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Eintracht 0:0 gegen Hamburg : Kümmerliches Niveau in Frankurt

David Abraham bringt Filip Kostic zu Fall – in dieser Szene hätten sich die Frankfurter über einen Elfmeterpfiff nicht beklagen können. Bild: EPA

Der Hamburger SV punktet auch in Frankfurt – dennoch bedeutet das 0:0 einen Rückschlag. Die Eintracht hat die besseren Chancen, in einer Szene aber auch Glück.

          Der Hamburger SV sammelt in der Rückrunde Punkt auf Punkt. Aber nach den Siegen der Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg bedeutete das 0:0 in Frankfurt eher einen Rückschlag. Der Tabellensechzehnte muss nun zwei Punkte aufholen, um den Relegationsplatz zu verlassen. In einer hart umkämpften, von beiden Teams unsauber geführten Partie auf spielerisch kümmerlichem Niveau hatte der HSV Glück, dass die Frankfurter drei große Möglichkeiten durch Hrgota (29.), Rebic (51.) und Hector (73.) vergaben. Pech dagegen, dass Schiedsrichter Cortus in der 61. Minute Kostic einen Elfmeter versagte, der im Strafraum von Abraham gefoult worden war.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Fußball kann ein schönes Spiel sein, muss es aber nicht. Zum Beispiel, wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die mehr dem Zufall vertrauen als dem eigenen Können. Der HSV sammelt in der Bundesliga regelmäßig Punkte, seitdem er dem gepflegten Flachpass abgeschworen hat und den Ball hoch und weit nach vorne schlägt. Wie sagte doch Trainer Gisdol vor dem Anpfiff: „Das 0:3 im Hinspiel gegen die Eintracht war wertvoll, denn es verhalf uns zu einer schonungslosen Analyse.“ Die Quintessenz: Der Wille zum Kombinationsspiel ist kontraproduktiv, weil wegen der Fehleranfälligkeit mehr Kontergegentore hingenommen werden mussten als eigene Chancen kreiert wurden.

          Marko Fabian (rechts) und die Eintracht taten sich schwer gegen Gotoku Sakais HSV. Bilderstrecke
          Marko Fabian (rechts) und die Eintracht taten sich schwer gegen Gotoku Sakais HSV. :

          Eintracht-Trainer Kovac hatte sein Team sehr gut auf die sogenannte „Langholz-Taktik“ eingestellt. Mit Marco Russ beorderte er einen zweiten kopfballstarken Abwehrspieler in die Abwehrkette, des Weiteren hatte er seine Spieler dazu verpflichtet, sich weit nach hinten fallen zu lassen, sobald ein Hamburger den Ball in den Frankfurter Abendhimmel drosch. So landete der Ball meist bei einem Frankfurter.

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          Der HSV erarbeitete sich in der ersten Halbzeit nur einen Torschuss. Da die Eintracht in der Offensive das gleiche Spiel trieb, auf gut Glück in die Weite geschlagene Bälle, wurden die Zuschauer auf eine harte Geduldsprobe gestellt. In der 29. Minute war es dann soweit – nach einer blitzschnellen Drehung flankte Rebic auf Hrgota, aber der Eintracht-Stürmer schoss den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Da in der zweiten Halbzeit den Teams in der Offensive auch nicht viel gelang, endete die Auseinandersetzung mit dem logischen Ergebnis: 0:0.

          Quelle: FAZ.NET

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