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Fair geht vor Werder bietet Klasnic Vertragsverlängerung an

24.01.2007 ·  Werder Bremen hat seinem an einer Nieren-Insuffiziens leidenden Stürmer Ivan Klasnic eine Verlängerung des Vertrages angeboten. Der Kontrakt soll zu den aktuellen Konditionen verlängert werden, kündigte Manager Allofs an.

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Werder Bremen hat auf die schwere Erkrankung von Stürmer Ivan Klasnic mit einem Angebot auf Verlängerung des auslaufenden Vertrages reagiert. Der kroatische Fußball- Nationalspieler soll dadurch nach der bevorstehenden Nierentransplantation ausreichend Zeit und Ruhe zur Regeneration erhalten.

Eine Rückkehr in den Hochleistungssport halten Mediziner durchaus für möglich, rechnen aber mindestens mit einer halbjährigen Pause. Angesichts der schwierigen Situation intensiviert Werder kurz vor dem Rückrundenstart die Suche nach einem neuen Stürmer.

„Natürlich hat Ivan Angst“

Ungewissheit und Bestürzung herrschte in Bremen angesichts der schweren Erkrankung. „Natürlich hat Ivan Angst, daß seine Lebenspläne über den Haufen geworfen werden“, berichtete Anwalt Klaus-Peter Horndasch über die Gefühle seines Mandanten. Aus Rücksicht auf seinen Mandanten wollte er sich zu Details wie Ort und Zeitpunkt der Operation nicht äußern.

Besorgt reagierten auch die Mitspieler, als sie von der schweren Erkrankung ihres Kollegen erfuhren. „Das war schon ein kleiner Schock für uns, als wir gehört haben, was Ivan da bevorsteht“, sagte Aaron Hunt. Teamkapitän Frank Baumann sagte: „Wir sind traurig, daß Ivan solche Probleme hat und wünschen ihm natürlich alles Gute und daß alles glatt geht.“

Ein halbes Jahr Pause - mindestens

Auch der Verein bot Klasnic jegliche Unterstützung an. „Wir werden Ivan bei passender Gelegenheit vorschlagen, seinen Vertrag zu verlängern, wenn er dies wünscht“, sagte Manager Klaus Allofs. Klasnic hatte noch vor wenigen Tagen erklärt: „Ich hoffe natürlich, daß ich bei Werder bleiben werde.“ Werder verfährt bei Klasnic ähnlich wie im Fall Kristian Lisztes. Der ungarische Nationalspieler hatte sich kurz vor Ende der Bremer Double-Saison 2003/2004 einen Kreuzbandriss zugezogen und blieb - trotz zuvor abgebrochenen Vertragspokers - doch noch eine Saison in Bremen.

Wann Klasnic wieder spielen kann, ist derzeit völlig offen. Klasnic-Anwalt Horndasch hatte am Dienstag gesagt, daß die behandelnden Ärzte davon ausgehen, „daß der Spieler sechs bis acht Wochen später dem Verein wieder zur Verfügung steht“. Andere Mediziner rechen allerdings mit einer deutlich längeren Pause. „Ein halbes Jahr Abstand braucht man mindestens, vielleicht sogar ein Jahr“, sagte Professor Alfred Königsrainer von der Universitätsklinik Tübingen.

Suche nach Ersatz-Stürmern

Der Mediziner erklärte zur Behandlung nach der Operation: „Der Körper muß durch Medikamente im Gleichgewicht sein. Gerade so, daß er die Niere nicht wieder abstößt, aber eben auch nicht zu anfällig für Infektionen ist.“ Eine Rückkehr in die Bundesliga hält er bei normalem Verlauf für möglich: „Von der Leistungsfähigkeit her wird er keine Probleme haben. Ich kenne eine Reihe von aktiven Sportlern, die stehen völlig normal im Leben und gehen ganz normal ihrem Beruf nach.“ Beispiele sind ein italienischer Weltmeister im Gewichtheben (Norberto Oberburger), ein amerikanischer NBA-Basketballer (Alonzo Mourning) und ein neuseeländischer Rugby-Profi (Jonah Lomu).

Werder ist derweil weiter auf der Suche nach Verstärkungen für den Sturm. Ein Kandidat scheint der 24 Jahre alte Schwede Markus Rosenberg zu sein, derzeit bei Bremens UEFA-Cup-Gegner Ajax Amsterdam unter Vertrag. „Ich werde das weder bestätigen noch dementieren“, sagte Allofs. „Es sind derzeit so viele Spekulationen im Umlauf. Daran beteiligen wir uns nicht.“

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