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Sieg in Freiburg : Die Eintracht vertreibt die ärgsten Sorgen

Ein Sieg auch für den neuen Trainer: Torschütze Nicolai Müller bei seiner auswechslung mit Trainer Adi Hütter Bild: EPA

Ein erlösender Sieg in Freiburg: Nach Niederlagen im Supercup und im DFB-Pokal gewinnt Eintracht Frankfurt in Freiburg. Nicolai Müller ebnet früh den Weg, Sebastien Haller trifft spät.

          Für Christian Streich ist es das erste Mal gewesen – für Adi Hütter auch. Während der Freiburger Trainer Streich wegen eines kleinen Bandscheibenvorfalls erstmals nicht aktiv an der Seitenlinie bei einem Bundesligaspiel seines Sportclubs dabei gewesen ist, trug der neue Frankfurter Coach Hütter zum ersten Mal in einem Punktspiel Verantwortung. Der Österreicher tat dies gleich auf ungewohnte Art und Weise, denn beim überraschenden 2:0-Auswärtserfolg im mit 24.000 Zuschauern ausverkauften Freiburger Schwarzwaldstadion wirbelte Hütter seine Mannschaft kräftig durcheinander als Reaktion auf die Niederlagen in Supercup und DFB-Pokal. „Diese drei Punkte nach der letzten Kritik, die berechtigt war, sind Balsam auf die Wunden“, sagte er. „Als Österreicher das erste Spiel in der Bundesliga zu gewinnen, ist auch eine Genugtuung.“

          Bundesliga

          Die beiden verletzten Ante Rebic und David Abraham konnten ebenso wenig mitwirken wie der kurzfristig an einer Grippe erkrankte Makoto Hasebe. Auch für Nicolai Müller ist es das erste Mal gewesen, dass er für seinen neuen alten Klub Eintracht auf Torejagd gehen durfte. Der vom Absteiger HSV zum Pokalsieger gekommene Rechtsaußen tat dies gleich mit großem Nachdruck, denn mit seiner ersten Szene überhaupt schoss er kühl und gekonnt zum 1:0 ein (10.). „Ich fühle mich gut“, sagte der über seinen Treffer „sehr glückliche“ Müller nach dem Spiel. „Klar, man kann noch nicht bei 100 Prozent sein.“

          Die Frankfurter Führung überraschte, denn es waren zuvor die engagierten Freiburger, die zwischen der fünften und siebten Minute gehörig Druck entwickelten und durch Florian Niederlechner, Pascal Stenzel und Nils Petersen gute Einschussgelegenheiten hatten. Jedesmal aber stand ihnen der dänische Eintracht-Keeper Frederik Rönnow im Weg. „Wenn man eigentlich das dominierende Team ist, viele Chancen hat, die nicht nutzt und am Ende 0:2 verliert ist es richtig bitter“, sagte SC-Linksverteidiger Christian Günter. „Wir müssen uns erarbeiten, dass wir effektiver sind vor dem Tor.“

          Gute Chancen für Freiburg

          Alle Jahre wieder – dieses Motto gilt ganz besonders, wenn es zum Auftakt einer Bundesligasaison zum Spiel zwischen Freiburg und Frankfurt kommt. Seit 2014 nun schon zum dritten Mal. Ko-Trainer Lars Voßler, Streichs Stellvertreter, erlebte erstmals an exponierter Stelle das Gefühl, im Rampenlicht zu stehen und Verantwortung für den erkrankten Chef zu übernehmen. In der 55. und 67. Minute sah er zwei weitere gute Chancen für Freiburg durch Luka Waldschmidt und Petersen.

          In der 69. Minute brachte Hütter mit Filip Kostic die jüngste Frankfurter Neuverpflichtung ins Spiel. Der ebenso wie Müller vom HSV gewechselte Serbe sollte für Gefahr und Entlastung. Diesen Part übernahm aus einer konfusen Situation heraus, als an der Mittellinie um die Ausführung eines Einwurfs gestritten wurde, Sebastian Haller, der nach einem Konter in der 82. Minute mit dem 2:0 für klare Verhältnisse sorgte. „Dieser Sieg gibt uns ein bisschen Ruhe. Wir müssen das nutzen, um hart zu arbeiten“, forderte Frankfurts Mittelfeldspieler Gelson Fernandes, der die Eintracht gegen seinen ehemaligen Verein erstmals als Kapitän auf den Platz führte.

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