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DFB weist Einspruch ab : „Wir würden Aue gerne helfen, können aber nicht“

  • Aktualisiert am

Erzgebirge Aue muss in die Relegation. Bild: dpa

Der Einspruch des Zweitligavereins wird wieder abgewiesen nach den Fehlern des Schiedsrichters. Nun muss Aue in die Relegation. Das DFB-Sportgericht begründet auch, warum er nicht anders entscheiden kann.

          Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auch den zweiten Einspruch des Zweitligavereins Erzgebirge Aue gegen die Wertung des Spiels am vergangenen Sonntag bei Darmstadt 98 (0:1) abgelehnt. Dies teilte das Gremium am Donnerstag am Ende einer mündlichen Verhandlung in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main mit. Mit dem Protest hatte Aue versucht, den Gang in die Relegation zu vermeiden. Bereits am Mittwoch war Aues erster Einspruch im Einzelrichterverfahren abgeschmettert worden, der Klub legte jedoch abermals Widerspruch ein.

          „Wir würden ihnen gerne helfen, können aber nicht. Wenn wir heute anders entschieden hätten, würde der DFB von der Fifa bestraft. Die Richter des Fußballs sind die Schiedsrichter. Wir sind Richter in zweiter Instanz“, sagte Verhandlungsleiter Hans E. Lorenz. Gegen die Entscheidung kann Aue Berufung beim Bundesgericht einlegen. Aue-Präsident Helge Leonhardt teilte jedoch mit, erst nach der Relegation darüber zu entscheiden. „Ich möchte mich mit der Mannschaft auf die Spiele konzentrieren und danach sehen wir weiter“, sagte der 59-Jährige dem SID.

          Nach der Entscheidung muss Aue den Fokus auf das Hinspiel in der Relegation am Freitag (18.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Relegation sowie im ZDF und bei Eurosport) beim Drittligaverein Karlsruher SC richten. Auch der am Mittwoch von Leonhardt geäußerte Vorschlag, die zweiten Liga für ein Jahr aufzustocken, damit Aue und der KSC in der kommenden Saison zweitklassig spielen, ist damit vom Tisch. Eine Aufstockung hätte das Sportgericht aber ohnehin nicht veranlassen können.

          Aue hatte den Protest mit „drei eklatanten Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks“ im Spiel in Darmstadt begründet und zumindest den Verdacht einer Spielmanipulation angedeutet. Diesen zog der Verein aber in der Verhandlung am Donnerstag zurück. Der Auer Stadtrat Tobias Andrä hatte bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt gar Strafanzeige gegen Storks gestellt. Bei einem Unentschieden in Darmstadt hätte Aue vorzeitig den Klassenverbleib geschafft.

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