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DFL : Bundesliga mit Rekordumsatz

Zufriedene Gesichter: DFL-Präsident Reinhard Rauball und Geschäftsführer Christian Seifert (hinten) Bild: dpa

Der deutsche Fußball boomt: Bei ihrem Neujahrsempfang konnte der Ligaverband Deutsche Fußball-Liga (DFL) gute Zahlen präsentieren. Nur die Homosexualitäts-Debatte befremdet die Verantwortlichen.

          Ein deutsches Champions-League-Finale 2013, Rekordumsätze in der Bundesliga und Zweiten Liga, alle vier deutsche Klubs im Königsklassen-Achtelfinale, das im Februar ausgetragen wird: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte auf ihrem Neujahrsempfang im Frankfurter Thurn-und-Taxis-Palais genug Gründe, in Triumphgeheul zu verfallen oder sich Schulter klopfend der Selbstzufriedenheit hinzugeben. Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung, schlug bei seiner Ansprache allerdings vorwiegend moderate Töne an. „Ein Blick auf 2013 zeigt, dass die Bundesliga zurück ist in der Spitze Europas“, sagte Seifert am Dienstag, fügte dann jedoch an: „Wir haben uns aber nie an der Diskussion beteiligt, ob wir die beste Liga der Welt sind. Ob nun auf Platz eins, zwei oder drei spielt für uns keine Rolle, wichtig ist, dass wir attraktiven Fußball bieten, die Fans begeistern, wirtschaftlich erfolgreich und in der Gesellschaft fest verankert sind.“

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Seifert kündigte an, dass der Bundesliga-Report 2014, der in der kommenden Woche veröffentlicht werde, zum neunten Mal in Folge einen neuen Rekordumsatz für die Vereine der DFL ausweisen werde. Und der nächste Rekord ist schon sicher. Denn mit dem Beginn der Saison 2014/15 kommt der neue Fernsehvertrag zum Tragen, der den 36 Klubs 120 Millionen Euro mehr Einnahmen pro Jahr bringen wird. Seifert skizzierte die Entwicklung in einem Satz. „Die Klubs haben eine Milliarde Euro mehr zur Verfügung als vor zehn Jahren.“

          Thema Sicherheit

          Drei Tage vor dem Rückrundenauftakt mit dem Klassiker zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München sprach Seifert vor Vertretern der 36 Profiklubs, Fußball-Legenden wie Franz Beckenbauer, Rudi Völler, Günter Netzer oder Toni Schumacher sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft auch die ungelösten Probleme des Fußballs an. „Ein Thema, dem wir uns stellen müssen, bleibt die Sicherheit in und um die Fußballstadien.“ Erst am vergangenen Wochenende waren bei Ausschreitungen in Köln Dutzende Personen, darunter eine lebensgefährlich, verletzt worden. Ligapräsident Reinhard Rauball forderte Politik und Justiz auf, mit größtmöglicher Härte gegen solche Gewalttäter vorzugehen, die den Fußball nur als Bühne wählten. „Ich will, dass gegen die, die den Fußball missbrauchen, die Gesetze ausgeschöpft werden. Wenn das nicht reicht, muss über die Gesetze nachgedacht werden“, sagte Rauball.

          Kritik an Hitzlsperger-Berichterstattung

          Kritisch bewerteten die Liga-Funktionäre die mediale Resonanz auf das Coming-out des früheren Nationalspielers Thomas Hitzlsperger. „Die ausufernde Berichterstattung wurde dem Thema und der Person Thomas Hitzelsperger nicht gerecht. Die sexuelle Orientierung eines Menschen ist das Natürlichste“, sagte Rauball. Seifert betonte, dass die intensive Berichterstattung einem „entspannten Umgang“ mit dem Thema abträglich gewesen sei. „Ich befürchte, der erste aktive Fußballprofi, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt, wird zu „einer Ikone“ der Schwulenbewegung und darf nie mehr einfach nur Fußballer sein.“

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