, sagte Bayern- Coach Ottmar Hitzfeld: „Sie hätten die Punkte gegen andere Teams holen müssen.“

„So eine Situation kann man sich als Fan nur wünschen“

Dies gilt auch für Hansa Rostock, das Bayer Leverkusen mit 1:2 unterlag und mit dem in die Kritik geratenen Trainer Frank Pagelsdorf und schmalen Budget ebenfalls die rasche Rückkehr ins Oberhaus anstrebt. „Wir haben schon einmal bewiesen, dass wir den Weg zurück in die Bundesliga packen können“, meinte Hansa-Vereinschef Dirk Grabow. Zuletzt war Rostock 2005 abgestiegen. Die in die Krise geratene Werkself vom Rhein ist mit dem Erfolg wieder auf Platz vier geklettert und führt die Finalisten-Runde der Uefa-Cup-Rivalen an.

FAZ.NET-Spezial: Der 33. Bundesliga-Spieltag

„So eine Situation kann man sich als Fan nur wünschen und wir sind sehr froh, noch mitten drin zu sein“, sagte Bayer-Trainer Michael Skibbe, dessen Ablösung die Fans zuletzt gefordert hatten. Die Leverkusener können mit einem Heimerfolg gegen Bremen aus eigener Kraft das Europacup-Ticket buchen. Auch der HSV, der mit dem 0:2 Energie Cottbus den Klassenverbleib bescherte, kann gegen den Karlsruher SC das Zittern um den Uefa-Cup-Einzug beenden.

Bielefeld vergibt „Matchball“

„Für so eine Leistung müssen wir uns schämen. Es ist ein Wunder, dass wir noch Fünfter sind“, schimpfte jedoch HSV-Kapitän Rafael van der Vaart. „Das nächste Spiel müssen wir gewinnen, sonst haben wir es nicht verdient“, forderte Hamburgs Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer, dessen Suche nach einem Nachfolger von Coach Huub Stevens weitergeht. Schließlich warten der VfL Wolfsburg (4:0 gegen den VfB) und Ex-Meister Stuttgart nur auf einen weiteren Fehltritt der Hanseaten.

Die Schwaben haben deshalb nichts gegen die Arminia aus Bielefeld zu verschenken, die mit dem höchst unglücklichen 2:2 gegen Borussia Dortmund nun wieder in größter Abstiegsnot sind. „Matchball vergeben - das ist bitter“, sagte Arminia-Präsident Hans-Hermann Schwick. Zum großen Pechvogel war Bielefelds Keeper Rowen Fernandez avanciert, der einen Latten-Freistoß von Alexander Frei (83.) mit dem Kopf zum 2:2 ins eigene Tor lenkte. „Wir können es immer noch aus eigener Kraft schaffen“, hofft Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch.

Der 1. FC Nürnberg, zwei Punkte hinter Bielefeld auf Platz 16, muss deshalb auf die Schützenhilfe des VfB bauen und einen Sieg gegen Schalke schaffen. „Jetzt haben wir gegen Schalke ein echtes Endspiel. Ich bin von unserem Klassenerhalt überzeugt“, sagte „Club“-Trainer Thomas von Heesen. Für die Königsblauen geht es allerdings auch um enorm viel: Der direkte Einzug in die Champions League wäre die Garantie für Einnahmen in zweistelliger Millionen-Höhe. „Nürnberg muss gewinnen, wir müssen gewinnen. Das wird ein interessanter Spieltag“, brachte es Schalke-Manager Andreas Müller nach dem mühevollen 1:0 gegen Eintracht Frankfurt treffend auf den Punkt.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   34  55   81 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   34  55   73 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   34  30   64 Gleichheit zur Vorwoche
4.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   34  25   60 Gleichheit zur Vorwoche
5.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   34  8   54 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   34  17   53 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   34  -4   48 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   34  -13   44 Gleichheit zur Vorwoche
9.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   34  -9   42 Gleichheit zur Vorwoche
10.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   34  -11   42 Gleichheit zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   34  -6   41 Gleichheit zur Vorwoche
12.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   34  -16   40 Gleichheit zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   34  -4   39 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   34  -13   38 Verbesserung zur Vorwoche
15.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   34  -22   36 Verschlechterung zur Vorwoche
16.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   34  -26   31 Verbesserung zur Vorwoche
17.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   34  -36   30 Verschlechterung zur Vorwoche
18.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   34  -30   23 Gleichheit zur Vorwoche
Ergebnisse, Tabellen und Statistik