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Drei-Satz-Presseerklärung Bayerischer Burgfrieden

08.05.2007 ·  Der FC Bayern hat per Pressemitteilung das Ende seines Führungsstreits verkündet. Bei einem Gipfeltreffen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat seien in einem „guten und konstruktiven Gespräch“ die „Irritationen beseitigt“ worden.

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Nach Querschüssen mit gegenseitigen Vorwürfen und Sticheleien in seiner Führungsetage hat der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München den Burgfrieden ausgerufen. Bei einem Treffen zwischen dem Vorstandstrio Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Karl Hopfner mit der Aufsichtsratsführung um Präsident Franz Beckenbauer seien die jüngsten „Irritationen beseitigt“ worden, teilten die Bayern am Dienstag überraschend in einer Presseerklärung mit. Zuvor hatte der in die Kritik geratene Aufsichtsratsvorsitzende Beckenbauer den Schulterschluss der Bayern-Führungsriege betont. „Wir alle sitzen da in einem Boot“, sagte er der „Abendzeitung“. „Ich denke, dass das Verhältnis gut ist.“

Kein einziger Titel, in der Champions League wieder einmal die Grenzen aufgezeigt bekommen und im Bundesliga-Alltag erstmals seit zehn Jahren die Teilnahme an der europäischen Königsklasse verpasst - nach einer verheerenden Saison herrscht beim einstigen Branchenprimus seit Tagen Katerstimmung. Dem sportlichen Misserfolg folgte der Zank in der Führungsriege: So schweigsam sich die Bayern-Chefetage bislang über prominente Neuzugänge gab, so redselig gingen die Bosse des abgestürzten Riesen in den vergangenen Tagen in den Medien aufeinander los.

Nun reden sie wieder miteinander

„Das irritiert nicht nur uns im Vorstand, sondern auch die Mitglieder der anderen Gremien wie Verwaltungsrat und Aufsichtsrat“, rüffelte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Wochenende Beckenbauer für dessen wiederholt geäußerte Kritik am Auftreten des Rekordmeisters. „Wer ein Problem mit mir hat, soll mit mir persönlich reden“, stichelte der „Kaiser“ am Montag via „Bild“-Zeitung zurück. „Dafür hat uns der liebe Gott ja die Sprache gegeben.“

Am Montag redeten die Bayern-Bosse wieder miteinander und kamen zu einem „guten und konstruktiven Gespräch“ zusammen, versicherte der Rekordmeister in einer Drei-Satz-Presseerklärung. Einzelheiten vom Gipfeltreffen wurden zwar nicht bekannt, doch dürften die millionenschweren Planungen für eine bessere sportliche Zukunft neben allen verbalen Irritationen der vergangenen Tage im Mittelpunkt des Treffens gestanden haben, an dem auch Beckenbauers Aufsichtsratskollegen Herbert Hainer und Herbert Henzler teilnahmen.

„Dann brauchen's den Aufsichtsrat

„Der Vorstand ist für das operative Geschäft zuständig“, erklärte Beckenbauer, aber: „Und hin und wieder, wenn es um größere Transfers geht, dann brauchen's den Aufsichtsrat.“ Dass beim gestürzten Spitzenklub zwei Spieltage vor Saisonende nur noch die Zukunft zählt, hatte Hoeneß am Wochenende erneut klar gemacht. „Wir werden die Einkaufspolitik jetzt ändern und im nächsten Jahr einen anderen FC Bayern erleben.“

Beckenbauer räumte ein, dass es bei der Kommunikation zwischen den Bayern-Gremien zuletzt gehapert hatte: „Mit Uli hab' ich öfter Kontakt, den hab' ich erst letzte Woche getroffen. Mit Kalle weniger. Aber die haben natürlich jetzt zu tun. Alle haben eingesehen, dass es mit dieser Mannschaft nicht mehr weitergeht, dass man dringend Verstärkungen braucht.“ Die Zukunft soll beim FC Bayern nun wieder gemeinsam gestaltet werden: „Dass Fehler gemacht worden sind, ist offensichtlich“, räumte Beckenbauer ein. „Aber das betrifft uns ja alle.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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