04.11.2006 · Alexander Frei hat den BVB vor der ersten Heimniederlage der Saison bewahrt. Der Schweizer verwandelte in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter.
Der Treueschwur für Bert van Marwijk hat sich bei Borussia Dortmund bisher nur bedingt bezahlt gemacht. Gut eine Woche nachdem die Vereinsführung dem in die Kritik geratenen BVB-Trainer demonstrativ das Vertrauen ausgesprochen hatte, kam die Mannschaft im Duell mit Arminia Bielefeld nur mit viel Glück zu einem 1:1.
Ein von Alexander Frei (90.+2) in der Nachspielzeit verwandelter Foulelfmeter verhinderte die Heimschlappe. Vor 75.300 Zuschauern im Signal Iduna Park waren die Bielefelder nach der Führung durch Artur Wichniarek (68.) ihrem ersten Auswärtssieg sehr nahe. Wegen einer Notbremse an Ebi Smolarek sah der Bielefelder Abwehrspieler Petr Gabriel kurz vor dem Abpfiff die Rote Karte.
Hohe Fehlpaßquote
Das gewachsene Selbstvertrauen der Bielefelder, die sich in einem „Goldenen Oktober“ auf Platz 5 der Tabelle verbessert hatten, bekam der BVB von Beginn an spüren. Wie schon in den vergangenen Wochen präsentierte sich die im Vergleich zum 5:1-Kantersieg gegen Aachen unveränderte Arminia als gut organisiertes Kollektiv und bereitete dem Gegner beim Spielaufbau Kopfzerbrechen. Nur mit viel Glück entging Dortmund einem frühen Rückstand: Nach Flanke von Sibusiso Zuma traf Wichniarek (14.) aus fünf Metern nur den Pfosten, im Nachschuß scheiterte Jörg Böhme an BVB-Keeper Roman Weidenfeller.
Erst danach legte der BVB, der wieder in einem 4-3-3-System sein Heil suchte, die Zurückhaltung ab. Zwar war die Fehlpaßquote wie schon in den vorigen Heimspielen hoch, aber eine verbesserte Spielkultur zumindest bis zur Halbzeit erkennbar. Das Plus an Spielanteilen schlug sich in Torchancen nieder: Nelson Valdez (25.), Ebi Smolarek (38.) und Martin Amedick (39.) waren der 1:0-Führung für ihre im bisherigen Saisonverlauf heimschwachen Mannschaft nahe. Bielefeld geriet in der Defensive zusehends unter Druck, blieb aber mit ansehnlichen Kontern gefährlich.
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Auch nach Wiederanpfiff blieb die Partie hart umkämpft. Dortmund mühte sich redlich. Bielefeld hielt mit taktischem Geschick und Zweikampfstärke dagegen. Doch anders als noch in der ersten Halbzeit behielt Wichniarek bei der ersten Torchance die Nerven: Nach Zuspiel von Rüdiger Kauf brachte der Angreifer sein Team mit seinem vierten Saisontreffer in Führung. Erst der Elfmeter von Frei in der Schlußminute machte die Hoffnungen der Bielefelder auf ein neuerliches Erfolgserlebnis zunichte. Nach einem Foul von Gabriel an Smolarek hatte Schiedsrichter Günther Perl die Rote Karte gezeigt und auf Elfmeter entschieden.
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 21 | 32 | 46 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 21 | 35 | 44 | ![]() |
| 3. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 21 | 22 | 43 | ![]() |
| 4. | ![]() |
FC Schalke 04 | 21 | 18 | 41 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Werder Bremen | 21 | -1 | 33 | ![]() |
| 6. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 21 | 0 | 31 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 21 | -2 | 31 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 21 | -11 | 27 | ![]() |
| 9. | ![]() |
VfB Stuttgart | 21 | 3 | 26 | ![]() |
| 10. | ![]() |
Hamburger SV | 21 | -8 | 26 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 21 | -2 | 25 | ![]() |
| 12. | ![]() |
1. FC Köln | 21 | -12 | 24 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 21 | -6 | 23 | ![]() |
| 14. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 21 | -12 | 22 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hertha BSC | 21 | -11 | 20 | ![]() |
| 16. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 21 | -11 | 18 | ![]() |
| 17. | ![]() |
FC Augsburg | 21 | -14 | 18 | ![]() |
| 18. | ![]() |
SC Freiburg | 21 | -20 | 17 | ![]() |