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Die Hertha siegt 3:0 gegen Hannover Pantelic bleibt sich treu

29.10.2008 ·  Nachdem er vor dem Spiel in einem Interview abermals Trainer Favre kritisiert hatte, unterstrich Hertha-Torjäger Marko Pantelic gegen Hannover, warum er für die Berliner unverzichtbar bleibt: vor dem Tor ist kaum jemand so abgeklärt wie der Serbe.

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Trotz der sich verschärfenden Dauerfehde mit Trainer Lucien Favre trifft Marko Pantelic weiter für die Hertha. Dank des dritten Saison-Treffers des Serben nach 66 Minuten, des zweiten Tores von Andrej Woronin (84.) und dem Schlusspunkt durch Waleri Domowtschijski (90.+1) bezwangen die Berliner am zehnten Spieltag der Fußball-Bundesliga Hannover 96 mit 3:0 (0:0) und sind damit schon sechs Pflichtspiele ungeschlagen. Mit 18 Punkten steht Hertha nun auf Rang fünf. Hannover wartet mit neun Zählern bereits seit vier Liga-Partien auf einen Sieg und ist von der Abstiegszone nur noch ein Pünktchen entfernt.

Pantelic hatte wenige Stunden vor dem Anpfiff so deutlich wie noch nie das zerrüttete Verhältnis zu Chefcoach Favre angeprangert. „Ich respektiere ihn. Aber ich wünsche mir, dass auch er meine Leistungen respektiert“, erklärte der Serbe am Spieltag in einem Interview mit der „Sport Bild“. Er sei „vom ersten Tag an nicht der Lieblingsspieler“ des Trainers gewesen, meinte der 30-Jährige. „Von diesem Versteckspiel hinter meinem Rücken habe ich die Schnauze gestrichen voll“, wählte Pantelic, dessen Vertrag nach der Saison ausläuft, drastische Worte.

Hannover vergibt mehrere Möglichkeiten

Favre stellte den exzentrischen Stürmer vor 31.329 Zuschauern dennoch in die Startelf - und Pantelic machte genau das, was er am besten kann: ein Tor. Angesichts der Treffer-Quote des Matchwinners dürfte dem Trainer auch in den nächsten Spielen nichts anderes übrig bleiben, als weiter mit der Unberechenbarkeit des Angreifers zu leben. Zumal bei neun verletzten Spielern dem Schweizer keine große Wahl bleibt, gegen Hannover saßen nur noch sechs Auswechselspieler auf der Hertha-Bank.

Die Gäste aus Hannover, die vor mehr als fünf Jahren zum ersten und bisher auch letzten Mal in Berlin gewonnen hatten, versuchten die Unruhe im Hertha-Lager zu nutzen. Doch in der gefährlichen Zone fehlten den „Roten“ die Genauigkeit und der letzte Biss. Nach der besten Aktion schoss Hanno Balitsch, für den verletzten Vinicius in die Abwehrkette gerückt, über das Tor (13.). Mikael Forsell zielte gleich viermal aus guten Positionen knapp am Pfosten vorbei (34., 36. 50. und 52). Auch Pinto hatte bei seinem Versuch kein Glück (51.).

Berlin nach der Pause stärker

Die Berliner Aktionen wirkten lange zu hektisch, ohne Konzept. Vor der Pause leitete Pantelic die beste Chance ein. Der Serbe steckte den Ball geschickt auf seinen Landsmann Gojko Kacar durch, doch der wusste nichts daraus zu machen (6.). Die Gastgeber hatten viele technische Fehler und Ballverluste in ihrem Spiel, hätten aber noch vor der Pause in Führung gehen können. Der Pfosten und Gaetan Krebs auf der Linie verhinderten nach einem Schuss von Pal Dardai das 1:0 (23.). Ein Kopfball von Raffael (26.) verfehlte das Ziel knapp.

Nach der Pause wollten beide Teams die Entscheidung, brachten mit Woronin (Hertha) und Jan Schlaudraff (Hannover) neue Offensiv-Kräfte. Doch Wirkung hatte das vor allem beim Gastgeber: 96-Torwart Florian Fromlowitz, der weiter den Nationalkeeper Robert Enke vertreten muss, klärte noch stark gegen den freigespielten Kacar (60.). Nach Eingabe von Maximilian Nicu stand Pantelic dann genau richtig. Pantelic selbst und Nicu hätten danach alles klarmachen können, verfehlten aber aus bester Lage. So musste Hertha-Kapitän Arne Friedrich noch auf der Linie gegen Szabolcs Huszti retten (78.), ehe Woronin alle Zweifel beseitigte - und Domowtschijski den Schlusspunkt setzte.

Hertha BSC - Hannover 96 3:0 (0:0)
Hertha BSC: Drobny - Chahed, Kaká, Friedrich, Stein - Dardai, Kacar - Nicu, Cicero - Raffael (46. Woronin) - Pantelic (87. Domowtschijski)
Hannover 96: Fromlowitz - Cherundolo, Balitsch, Fahrenhorst, Rausch - Lala (77. Stajner), Christian Schulz - Krebs (46. Schlaudraff), Pinto (72. Hanke), Huszti - Forssell
Schiedsrichter: Brych (München)
Zuschauer: 31.329
Tore: 1:0 Pantelic (62.), 2:0 Woronin (84.), 3:0 Domowtschijski (90.+1)
Gelbe Karten: Kacar (2), Pantelic (1), Stein (3) / Balitsch (4)

Quelle: FAZ.NET mit dpa
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