1899 Hoffenheim hat sich auch vom VfL Bochum nicht stoppen lassen und die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Der forsch agierende Aufsteiger setzte sich beim Revierclub dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 3:1 (0:1) durch. Der Hamburger SV besiegte den VfB Stuttgart mit 2:0 (1:0) und festigte Platz drei hinter Hoffenheim und Bayer Leverkusen, das schon am Dienstag mit 2:0 bei Werder Bremen gewonnen hatte (siehe: 2:0 in Bremen: Leverkusener Spitzenspiel zum Jubiläum).
Der FC Bayern München setzte mit einem verdienten 2:1 (0:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt seine Aufholjagd fort und liegt nach dem 10. Spieltag nun auf Platz vier. Hertha BSC bezwang Hannover 96 mit 3:0 (0:0) und ist Fünfter. Borussia Dortmund kam durch das 1:0 (0:0) beim 1. FC Köln schon zum dritten Auswärtserfolg der Saison.
Hoffenheim und Bayern tun sich lange schwer
In Bochum hatte Hoffenheim lange mehr Mühe als erwartet (siehe: 3:1 in Bochum: Hoffenheim siegt weiter). Nur zwei Minuten brauchte Bochum, um gegen die TSG in Führung zu gehen. Der für den verletzten Torjäger Stanislav Sestak ins Team gerückte Dennis Grote traf. Das Gästeteam konnte lange Zeit nicht an die Glanzleistung vom 3:0 gegen den HSV anknüpfen. Erst in der zweiten Halbzeit gelang wieder der hoch gelobte Kombinationsfußball. Tore von Demba Ba (65.), Vedad Ibisevic mit seinem elften Saisontreffer per Foulelfmeter (70.) und Carlos Eduardo (71.) wendeten innerhalb von sechs Minuten das Blatt. Bei Bochum sah Christoph Dabrowski (76.) die Gelb-Rote Karte.
Der FC Bayern war in Frankfurt die deutlich bessere Mannschaft (siehe: 2:1 in Frankfurt: Bayern gewinnt wieder nach Rückstand). Doch Toreschießen gelangen dem Rekordmeister erst spät. Trotz drückender Überlegenheit konnten die Münchner Eintracht-Keeper Oka Nikolov nicht überwinden. Da auf der anderen Seite Martin Demichelis (55.) ein Eigentor unterlief, sah es sogar kurzzeitg nach dem dritten Sieg in Serie für Frankfurt aus, doch Miroslav Klose (65.) und Franck Ribery (70.) sorgten mit ihren Toren für den verdienten Sieg der Bayern, die ihren dritten Erfolg nacheinander verbuchten und das von Manager Uli Hoeneß ausgegebene Ziel Herbstmeisterschaft weiter im Blick haben.
Jarolim sinkt zu Boden - Trochowski verwandelt den Elfmeter
Der Hamburger SV zeigte sich gegen Stuttgart von der Pleite in Hoffenheim erholt (siehe: 2:0 gegen Stuttgart: Der HSV betreibt erfolgreich Frustabbau). Gegen die gerade in der Offensive schwachen Schwaben dominierten die Hanseaten die Partie vor allem im ersten Abschnitt. Der Führungstreffer von Piotr Trochowski (17.) per Foulelfmeter war jedoch umstritten, denn Thomas Hitzlsperger hatte zuvor das Knie von David Jarolim nur leicht touchiert, der daraufhin zu Boden sank. Guy Demel hätte beinahe kurz vor der Pause erhöht, doch seinen Gewaltschuss lenkte VfB-Torwart Jens Lehmann an die Latte. Als der VfB in der zweiten Halbzeit besser wurde, sorgte Joris Mathijsen (74.) für die Entscheidung.
Hertha BSC feierte durch Tore seines Sturmdous Marko Pantelic (63.), Andrej Woronin (84.) sowie des eingewechselten Waleri Domowtschijski (90.+1) einen verdienten Erfolg gegen die im unteren Tabellendrittel feststeckenden Hannoveraner (siehe: Die Hertha siegt 3:0 gegen Hannover: Pantelic bleibt sich treu). Für die Berliner war es das fünfte Spiel in Serie ohne Niederlage. Borussia Dortmund zeigte sich in Köln als Experte auf des Gegners Platz (siehe: 1:0 in Köln: Dortmund bleibt in der Spitzengruppe). Den entscheidenden Treffer zum dritten Auswärtssieg der Saison markierte Florian Kringe (65.). Schon zuvor hatten die Gäste die besseren Chancen gehabt, Valdez hatte in der ersten Halbzeit den Pfosten getroffen.
Schalke siegt in Karlsruhe
Bereits am Dienstag hatte Hans Meyer bei seiner Auswärtspremiere als Trainer von Borussia Mönchengladbach in Wolfsburg deutlich verloren (siehe: 0:3 in Wolfsburg: Erste Gladbacher Niederlage unter Meyer). Ebenso deutlich fiel der Schalker Sieg in Karlsruhe aus (siehe: 3:0 in Karlsruhe: Kuranyi lässt Schalke wieder jubeln). Für das einzige Unentschieden des zehnten Spieltags hatten Bielefeld und Cottbus gesorgt (siehe: 1:1 in Bielefeld: Cottbus behält die „Rote Laterne“).
Erziehungspolitischer Aufbaufussball hilft nicht
Peter Slater (Wales-Rhondda)
- 29.10.2008, 13:43 Uhr
Herr Slater!!!
Alfred Weimann (GigaroCDA)
- 29.10.2008, 15:18 Uhr