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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

FAZ.NET-Spezial: 24. Spieltag Hamburg folgt Hertha - Bremen blamiert Stuttgart

 ·  Die Verfolger von Spitzenreiter Hertha lassen nicht locker: Nach dem FC Bayern und Wolfsburg siegte am Sonntag auch Hamburg - glanzlos mit 2:0 gegen Cottbus. Bremen schickte unterdessen den VfB Stuttgart mit vier Gegentoren auf die Heimreise.

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78 Jahre nach der letzten Meisterschaft reifen bei Hertha BSC wieder Titelträume. „Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich deutscher Meister werden möchte - und ich glaube, so leicht wie dieses Jahr wird es nie wieder“, sagte Kapitän Arne Friedrich nach dem 1:0 gegen Bayer Leverkusen (siehe auch: Bundesliga-Kommentar: Der Meisterfluch ).

Mit vier Punkten Vorsprung haben sich die Berliner zehn Spieltage vor Saisonende souverän an der Spitze vor dem ebenfalls erfolgreichen FC Bayern München, dem VfL Wolfsburg und Hamburger SV festgesetzt (siehe auch: Die aktuelle Tabelle der Fußball-Bundesliga). Im Abstiegskampf feierten Borussia Mönchengladbach und Arminia Bielefeld wichtige Erfolge, beim Karlsruher SC hingegen gehen allmählich die Lichter aus.

„Mit so einer Ruhe kann man deutscher Meister werden“

Fast 60.000 Zuschauer zelebrierten im Berliner Olympiastadion nach dem zehnten Heimsieg in Serie ihrer Hertha eine rauschende Party, selbst Trainer Lucien Favre tanzte im Kreise seiner Spieler. „Alles ist möglich, wenn man dran glaubt“, meinte Verteidiger Josip Simunic. Zuvor war es wieder einmal Andrej Woronin, der mit seinem achten Treffer aus den letzten sechs Spielen für Begeisterung in der Hauptstadt sorgte (siehe auch: 1:0 gegen Leverkusen - Woronins Tor lässt Berlin weiter träumen). Für Bayer-Coach Bruno Labbadia steht fest: „Mit so einer Art, mit so einer Ruhe kann man deutscher Meister werden.“

FAZ.NET-Spezial: Der 24. Bundesliga-Spieltag

Da werden Bayern München, Wolfsburg und Hamburg als Verfolger nicht tatenlos zusehen. Der HSV fand am Sonntag nach zuletzt zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur und untermauerte mit einem 2:0 (2:0)-Heimsieg über den Vorletzten Energie Cottbus seine Ambitionen (siehe auch: 2:0 gegen Cottbus - Hamburger Sieg mit einem Ärgernis).

„Es ist wichtig, dass die Berliner den bayrischen Atem spüren“

Dagegen musste der zuletzt aufstrebende VfB Stuttgart die erste Bundesliga-Niederlage unter der Regie von Trainer Markus Babbel hinnehmen. Das 0:4 (0:1) gegen Werder Bremen, das seinen ersten Rückrundensieg feierte, warf die Schwaben im Kampf um einen Champions-League-Platz zurück (siehe auch: 4:0 gegen Stuttgart - Bremer Tag der Volltreffer).

Der Rekordmeister aus München beendete seine Woche der Torflut mit dem 3:0 beim VfL Bochum und verzückte seine Fans mit 15 Treffern in acht Tagen. „Es ist wichtig, dass die Berliner den bayrischen Atem spüren“, sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Zé Roberto, Philipp Lahm und Martin Demichelis sorgten mit ihren Treffern für neues Selbstbewusstsein. „Wir haben jetzt das Gefühl, dass wir es aus eigener Kraft schaffen können“, befand Trainer Jürgen Klinsmann (siehe auch: 3:0 in Bochum - Alltagssieg für den FC Bayern).

„Wir haben oft genug gesagt, dass wir international spielen wollen“

Auch der VfL Wolfsburg bleibt im Titelrennen ein ernsthafter Kandidat. Gegen den von Krisen geplagten FC Schalke 04 feierten die „Wölfe“ beim 4:3-Erfolg ihren elften Sieg im zwölften Heimspiel. „Wir haben oft genug gesagt, dass wir international spielen wollen, und da sind wir auf einem guten Weg“, sagte der dreimalige Torschütze Grafite.

Bei den Schalkern ist nach dem Rauswurf von Manager Andreas Müller noch keine Ruhe eingekehrt. Trainer Fred Rutten soll nun nach Wünschen der Chefetage die Planungen für die kommende Saison vorantreiben. Der Niederländer erbat sich allerdings Bedenkzeit (siehe auch: 3:4 in Wolfsburg - Schalker Elendsmonate im Bundesliga-Mittelmaß).

„Wenn wir so weitermachen, kommen wir da unten raus“

Einen Dämpfer im Kampf um den Platz an der Spitze musste auch Aufsteiger 1899 Hoffenheim mit dem 1:1 bei Eintracht Frankfurt hinnehmen. „Ich bin heute zum ersten Mal in dieser Saison von den Jungs ein Stück weit enttäuscht“, sagte Trainer Ralf Rangnick, dessen Team nach der 1:0-Führung viel zu überheblich agierte und am Ende mit dem Punkt noch zufrieden sein musste (siehe auch: 1:1 in Frankfurt: Fink zerstört den Hoffenheimer Traum).

Im Abstiegskampf hat Borussia Mönchengladbach mit dem 4:2 im Derby beim 1. FC Köln den zweiten Sieg in Serie geschafft und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen. „Das war Balsam auf die wunde Seele“, befand Trainer Hans Meyer. „Wenn wir so weitermachen, kommen wir da unten raus“, meinte Borussen-Profi Alexander Baumjohann nach dem 20. Sieg im 37. Spiel in Köln. Michael Bradley (2), Karim Matmour und Rob Friend trafen für die Gladbacher (siehe auch: 4:2 in Köln - Mönchengladbach verlässt die Abstiegsplätze).

„Wir sind alle am Boden zerstört. Es ist jetzt nahezu unmöglich“

Auch Arminia Bielefeld verschaffte sich durch den 1:0-Sieg beim Karlsruher SC ein wenig Luft im Abstiegskampf. Für den KSC hingegen sieht es düster aus: „Wir sind alle am Boden zerstört. Es ist jetzt nahezu unmöglich“, bekannte Trainer Edmund Becker (siehe auch: 0:1 gegen Bielefeld: KSC taumelt dem Abstieg entgegen).

Den höchsten Unterhaltungswert hatte die Partie zwischen Hannover 96 und Borussia Dortmund, obwohl nach dem 4:4 keiner der Beteiligten so recht zufrieden war. „Das ist eine gefühlte Niederlage“, befand BVB-Coach Jürgen Klopp, dessen Team 2:0 und 4:2 in Führung gelegen hatte. „Es gibt keinen Grund für Party-Stimmung“, mahnte auch Hannovers Clubchef Martin Kind (siehe auch: 4:4 in Hannover: Dortmund in der Rückrunde weiter ohne Sieg).

Bundesliga - 24. Spieltag:

Freitag, 13. März 2009:

VfL Wolfsburg - FC Schalke 04 4:3 (2:1)

Samstag, 14. März 2009:

VfL Bochum - Bayern München 0:3 (0:1)
Hertha BSC Berlin - Bayer Leverkusen 1:0 (0:0)
Hannover 96 - Borussia Dortmund 4:4 (1:2)
Karlsruher SC - Arminia Bielefeld 0:1 (0:0)
1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 2:4 (0:2)
Eintracht Frankfurt - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:1)

Sonntag, 15. März 2009:

Werder Bremen - VfB Stuttgart 4:0 (1:0)
Hamburger SV - Energie Cottbus 2:0 (2:0)

Quelle: FAZ.NET
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