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Veröffentlicht: 11.12.2012, 00:37 Uhr

Dynamo Dresden Den Schaden hat der Verein

Nicht erst beim Pokalspiel in Hannover fallen Dresdner Fans vereinzelt negativ auf. Einzelne haben als Störenfriede zu gelten. Durch ihre wiederholten Taten üben sie erheblichen Einfluss - den Schaden trägt der Verein. Eine Chronologie.

© dpa Im Schimmer der Bengalos: Einzelne Dresdner Fußballanhänger beim Pokalspiel in Hannover

21. Februar 2005: Der Karlsruher SC stellt Strafanzeige gegen mutmaßliche Randalierer beim Zweitliga-Spiel gegen Dynamo Dresden (1:1). Trotz starker Sicherheitsvorkehrungen werden aus dem Dresdner Block und später auch von KSC-Fans Feuerwerkskörper abgefeuert. Drei Zuschauer erleiden Brandverletzungen. In der 67. Minute wird das Spiel zehn Minuten lang unterbrochen.

17. Februar 2006: Nach der Zweitliga-Partie von Dynamo bei Eintracht Braunschweig kommt es vor dem Stadion zu Krawallen. Etwa 1.000 der 3.000 mitgereisten Dresdner bewerfen die Polizei nach der 0:1-Niederlage mit Steinen und schlagen Autoscheiben ein.

28. Oktober 2006: Bei schweren Ausschreitungen Dresdner „Fans“ beim Spiel der Regionalliga zwischen Hertha BSC II und Dynamo (1:1) werden in Berlin 23 Polizisten verletzt. 22 Personen werden festgenommen.

Bild Dresden 1 © dpa Vergrößern Störmanöver: Rauchschwaden aus dem Dynamo-Block im Dortmunder Stadion

10. Juni 2007: Unmittelbar nach dem 2:0-Finalsieg von Dynamo Dresden beim FC Erzgebirge Aue II im sächsischen Landespokal kommt es auf dem Spielfeld zu Tumulten: Dresdner Anhänger stürmen auf den Rasen, vereinzelt prügeln sie sich mit der Polizei. Die Spieler flüchten in die Kabinen.

28. Oktober 2007: Nach dem Spiel in der sächsischen Landesliga zwischen Dynamo Dresden II und dem 1. FC Lok Leipzig (2:0) kommt es zu Ausschreitungen. Zehn Menschen, darunter vier Polizisten, werden verletzt. 229 mutmaßliche Randalierer werden in Gewahrsam genommen.

24. Mai 2011: 14 Festnahmen und 16 Strafanzeigen lautet das Fazit nach dem Relegations-Rückspiel zur zweiten Liga in Osnabrück. Beim 3:1-Sieg nach Verlängerung von Dresden verhindert die Polizei nach eigenen Angaben „größere Ausschreitungen“. Der Schiedsrichter pfeift die Partie bereits kurz vor Ablauf der offiziellen Spielzeit ab.

25. Oktober 2011: Während der DFB-Pokalpartie zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden (2:0) kommt es zu massiven Störungen durch Dynamo-Anhänger. Das Spiel steht wegen des Zündens von bengalischen Feuern sowie Rauch- und Knallkörpern mehrfach kurz vor dem Abbruch. Bei Krawallen rund um das Stadion werden mehrere Personen verletzt und festgenommen. Der DFB-Kontrollausschuss fordert den Ausschluss von Dynamo Dresden aus dem Wettbewerb für die Saison 2012/13. Das DFB-Bundesgericht kippt das Urteil und verhängt stattdessen ein „Geisterspiel“ in der zweiten Bundesliga sowie eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro – als letzte Warnung.

Bild 2 Dynamo Dresden © dpa Vergrößern Tatort Hannover: Einzelne Dresdner Fans klettern über Absperrungen

31. Oktober 2012: Rund um das Pokalspiel bei Hannover 96 (4:3 nach Elfmeterschießen) randalieren wieder einzelne Fans von Dynamo Dresden. 18 Dynamo-Anhänger werden in Gewahrsam genommen und drei Personen wegen mutmaßlicher Körperverletzung vorläufig festgenommen. Laut Polizei hätten schwere Krawalle nur mit einem Großaufgebot von rund 1.000 Beamten verhindert werden können. Das DFB-Sportgericht schließt daraufhin in seinem Urteil vom 10. Dezember 2012 Dresden für die kommende Saison vom Pokal aus. Hannover muss 70.000 Euro Strafe zahlen.

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Quelle: FAZ.NET/dpa

 

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