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FAZ.NET-Spezial: 29. Spieltag Werder und Bayern legen nach

 ·  Der FC Schalke 04 ist dem Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft ein Stück näher gekommen. Doch das Titelrennen, in dem auch Stuttgart mitmischt, wurde endgültig zum Vierkampf: Am Sonntag gewannen die Bayern gegen Bayer und Werder in Dortmund. FAZ.NET-Bildergalerie.

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Der FC Schalke 04 lässt sich auf dem Weg zur ersten deutschen Meisterschaft seit 49 Jahren nicht beirren und steuert auf den achten Titelgewinn der Vereinsgeschichte zu. „Das war ein Meilenstein“, jubelte Trainer Mirko Slomka nach dem eindrucksvollen 3:0-Erfolg beim FSV Mainz 05.

Fünf Runden vor Saisonschluss halten die „Königsblauen“ ihre Verfolger auf Distanz und geben sich keine Blöße. Im dramatischen Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hingegen haben die Mainzer wie auch Arminia Bielefeld empfindliche Rückschläge erlitten, für Borussia Mönchengladbach gibt es nach dem 0:1 gegen den Hamburger SV kaum noch Hoffnung auf Rettung.

Am Sonntag schob sich Werder Bremen durch einen 2:0-Sieg in Dortmund wieder auf den zweiten Platz. Die Bayern gehen dank eines 2:1-Erfolgs gegen Bayer Leverkusen als Vierter in die letzte Etappe der Runde.

Stuttgart in der Verfolgerrolle

Mit der Rückkehr des fünf Spiele gesperrten Lincoln, der sein Comeback mit einem Treffer krönte, nahmen die Schalker die Hürde bei den Rheinhessen souverän. „Wenn es so weiterläuft, werden wir es schaffen“, meinte Gerald Asamoah, der nach Kevin Kuranyis Führungstreffer das 2:0 erzielte. Slomka lobte vor allem seinen brasilianischen Regisseur. „Lincolns Leistung war die richtige Antwort auf das, was vorher passiert ist. Er will unbedingt dazu beitragen, dass wir es schaffen. Das hat er eindrucksvoll unterstrichen“, befand Slomka.

Der VfB Stuttgart fühlt sich in seiner Verfolgerrolle offensichtlich pudelwohl. „Wenn man solche Spiele für sich entscheidet, bleibt man oben dabei“, sagte Torhüter Timo Hildebrand nach dem glücklichen 2:1-Erfolg gegen Hannover 96. Ein kurioses Eigentor von 96-Profi Dariusz Zuraw rettete den Schwaben den Sieg. Dennoch sieht Trainer Armin Veh sein Team nichts als Titelkandidat. „Wir wollen unseren Tabellenplatz halten“, meinte der VfB-Coach. Damit wäre ein Champions-League-Platz erreicht.

Bielefeld vor weiterem Abstieg

Im spannenden Abstiegskampf hat der FC Energie Cottbus ebenso wie die zuletzt kriselnde Elf von Hertha BSC mit neuem Coach das rettende Ufer fast erreicht. Dank der Treffer des wieder überragenden Rumänen-Duos Sergiu Radu und Vlad Munteanu kamen die Lausitzer zum 3:2-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg und stehen mit 38 Punkten recht sicher da. Mit Neu-Trainer Karsten Heine erreichten die Berliner durch den 3:1-Erfolg beim VfL Bochum ebenfalls 38 Zähler. „Es war ein Anfang. Aber es fehlen noch ein paar Punkte zum Klassenverbleib“, sagte Heine. Gilberto, Christian Gimenez und Chinedu Ede erzielten die Tore für Hertha.

Schwierig wird die Situation nicht nur für den Tabellenvorletzten Mainz 05, sondern auch für die punktgleiche Mannschaft von Arminia Bielefeld. Nach dem 2:4 gegen Eintracht Frankfurt droht den Ostwestfalen der siebte Bundesliga-Abstieg. „Es gibt keinen Grund sich aufzugeben. Die Entscheidung wird wohl erst am letzten Spieltag fallen“, sagte Arminias Präsident Hans-Hermann Schwick. Die Frankfurter, für die Ioannis Amanatidis zwei Treffer erzielte, haben sich hingegen mit 34 Punkten wieder ein wenig Luft verschafft.

Erfüllter Kindheitstraum

Auch der Hamburger SV glaubt nach dem glücklichen 1:0-Sieg durch Paolo Guerrero in Mönchengladbach fest an die weitere Erstliga-Zugehörigkeit. „Nächste Woche gegen Mainz wollen wir das klären und 38 Punkte erreichen. Dann sind wir da unten raus“, versprach HSV-Verteidiger Joris Mathijsen. Für die Gladbacher hingegen sind die Lichter in der Bundesliga wohl endgültig ausgegangen. „Das war ein Riesenschritt in die zweite Liga“, befand Nationalspieler Marcell Jansen. Nur eine Siegesserie in den restlichen fünf Begegnungen kann den Traditionsklub noch retten.

Eine gelungene Generalprobe für das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt feierte der 1. FC Nürnberg mit dem 1:0 gegen Alemannia Aachen. Chhunly Pagenburg traf mit seinem allerersten Bundesligatreffer zum schmeichelhaften Nürnberger Erfolg. „Für mich ist ein Kindheitstraum wahr geworden“, jubelte der Torschütze. Die Aachener hingegen müssen bei drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz noch bangen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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