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DFL-Chef Seifert in der F.A.S. : „Uefa kann massiv Schaden nehmen“

„Massiver Schaden, wenn PSG damit durchkommt“: Präsentation von David Beckham in Paris am 31. Januar Bild: AFP

Christian Seifert, Chef der Deutschen Fußball Liga, fordert die Uefa und ihren Chef Platini zu konsequentem Handeln beim Financial Fairplay im europäischen Fußball auf - und sieht bei Frankreichs Verbindungen zu Qatar einen „Beigeschmack“.

          Die Deutsche Fußball Liga (DFL) fordert den Europäischen Fußball-Verband (Uefa) auf, die Regeln beim Financial Fairplay streng auszulegen und Verstöße mit aller Härte zu sanktionieren.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          „Die Uefa kann massiv Schaden nehmen, wenn ein Klub wie Paris Saint-Germain damit durchkommt, einen Sponsorenvertrag abzuschließen, der weit mehr wert ist als die Sponsorenverträge von Barça, ManU und Bayern München zusammen", sagte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

          Der Pariser Klub liegt in qatarischem Besitz und sorgt derzeit durch sein ausuferndes Finanzgebaren für Schlagzeilen. „Die Uefa hat die Latte selbst sehr hoch gelegt. An ihrer Stelle würde ich jetzt noch mal ein paar Meter mehr Anlauf nehmen. Alle werden darauf achten, wie man damit umgeht", sagte Seifert.

          „Eine Frage der moralischen Integrität“: DFL-Chef Seifert
          „Eine Frage der moralischen Integrität“: DFL-Chef Seifert : Bild: dapd

          Er geht davon aus, dass derzeit in ganz Europa Rechtsanwälte und Wirtschaftsexperten für die Klubs Schlupflöcher beim Financial Fairplay suchen. Seifert: „Es kommt doch immer darauf an, welche Absichten man hat. Wird man neue Regeln einhalten oder sie wie Slalomstangen umfahren? Letztlich ist das eine Frage der moralischen Integrität der Verantwortlichen.“

          Platini „noch nicht“ beschädigt

          Zudem äußerte sich der DFL-Chef zu den Verwicklungen in Frankreich rund um Paris Saint-Germain und die Rolle des Uefa-Präsidenten Michel Platini. Bei ihm ist ein Interessenkonflikt erkennbar. Nachdem Platini in der umstrittenen Wahl für Qatar als WM-Ausrichter 2022 mit gestimmt hatte, erhielt sein Sohn eine hohe Managementposition beim qatarischen Sportfonds, der wiederum Besitzer von PSG ist.

          „Noch nicht beschädigt“: Uefa-Präsident Michel Platini
          „Noch nicht beschädigt“: Uefa-Präsident Michel Platini : Bild: AP

          „Es gibt diverse Medienberichte über die Verbindung der Qatarer mit Frankreich. Ich kann die Details nicht bewerten, aber es darf sich sicherlich niemand wundern, weder im französischen Fußball noch bei PSG oder der Uefa, dass das Zusammentreffen mehrerer Sachverhalte das ein oder andere Fragezeichen entstehen lässt. Es wird sehr entscheidend sein, dafür zu sorgen, dass sich der fade Beigeschmack, den man auch ohne bösen Willen haben kann, bald verflüchtigt“, sagte Seifert der F.A.S. Und zum Uefa-Präsidenten: „Michel Platini ist als Person noch nicht beschädigt.“

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