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Eintracht Frankfurt Pröll bleibt drei weitere Jahre bei der Eintracht

 ·  Nach wochenlangen Verhandlungen hat Eintracht Frankfurt den Vertrag mit Torwart Pröll bis zum 30. Juni 2010 verlängert. Ausstiegsklauseln seien nicht vereinbart worden, sagte Eintracht-Chef Bruchhagen, „der Vertrag gilt auch für die Zweite Liga.“

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Es war kurz vor zwölf am Mittwochmittag, als Klaus Gerster das Büro von Heribert Bruchhagen, dem Vorstandsvorsitzenden von Eintracht Frankfurt, zum ersten Mal verlassen hat. Man habe über viele Dinge gesprochen, sagte Gerster, und natürlich habe man auch das „Thema Markus Pröll“ gestreift. Dies war eine vornehme Untertreibung. Denn zwei Stunden später war Gerster wieder hinaus zur Geschäftsstelle der Eintracht gefahren, diesmal in Begleitung seines Klienten.

Die Gespräche um eine Verlängerung des Vertrages von Markus Pröll wurden fortgeführt und am Nachmittag zu einem positiven Ende gebracht. Der 27 Jahre alte Torwart unterschrieb einen neuen Vertrag bei der Eintracht, gültig für drei Jahre bis zum 30. Juni 2010. Ausstiegsklauseln seien nicht vereinbart worden, sagte Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen, „der Vertrag gilt auch für die Zweite Liga.“

Zugeständnisse bei der Vertragslaufzeit

Damit wurde noch vor dem Bundesligastart an diesem Samstag gegen den FC Schalke 04 ein Schlusssstrich unter die seit einigen Wochen mit vielen Schlagzeilen in der Öffentlichkeit begleiteten Vertragsverhandlungen gezogen. Man sei sich „noch einmal entgegengekommen“, sagte Bruchhagen nach dem erfolgreichen Ende der Gespräche.

Dabei hat die Eintracht wohl in erster Linie Zugeständnisse in Bezug auf die Laufzeit der weiteren Zusammenarbeit gemacht. Zunächst sei über einen Zweijahresvertrag verhandelt worden, sagte Bruchhagen, nun hat man sich auf einen Dreijahresvertrag geeinigt. Über die wirtschaftlichen Zahlen der Vertragsverlängerung wurde nichts bekannt, doch kann man davon ausgehen, daß Markus Pröll seine Bezüge deutlich verbessert hat.

Mit Nürnberg und dem VfB in Kontakt

Die zuletzt etwas festgefahrenen Gespräche waren auch durch die Entwicklungen bei anderen Vereinen wieder in Gang gekommen. Nachdem sich der VfB Stuttgart mit Raphael Schäfer und dessen Verein 1. FC Nürnberg über einen Wechsel zum Saisonende geeinigt hatte, war der augenblicklich für Torhüter wohl attraktivste Arbeitsplatz der Liga vergeben. Denn nur in Stuttgart hätte sich Markus Pröll sportlich und wirtschaftlich gegenüber Frankfurt verbessern können. Bei Borussia Mönchengladbach, das angeblich einen Nachfolger für den 37 Jahre alten Kasey Keller sucht, fehlt aktuell die sportliche Perspektive. Und Hertha BSC Berlin, das in der Vorrunde mit ihrem Torwart Christian Fiedler nicht zufrieden war, hat finanziell kaum größere Möglichkeiten als die Eintracht.

Der Markt sei ihm natürlich nicht unbekannt gewesen, sagte Bruchhagen, zudem habe er in den vergangenen Tagen mit seinen Kollegen Horst Heldt in Stuttgart und Martin Bader in Nürnberg in Verbindung gestanden. Der 1. FC Nürnberg, der VfB Stuttgart und die Eintracht haben damit wohl erfolgreich verhindert, daß die Gehälter für Torhüter immer weiter steigen.

„Froh, daß ich hierbleiben kann“

Markus Pröll jedenfalls war mit der gefunden Vereinbarung zufrieden. „Ich habe immer gesagt, daß ich mich bei der Eintracht wohl fühle“, sagte Pröll, „jetzt bin ich froh, daß ich hierbleiben kann.“ Besonders das Vertrauen des Trainers habe ihn gefreut, sagte der ehemalige Kölner. Friedhelm Funkel war am Mittwochvormittag noch einmal bei Heribert Bruchhagen vorstellig geworden und hatte die sportliche Wertigkeit von Markus Pröll noch einmal hervorgehoben. „Jetzt freue ich mich, daß mein besonderer Wunsch der Vertragsverlängerung geklappt hat“, sagte Funkel, der nun wie gewünscht mit dem Torwart-Trio Pröll, Oka Nikolov und Jan Zimmermann weiterarbeiten kann.

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