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Der neue Bundesliga-Spielplan Meister Bayern München startet gegen Hamburg

01.07.2008 ·  Titelverteidiger Bayern München eröffnet mit einem Heimspiel am 15. August gegen den Hamburger SV die neue Bundesliga-Saison. In der muss sich der Fan an Neuerungen gewöhnen. So ist etwa nach dem 34. Spieltag lange nicht Schluss.

Von Christian Kamp, Frankfurt
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Ein bisschen Geduld muss schon noch sein. „Auf Wiedersehen - bis in vierzehn Tagen“, sagte Christian Pfennig, der Sprecher der Deutschen Fußball Liga (DFL), am Dienstag, als die frischen Spielpläne für die neue Bundesliga-Saison gerade vorgestellt waren. Ganz so schnell geht es freilich nicht, und Pfennig korrigierte sich sogleich. Sechseinhalb Wochen sind es schließlich noch bis zur Eröffnungspartie, dem Nord-Süd-Klassiker zwischen Meister Bayern München und dem Hamburger SV am 15. August, einem Freitag.

Der komplette Spielplan der Bundesliga als PDF

Der komplette Spielplan der 2. Bundesliga als PDF

Doch nicht nur dieser kleine Versprecher zeigte: Ginge es nach der DFL - es könnte schon wieder losgehen mit der Bundesliga, die ja so oft als Alltag beschrieben wird, in Wirklichkeit aber doch der Kern der Fußballbegeisterung und des dazugehörigen Millionengeschäfts ist.

Der neue Bundesliga-Spielplan: Meister Bayern München startet gegen den Hamburger SV

„Die Saison verspricht, ein echter Zuschauermagnet zu werden“

Nur zwei Tage nach dem Europameisterschaftsfinale den neuen Spielplan zu verkünden, das ist jedenfalls eine selbstbewusste Botschaft - und eine, die man in der Frankfurter DFL-Zentrale gleich erwartungsfroh mit Zahlen untermauerte. „Die Saison verspricht, ein echter Zuschauermagnet zu werden“, sagte Tom Bender, einer der DFL-Geschäftsführer, mit Hinweis auf Borussia Mönchengladbach und den 1. FC Köln, die beiden Rückkehrer in die Eliteklasse mit ihren großen Arenen.

Mit insgesamt 242 Millionen Euro Einnahmen aus dem Kartenverkauf rechneten die 36 Klubs der ersten und zweiten Liga, berichtete Bender; im vergangenen Jahr waren es 235 Millionen. Auch für die Werbekunden gewinne die Bundesliga weiter an Attraktivität. Die erwarteten Einnahmen im Bereich Werbung und Sponsoring lägen bei 483 Millionen Euro (Vorjahr: 430 Millionen), beim Trikotsponsoring bei 194 Millionen Euro (Vorjahr: 186 Millionen).

Ein weiteres Sonntagsspiel als Ausnahme ist möglich

Die wirtschaftlichen Kennzahlen also stimmen. Um zugleich auch Kundennähe zu signalisieren, verwies Bender auf die im Vergleich der europäischen Spitzenligen niedrigen Kartenpreise. Darüber mag sich der Fan tatsächlich freuen, zumal er sich nach der neuen Saison auch von einigen Annehmlichkeiten wird verabschieden müssen: Nach der Spielzeit 2008/09, wenn die neuen Fernsehverträge greifen, wird vom vertrauten Rhythmus der Anstoßzeiten nicht mehr allzu viel übrig sein - was vor allem den Stadionbesuchern noch zu schaffen machen wird.

Diesmal also bleibt noch alles beim Alten, weitgehend zumindest. Ein Spiel am Freitag, fünf am Samstag, zwei am Sonntag, das ist die Regel. Allerdings will die DFL aus Rücksicht auf die international tätigen Klubs in Abstimmung mit den übertragenden Sendern in Einzelfällen ein weiteres Sonntagsspiel genehmigen.

Nach dem letzten Spieltag geht es in die Verlängerung

In der vergangenen Saison hatte es mehr als einmal zu Missstimmung geführt, wenn Mannschaften, die am Donnerstag im Uefa-Pokal spielten, schon am Samstag wieder in der Bundesliga antreten mussten. Von „Wettbewerbsverzerrung“ war an mehreren Standorten die Rede. Um das zu vermeiden, hat die DFL zudem erstmals zwei Ersatzspieltage, am 11./12. November und am 9./10. Dezember, in ihren Terminplan aufgenommen.

306 Partien sind es insgesamt, bis der neue Meister am 23. Mai feststeht - spätestens. Danach jedoch geht die Saison noch in die Verlängerung. Das DFB-Pokalfinale wurde auf den 30. Mai terminiert, ist also wieder ein echter Saisonabschluss - so man nicht noch an den wiedereingeführten Relegationsspielen teilnehmen muss.

Supercup oder Ligapokal kommen eventuell bald wieder

Die nämlich hat die DFL elegant um das Pokalfinale herumdrapiert: Hinspiele am 28./29. Mai, Rückspiele 31. Mai/1. Juni. Wenn man dann noch das Champions-League-Finale am 27. Mai in Rom dazunimmt, kommt man also fast noch einmal auf eine ganze Woche Fußball nonstop.

Neues gibt es auch für die Trophäenschränke: Erstmals erhält auch der „Meister“ der zweiten Liga einen Pokal - eine Geste, um „die stärker gewordene zweite Liga mit einer eigenen Symbolik zu belegen“, wie Bender sagte. Und möglicherweise wird von der darauffolgenden Saison an auch wieder ein Supercup oder Ligapokal ausgespielt. Eine Entscheidung darüber soll im Ligavorstand noch vor Beginn dieser Spielzeit getroffen werden.

BUNDESLIGA

1. Spieltag (15. bis 17. August):

Bayern München - Hamburger SV (Freitag, 20.30 Uhr)
Schalke 04 - Hannover 96
VfL Wolfsburg - 1. FC Köln
Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund
Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin
Karlsruher SC - VfL Bochum
Energie Cottbus - 1899 Hoffenheim
Arminia Bielefeld - Werder Bremen
Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart

2. BUNDESLIGA

1. Spieltag (15. bis 18. August 2008):

1. FC Nürnberg - FC Augsburg
MSV Duisburg - Hansa Rostock
FSV Mainz 05 - 1. FC Kaiserslautern
SC Freiburg - 1860 München
Alemannia Aachen - SV Wehen Wiesbaden
FC St. Pauli - VfL Osnabrück
TuS Koblenz - Rot-Weiß Oberhausen
Rot-Weiß Ahlen - FSV Frankfurt
FC Ingolstadt 04 - Spielvereinigung Greuther Fürth

Quelle: F.A.Z.
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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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